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Was umfasst eigentlich ein Shared Hosting?

Wir versuchen die Features unserer Services kurz und prägnant zu erklären, beispielsweise mit Einheiten wie Gigabyte. Leider ist ein Gigabyte eine sehr abstrakte Grösse. Ich selbst habe, ehrlich gesagt, keine wirkliche Vorstellung von einem Gigabyte. Ich weiss, dass ein Gigabyte etwa einer Milliarde Zeichen entspricht. Aber was bedeutet eine Milliarde?

Nimm einen Würfel mit Kantenlänge von einem Meter. Teile ihn dir im Kopf in kleine Würfel von einem Millimeter Kantenlänge. In jeden dieser kleinen Würfel passt nun die Kugel aus der Spitze eines Kugelschreibers (oder ein Zeichen). In den Würfel passen 1000 (Breite) mal 1000 (Länge) mal 1000 (Höhe) Kugeln – eine Milliarde! Die würden dann etwa 4 Tonnen wiegen. Unser kleinstes Hosting Angebot (Standard) hat 10 Gigabyte Webspace, was 10,000,000,000 Kugeln mit einem Gewicht von 40 Tonnen entspräche. Das grösste Paket (Speed) bietet 200 Gigabyte oder 200,000,000,000 Kugeln, die dann 800 Tonnen wiegen würden. Man bräuchte 32 LKW um die Kugeln zu transportieren.
Der Vergleich ist zwar beeindruckend, hilft mir allerdings auch nicht wirklich weiter. Ich bemerke die Einheit Gigabyte, wenn mir mein Telefon eine Nachricht anzeigt, aus der hervorgeht, dass bald kein Platz mehr zur Verfügung steht und ich keine Fotos mehr speichern kann. Gigabytes sind auch relevant beim Internet auf dem Telefon. Nach einer gewissen Menge Traffic überträgt es keine Daten mehr oder nur noch sehr langsam. Der Traffic in unseren Webhostings ist übrigens unlimitiert. Das heisst, beliebig viele Menschen können auf deine Website zugreifen. Beliebig viele Menschen! Also mehr als eine Milliarde.

Worauf ich hinaus will ist die Vielfalt, die so ein Webhosting heutzutage bietet. War vielleicht früher die reine Menge an Speicherplatz interessant, so sind es heute eher andere Fragen. Wie kompliziert oder wie einfach kann ich Software installieren und vor allem welche? Wer hilft mir, wenn ich nicht weiterkomme?

Und deswegen schreibe ich in diesem Artikel mal alles zusammen, was ich in den letzten 3 Jahren, die ich dieses Blog schreibe, so an Features in unserem mittleren Webhosting Paket (Premium) bemerkt habe. Ich vermute mal, dass es noch viel mehr Features gibt, die ich dann demnächst entdecken werde.

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Sitebuilder – mit alles und scharfe Sauce!

Sitebuilder werden zum Erstellen von Websites genutzt. Sie müssen nicht, wie herkömmliche Content Management Systeme, installiert werden und bieten eine intuitive Benutzeroberfläche. Anfänger können mit dem Sitebuilder eine Website ohne jegliche Programmierkenntnisse erstellen. Profis können das ebenfalls, können aber zusätzlich einen speziellen Entwicklermodus aktivieren, der es Ihnen erlaubt, die Website individuell zu erweitern. Der Sitebuilder bietet eine moderne Benutzeroberfläche, mit der du eine Website auf dem Smartphone, dem Tablet, dem Notebook oder auf dem Desktop erstellen und verändern kannst.

Seit über einem Jahr bieten wir bereits den NOVATREND Sitebuilder an und haben im Blog bereits hier und hier darüber berichtet (Achtung, die Blogeinträge beziehen sich auf die alte Version).

Nun gibt es eine neue Version des NOVATREND Sitebuilders und wir sind davon überzeugt. So überzeugt, dass wir beschlossen haben, ihn ALLEN Kunden mit ALLEN Features KOSTENLOS als Bestandteil des neuen Shared Hosting Pakets Premium für CHF 9.90 im Monat anzubieten. Bestandskunden können ohne Kostenfolge auf dieses Paket wechseln.

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Cloud Infrastruktur Shared Hosting

Die cPanel Web Disk

Jeder Web Hosting Account bei Novatrend verfügt über eine gewisse Menge Speicherplatz. Auf diesem Speicherplatz liegt deine Website. Diese Website kann aus ein paar Dateien oder einem Content Management System mit tausenden von Dateien und hochgeladenen Bildern und Dokumenten bestehen. Zwischen diesen beiden Extremen liegen, je nach Webhosting Paket, dutzende Gigabyte an Speicherplatz.

Die Web Disk von cPanel bietet Möglichkeiten diesen Speicherplatz zu nutzen.

Web Disk

Die Konfiguration der Webdisk befindet sich innerhalb der cPanel Administration. Die cPanel Administration lässt sich vom Kundencenter aus aufrufen.

cPanel - Web Disk
cPanel – Web Disk

Die Web Disk besteht aus einem Hauptkonto und beliebig vielen individuellen Zusatzkonten.

  • Das Hauptkonto umfasst den gesamten Speicherplatz und ist standardmässig eingerichtet. Es kann nicht gelöscht werden.
  • Ein Zusatzkonto bezieht sich immer auf den Inhalt eines Ordners. Es kann unterhalb des home Verzeichnisses, in meinem Fall /home/seafoll1 angelegt werden.

Achtung: Im /public_html Verzeichnis liegt deine öffentlich zugängliche Website. Auf Web Disk-Verzeichnisse, die unterhalb des /public_html Verzeichnisses angelegt werden, kann jeder Besucher über den Webbrowser zugreifen! 

Ich nutze beispielsweise ein Zusatzkonto im Verzeichnis /disk/hagen. Das Verzeichnis liegt oberhalb des /public_html Verzeichnisses und ist nicht öffentlich zugänglich.

Zusatzkonto erstellen
Zusatzkonto erstellen
Zusatzkonten verwalten
Zusatzkonten verwalten

Zugriff auf die Web Disk

Auf die Dateien der Web Disk kannst du von deinem PC oder deinem Smartphone aus zugreifen. Um Dateien hoch- und herunterzuladen musst du zunächst dein Betriebssystem darauf vorbereiten. Ein Klick auf den Link Web Disk aufrufen bringt dich in einen Bereich mit Anleitungen für Apple, Microsoft, Linux und Smartphone Betriebssysteme.

Anleitung zur Verbindungsherstellung
Anleitung zur Verbindungsherstellung

Ich habe ein MacBook mit macOS und dort geht die manuelle Verbindung folgendermaßen:

  1. Öffne den Finder.
  2. Wähle das Start Menü aus.
  3. Wähle die Option Mit Server verbinden aus.
  4. Gib in das Feld Serveradresse folgendes ein:
    https://srv11.tophost.ch:2078
  5. Klicke auf Verbinden
  6. Gib deinen Benutzernamen und das Kennwort des Web Disk-Kontos ein.
  7. Klicke auf Verbinden, um die Web Disk zu öffnen.

Jetzt kann du deine Web Disk wie eine Festplatte benutzen. Die Dateien sind allerdings nur in deinem Web Hosting gespeichert und nehmen keinen Platz auf deinem PC weg.

macOS - Finder
macOS – Finder

Smartphone App

Für iOS und Android gibt es Apps, die die Web Disk mit dem Telefon verbinden. In der App können beliebig viele Web Disks verwaltet werden.

Konfiguration - iOS App
Konfiguration – iOS App

Dateien können hoch- und heruntergeladen werden. Die App kann auch so konfiguriert werden, dass beispielsweise alle Fotos automatisch hochgeladen werden. Je nach Dokumententyp (PDF, JPG, etc) werden die Dateien in einer Vorschau auf dem Telefon angezeigt.

Viewer in der iOS App
Viewer in der iOS App

Browser

Last but not least besteht auch die Möglichkeit, die Dateien im Browser zu sehen und herunterzuladen. Einfach https://srv11.tophost.ch:2078 und die Zugangsdaten eingeben.

Fazit

Die Web Disk bietet die Grundfunktionalität eines Cloudspeichers. Mit PC und Smartphone kann auf die Daten lesend und schreibend zugegriffen werden.

Links


tl;dr: Den Speicherplatz deines Web Hostings kannst du auf unterschiedlichen Geräten mit der Web Disk verwalten.

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Allgemein Cloud Infrastruktur Security Server Services Verschlüsselung

Was ist Cloudflare und warum ist es wichtig?

Letzte Woche war es wieder soweit. Ein weiterer Fall von sensiblen Daten, die im Internet zugänglich waren, wurde bekannt. Die Firma Cloudflare verteilte ungewollt, durch einen Fehler in der Programmierung, sensible Daten von unzähligen Nutzern im Internet. Das Interessante an diesem Fall ist zum einen, dass es sich nicht um einen Angriff von Hackern handelte und zum anderem die Erkenntnis, wie viel Internet Traffic weltweit über Cloudflare abgewickelt wird. Da viele Leser vermutlich den Namen dieser Firma noch nie gehört haben, möchte ich in diesem Artikel auch eine Antwort auf die Frage geben, was das Geschäftsmodell der Firma Cloudflare ist und wessen Daten da öffentlich im Netz standen und teilweise noch stehen.

Die Firma Cloudflare

Cloudflare betreibt ein Netz regional verteilter und über das Internet verbundener Server, mit denen Inhalte ausgeliefert werden. So eine Dienstleistung nennt sich Content Delivery oder Content Distribution Network, kurz CDN. Bei dieser Art der Auslieferung von Inhalten geht es um eine Verbesserung der Geschwindigkeit beim Aufbau der Website und oft auch um eine Reduzierung der Bandbreite.

Wenn deine Website beispielsweise für Besucher aus China gedacht ist, dein Server aber hier in der Schweiz steht, so lässt sich durch den Einsatz eines CDN tatsächlich die Zugriffsgeschwindigkeit für chinesische Benutzer erheblich steigern.

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Betriebssysteme Cloud Server

Paketverwaltung und Snaps unter Ubuntu 16.04 LTS

Jedes Betriebssystem ermöglicht das Hinzufügen, Aktualisieren und Deinstallieren von Software. Meistens werden vom Hersteller Softwarepakete angeboten, die mit Hilfe eines Installationsskripts den Weg auf den Computer finden. Updates für diese Pakete bestehen entweder aus sogenannten Patches (engl. Flicken), die einzelne Dateien eines Softwarepaketes aktualisieren oder aus anderen Softwarepaketen, die „über“ bereits installierte Softwarepakete installiert werden. Zur Deinstallation von Softwarepaketen benötigst man oft Deinstallationsskripte.

Unter Mac OS gibt es bis heute beispielsweise keine einheitliche Vorgehensweise um Software zu deinstallieren. In Windows gibt es die zwar, aber der Teufel liegt im Detail. Das Problem ist oft „Geheimniskrämerei“ bei den Herstellern von kommerzieller Software und so weiss man oft weder, was ein Programmpaket denn nun genau auf dem Computer installiert hat, geschweige denn, wie man das alles wieder entfernt. Auch die aufgeräumtesten Apple macOS und Microsoft Windows Computer werden nach ein paar Jahre mit Updates und Programminstallation langsamer und die Festplatte füllt sich. Ein „clean install“, bei dem man ein zuerst „frisches“ Betreibsystem und danach seine Softwarepakete installiert, wirkt oft Wunder und beschleunigt alles wieder.

Im Linux Umfeld ist die Lage etwas übersichtlicher, da glücklicherweise die meisten verfügbaren Softwarepakete grundsätzlich auch im Quellcode vorliegen und klar beschrieben ist, was bei Installation und Aktualisierung verändert wird. Anders als bei den proprietären Systemen gibt es in Linux Abhängigkeiten zwischen den Softwarepaketen. Wenn ich auf einem Windows Computer etwas installiere, ist das normalerweise eine große Installationsdatei oder ein Installer, der während der Installation Dateien nachlädt, entpackt und irgendwo hinschreibt. Diese Art Softwarepaket lässt sich gut verkaufen.

Unter Linux geht es eher modular zu. Wenn ich beispielsweise auf einem Novatrend Root/Cloud Server, der mit Ubuntu läuft, den Webserver Apache installieren will, habe ich normalerweise keine grafische Oberfläche und benutze auf der Konsole den Befehl.

sudo apt-get install apache2
Das Kommando sudo zeigt an, dass der Befehl mit den Rechten des Root Users ausgeführt werden soll. Unter Linux gibt es die User und es gibt Root. Root darf alles, die User dagegen leben im „Userland“ und dürfen viele Dinge einfach nicht! (In macOS ist es genauso, in Windows ähnlich).
Das Kommando apt ruft den Advanced Package Manager auf.
Das Kommando -get zeigt an, dass man etwas haben möchte.
Das Kommando install bedeutet, dass man etwas installieren möchte (apt-get remove würde etwas deinstallieren, apt-get update etwas aktualisieren.).
Das Kommando apache2 zeigt an, das man den Webserver Apache in der Version 2 installieren möchte.
Das ist alles sehr logisch und so fragt das Ubuntu Linux zunächst nach dem Passwort von Root

[sudo] password for anon:

danach schaut es in seiner Paketliste nach, ob ein Paket mit dem Namen apache2 existiert. Die Liste liegt in /etc/apt/sources.list und erhält die Quellen, von denen Software geladen wird.

APT-Quellenliste
APT-Quellenliste

Beim Nachsehen merkt der Paketmanager, das ausser apache2 weitere Pakete installiert werden müssen, damit der Webserver funktioniert. Alle Pakete werden aufgelistet und man muss bestätigen, ob man das alles installieren will.

Building dependency tree
Reading state information... Done
The following additional packages will be installed:
apache2-bin apache2-data apache2-utils libapr1 libaprutil1 libaprutil1-dbd-sqlite3 libaprutil1-ldap liblua5.1-0 ssl-cert
Suggested packages:
www-browser apache2-doc apache2-suexec-pristine | apache2-suexec-custom openssl-blacklist
The following NEW packages will be installed:
apache2 apache2-bin apache2-data apache2-utils libapr1 libaprutil1 libaprutil1-dbd-sqlite3 libaprutil1-ldap liblua5.1-0 ssl-cert
0 upgraded, 10 newly installed, 0 to remove and 4 not upgraded.
Need to get 1554 kB of archives.
After this operation, 6412 kB of additional disk space will be used.
Do you want to continue? [Y/n]

Bei der Aktualisierung und Deinstallation funktioniert das genauso. Wenn man keine Veränderungen an den Dateien vorgenommen hast, kann mit diesem System wirklich alles restlos deinstalliert werden, so als wäre es niemals installiert gewesen. Das geht soweit, dass auch Distributionsupdates gemacht werden können, beispielsweise von Ubuntu 14.04 auf 16.04.

Es gibt also zwei Arten von Paketverwaltungen:

  1. Programme, die aus anderen Quellen Pakete nachladen können, um Abhängigkeiten aufzulösen, so wie eben beschrieben.
  2. Programme, die direkt die Pakete installieren oder löschen, aber keine Abhängigkeitsverwaltungs- und Konfliktlösungsmechanismen kennen.

Linux Distributionen gehören zum ersten Punkt und nutzen immer ein bestimmtes Paketformat. Red Hat, Fedora und OpenSuse benutzen beispielsweise RPM Pakete, Debian und Ubuntu deb Pakete. Die Arbeit, die in einer Distribution steckt, ist die geschickte Zusammenstellung dieser Pakete.

Wen du einen Root Server mit Linux betreibst, wirst du dich über diese Ordnung sehr freuen, denn es gibt immer einen Weg, Probleme zu lösen – IMMER 🙂

Leider ist es oft ziemlich schwer, gerade neuere Pakete die nicht zur Distribution gehören, zu installieren und zu konfigurieren. Wenn beispielsweise die neueste Webanwendung PHP7 benötigt, du aber noch ein Ubuntu 14.04 nutzt, gibt es das in den offiziellen Paketen nicht. Da du ja weisst, wo sich die Liste der Installationsquellen befindet, kannst du natürlich eine Quelle für PHP7 Pakete eintragen und dann die PHP7 Pakete auch unter Ubuntu 14.04 installieren. So eine Erweiterung kann allerdings schwer vorhersehbare Folgen für Abhängigkeiten von anderen Paketen haben. Jeder, der einen Server betreibt, hat vermutlich schon mal etwas ausserhalb der offiziellen Pakete installiert und dann sehr schnell gelernt, dass das manchmal keine gute Idee ist 🙂

An dieser Stelle setzen nun Projekte wie Docker an, die völlig unabhängig vom Paketmanager komplette Softwarepakete zur Installation anbieten. Docker kann man sich wie einen Container vorstellen, der alles notwendige enthält und eine fix und fertige Lösung bietet, beispielsweise ein Web Forum. Prinzipiell ist das eine gute Idee aber die Arbeit liegt natürlich wieder in der Konfiguration und im Zusammenspiel der Container. Nehme ich einen MySQL Docker Container und einen Apache Docker Container und verbinde sie irgendwie mit einem Drupal Container oder nehme ich einen MySQL/Apache/Drupal Container und das wars? Eine einheitliche Antwort gibt es natürlich nicht und so sammeln sich schnell ein paar Container an und die Aktualisierung ist wieder so eine Sache.

Click, snap und snappy

Bei Smartphones geht das alles auf den ersten Blick problemloser mit sogenannten Apps, aber dahinter verbergen sich natürlich die gleichen Herausforderungen.

Als Ubuntu Phone entwickelt wurde, ging man neue Wege und nutzte das Paketformat click. Für den RasberryPi wurde Snappy Ubuntu Core angeboten und nun hält das Snap Format auch im neuen Ubuntu 16.04 Einzug. Es kann mit dem existierenden deb Format koexistieren. Software kann als deb oder snap Paket angeboten werden. Der Unterschied liegt darin, dass snap Pakete, wie bei Docker, eigentlich eher komplette snap Anwendungen sind und vom Rest des System isoliert laufen. Die Snaps können  auch aufeinander aufbauen.

Snappy Ubuntu
Snappy Ubuntu

Vorteil ist die einfache Installation, Nachteil ist der erhöhte Platzbedarf, da nun benötigte Bibliotheken innerhalb eines snap Paketes und damit unter Umständen mehrfach auf einem Betriebssystem installiert werden.

Snap benutzen

Um Snap benutzen zu können muss der ubuntu-core installiert sein ( sudo snap install ubuntu-core).

Eine Übersicht über verfügbare snaps bietet der Befehl snap list. Beim ersten Aufruf entsteht folgender Dialog.

anon@server1:~$ snap list
No snaps are installed yet. Try 'snap install hello-world'.
anon@server1:~$ sudo snap install hello-world
[sudo] password for anon:
0 B / 20.00 KB [________________________________________________] 0.00 %
hello-world (stable) 6.3 from 'canonical' installed
anon@server1:~$ hello-world
Hello World!

Das Programm „hello-world“ kann ausgeführt werden werden und gibt Hello World auf der Konsole aus. Bei einem erneuten Aufruf von snap list sieht es dann so aus:

anon@server1:~$ snap list
Name Version Rev Developer Notes
hello-world 6.3 27 canonical -
ubuntu-core 16.04+20160531.11-56 122 canonical -

Entfernen lässt sich ein snap Paket mit dem Befehl

anon@server1:~$ sudo snap remove hello-world
hello-world removed

Installationsbeispiel Nextcloud

Um ein konkretes Beispiel zu zeigen, werde ich das Snap Paket Nextcloud installieren

anon@server1:~$ sudo snap install nextcloud
122.31 MB / 122.31 MB
[===========================] 100.00 % 22.35 MB/s
nextcloud (stable) 9.0.53snap1 from 'nextcloud' installed

Der Inhalt des Pakets wird im Verzeichnis /snap/nextcloud installiert. In der Liste der Snaps taucht nun auch das Nextcloud Paket auf.

anon@server1:~$ sudo snap list
Name Version Rev Developer Notes
nextcloud 9.0.53snap1 17 nextcloud -
ubuntu-core 16.04+20160531.11-56 122 canonical -

Um die Nextcloud nutzen zu können, muss die IP-Adresse des Servers im Browser aufgerufen werden. Der Installer von Nextcloud fragt noch nach Namen und Passwort des Administrators und danach ist die persönliche Cloud einsatzbereit.

Nextcloud - Snap Paket
Nextcloud – Snap Paket

Fazit

Das Snap Format bietet eine einfache Verwaltung für die Installation, Aktualisierung und Deinstallation kompletter Anwendungen in der Linux Distribution Ubuntu 16.04 LTS. Snap Pakete werden zunehmend von Softwareprojekten angeboten und können auch sogar als Universal Snap Package auf anderen Distributionen genutzt werden.

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