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Automatisierung Messenger Server Shared Hosting

Telegram (Chat)Bots

Telegram ist ein Messenger. Man schickt sich Nachrichten. Es gibt Gruppen, es gibt Channels und es gibt Bots!
Ein Bot ist eine Third-Party Application, also ein Programm, das nicht von Telegram stammt.
Die Idee ist die gleiche, wie bei Plugins in WordPress, Erweiterungen in Joomla und Modulen in Drupal.
Du kannst einem Telegram Bot Nachrichten schicken und der Bot kann auf unterschiedliche Art und Weise darauf reagieren. Die Nachrichten sind normalerweise Befehle die mit einem / beginnen, also so etwas wie /start.

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Content Management Systeme Infrastruktur Messenger Services

Live mit den Besuchern deiner Website chatten

Die direkte Kommunikation mit den Besuchern deiner Website kann hilfreich sein. Wenn du beispielsweise eine Dienstleistung anbietest, die individuell auf den Kunden angepasst wird oder einfach erklärungsbedürftig ist, so lassen sich einfache Fragen bereits in einem Live-Chat beantworten. Gerade bei Neukunden kann diese Vorgehensweise das Vertrauen in eine zukünftige Geschäftsbeziehung erheblich steigern.

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Content Management Systeme E-Commerce Messenger Site Builder Soziale Netze

Facebook Messenger für WordPress

Nach Aussage von Facebook hat das soziale Netzwerk im 1. Quartal 2017 etwa 1,9 Milliarden Mitglieder, die die Site mindestens ein Mal pro Monat besuchen. Der Facebook Messenger wurde im Juli 2016 von einer Milliarde Menschen genutzt. Die Facebook Messenger App ist eine der am meisten heruntergeladenen und gebrauchten Apps auf iOS und Android. Facebook und der Messenger sind zentral verwaltete Systeme.

Beim Content Management System WordPress ist die Statistik nicht so klar beschreibbar, weil die Firma Automattic, die hinter WordPress steht, einfach nicht weiß, wie viele Installationen aktiv sind. Eine WordPress Installation kann über Plugins mit Automattic Kontakt aufnehmen, muss es aber nicht. Die Menge aller WordPress Sites kann man, verglichen mit dem zentralen Facebook System, durchaus als dezentral einstufen. Je nach Statistik basieren zwischen 50% und 60% aller Websites, die mithilfe eines Content Management Systems erstellt werden, auf WordPress.

Nun liegt es natürlich nahe, die Vorteile beider Systeme zu verbinden. Kreativität funktioniert besser dezentral, Kommunikation besser eher zentral.

Wenn du eine Website besuchst, nutzt du vermutlich eher selten das Kontaktformular. Aufdringliche Chatbots sind auch nicht jedermanns Sache. So grundsätzlich ist es aber für Besucher und Betreiber einer Website praktisch, einen Kommunikationskanal auf der Website anzubieten.

Das Facebook-Messenger for WordPress Plugin lässt sich im Monat Mai 2017 kostenlos beim Online Marktplatz Envato herunterladen (nach einer ebenfalls kostenlosen Registrierung). Envato hat etwa 1,5 Millionen Kunden, die etwas kaufen und bietet Millionen von digitalen Gütern zum Verkauf an.

WordPress bietet in dieser Kombination die flexible Basis Plattform, Envato die notwendigen Plugins und Facebook die Nutzer. Die Kombination ist effektiv um Kontakt zu seinen Besuchern aufzunehmen und ihnen „Dinge“ zu verkaufen oder online Support zu leisten.

Ich betreibe privat ein WordPress Blog und probiere die Kombination aus. Ich lege mir eine Facebook Page an, einen Account bei Envato, lade das Plugin und los geht’s.
Um ehrlich zu sein, ganz so schnell ging es nicht, aber nun ist alles da. Ich habe jetzt sogar eine Facebook Page.

Installation & Konfiguration

Die Installation des  Plugins in WordPress erfolgt über einen einfachen Upload der Zip-Datei des Plugins im Browser.

Facebook Messenger for WordPress - Installation
Facebook Messenger for WordPress – Installation

Nach der Aktivierung des Plugins muss die Adresse der Facebook Page in den Einstellungen festgelegt werden. Die anderen Werte können zunächst so bleiben wie sie sind.

Konfiguration
Konfiguration

Auf dem Blog erscheint nun das Facebook Messenger Icon und erlaubt es, mir eine Nachricht zu schicken.

Facebook Messenger for WordPress
Facebook Messenger for WordPress

Auf dem Telefon erscheint zusätzlich die Möglichkeit in die Messenger App zu wechseln,

Anzeige Mobile
Anzeige Mobile

Wechsel zur Messenger App
Wechsel zur Messenger App

Falls ich auf meiner WordPress Seite das Shop Plugin WooCommerce installiert hätte (habe ich momentan nicht), so könnte ich einen individuellen Button neben den Produkten und im Warenkorb platzieren. Die Farben könnte ich individualisieren und natürlich wird alles responsiv dargestellt.

Das Plugin tut, was es verspricht und eine Kontaktaufnahmen ist auf dem Desktop und auf dem Telefon sehr einfach möglich.

Fazit

Es ist interessant, die Kombination auszuprobieren. Die Integration ist gleichzeitig faszinierend und auch ein wenig erschreckend.
Faszinierend, weil es für einen Online Shop Betreiber vorteilhaft ist, nahe bei der Kundschaft zu sein.
Erschreckend, weil Facebook natürlich die kompletten Kommunikationsdaten besitzt, auswertet und zu seinem Vorteil nutzen wird.

Ich werde das Plugin bis Ende Mai aktiv auf meinem Blog lassen.
Mal sehen ob sich jemand bei mir meldet 🙂

Links


tl;dr: Kundenkommunikation in Kombination mit WordPress und dem Facebook Messenger

 

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Infrastruktur Messenger Server Services Soziale Netze

Dezentrale Mastodonten

Netzwerke können zentral oder dezentral organisiert werden.
In der zentralen Variante gibt es einen Ort (die Zentrale), in der alle Fäden zusammenlaufen. In der dezentralen Variante gibt es diesen Ort nicht. Hier müssen Spielregeln (Protokolle) die Zentrale ersetzen.
Das gilt grundsätzlich für alle Arten von Netzwerken. Zentrale und dezentrale Elemente können auch vermischt werden. Es ist relativ leicht Beispiele für zentrale Netzwerke zu finden, bei dezentralen Netzen fällt das schon schwerer.
Die Ursache ist ganz einfach. Zentrale Strukturen lassen sich mit überschaubarem Aufwand kontrollieren. Damit meine ich nicht nur böse Abhörszenarien, sondern ganz einfache Zusammenhänge wie: „der Laden soll laufen und Geld verdienen“. Wenn ich ein zentrales System anbiete, muss sich der Besucher oder Kunde nur einmal registrieren, kann seine Daten hinterlassen (Adresse, E-Mail, Kreditkarte) und kann dann in dieser „Welt“ Dinge tun. So ein Modell nennt man Walled Garden. Das funktioniert in der virtuellen Welt (Amazon, Apple ID/Store, Google Login, Facebook Login, Spieleanbieter, etc.) und natürlich auch in der realen Welt. In einem Fitnessclub kann ich mich ebenfalls registrieren und dann Dinge tun. Alle Vereine, Staaten, Clubs und viele andere Gruppen funktionieren nach solchen Prinzipien und grenzen sich mehr oder weniger stark von anderen Gruppen ab. An der Grenze oder der Eingangstür (der Registrierung) ist dann, je nach Ansatz, oft ein Geschäftsmodell angesiedelt. Dort wird ein Vertrag geschlossen, der die Basis für alle weiteren Beziehungen darstellt. Je größer ein zentrales System wird, desto einfacher kann es seine Marktmacht einsetzen. An Facebook beispielsweise kommt heute keiner mehr vorbei (Instagram und WhatsApp gehören ebenfalls zu Facebook). Wer dort nicht registriert ist, kennt zumindest jemanden, der dort registriert ist und wird damit auch ein Teil des Systems. Solange die Geschäftsmodelle beide Seiten glücklich machen, ist das ja auch o.k.

Bei Twitter beispielsweise ist es „so eine Sache“ mit dem Geschäftsmodell. Twitter startete ebenfalls zentral, bot aber anfangs einen kostenlosen Zugriff auf die Tweets an, um Dritten (Programmierern und Firmen) zu ermöglichen, auf der Basis dieser Daten eigene Services anzubieten. Diese Services konnten darüber hinaus das zentrale Twitter Login nutzen und waren in der Gestaltung ihrer Services „frei“. Das klappte zu Beginn auch hervorragend und in kurzer Zeit  entwickelte sich eine bunte Welt aus Apps und Websites, die auf der Basis von Twitters Daten eigene Geschäftsmodelle aufbauten und/oder Open Source Software entwickelten. Durch diese freigesetzte Kreativität entwickelte sich Twitter schnell zu DEM weltweiten Newskanal. Ein Flugzeug im Hudson River und zuletzt der Wahlkampf von Donald Trump definierten weltweit die Bedeutung von Twitter. Twitter selbst ging vor 4 Jahren an die Börse, schaltete den kostenlosen Zugriff auf die Daten ab und sucht seither nach einem tragfähigen Geschäftsmodell.
Die Finanzierung der zentralen Twitter Datenbank ist noch immer nicht wirklich geklärt und Initiativen wie If we owned Twitter suchen nach Möglichkeiten das zentral organisierte Twitter System in ein „crowd owned Twitter“ zu verwandeln. Firmen wie App.net wollten es „anders“ machen. Zahlreiche Open Source Projekte versuchen ähnliche System Systeme mit einem dezentralen Ansatz (GnuSocial, Friendica) zu erstellen. In der Vergangenheit sind solche Ansätze oft ohne nennenswerten Erfolg geblieben (Henne-Ei Problem).

Nun gibt es wieder mal ein Projekt … mit lustigen, vorzeitlichen Elefanten als Logo.

Mastodon

Mastodon ist ein freies Open-Source-Netzwerk. Eine dezentralisierte Alternative zu kommerziellen Plattformen. Jeder kann seine eigene Mastodon-Instanz betreiben und sich am sozialen Netzwerk beteiligen.
Es bietet:

  • Chronologische Timelines
  • Öffentliche Timelines
  • 500 Buchstaben pro Post
  • GIFs und Videos
  • Berechtigungseinstellungen auf Post Ebene
  • Werkzeuge um „das Rauschen“ zu filtern und zu blocken
  • Keine Werbung, kein Tracking
  • Offene API für Apps und Services

Eugen hat es erfunden (Welcome to Mastodon) und technisch ist es eine alternative Implementierung des GNU Social Projekts. Dadurch ist es auch kompatibel mit allen Programmen, die das OStatus-Protokoll nutzen.
Der entscheidende Unterschied zu Twitter ist die verteilte Verbindung einzelner Instanzen (Föderation), genau wie bei E-Mail.

Beispiel Netzwerk https://de.wikipedia.org/wiki/Verteiltes_Soziales_Netzwerk
Beispiel Netzwerk https://de.wikipedia.org/wiki/Verteiltes_Soziales_Netzwerk

Beim E-Mail System können die Benutzer interagieren. Sie können eine E-Mail von GMail zu Outlook senden und von Outlook zu ein anderen privaten E-Mail Posteingang. Mastodons Verbund ist ähnlich aufgebaut: Benutzer von verschiedenen Seiten (Instanzen) stellen Verbindungen zwischen den Instanzen her, indem sie einander folgen und einander Nachrichten wie in anderen sozialen Netzwerk senden.

Ausprobieren

Bevor du nun sofort deine eigene Mastodon Instanz aufsetzt (was uns bei NOVATREND natürlich sehr freuen würde), solltest du es zunächst bei einer existierenden Instanz ausprobieren. Eine Liste aktiver Instanzen findest du hier. In der Schweiz werden momentan diese 2 Instanzen betrieben.

  1. keypat.ch
  2. social.glados.ch

Registrierung auf keypat.ch
Registrierung auf keypat.ch

Nach erfolgter Registrierung und Anmeldung erscheint diese Oberfläche:

Mastodon - erster Besuch
Mastodon – erster Besuch

In den Preferences lässt sich die Sprache auf Deutsch umstellen.

Einstellungen
Einstellungen

Der keypat.ch Server beherbergt mit mir 5 Benutzer und es gab bisher eine Nachricht von Marc. Nun gibt es zwei Nachrichten, die heißen bei Mastodon übrigens „Toots“, auf deutsch dann „Troets“ (Elefanten halt).

Ein Toot
Ein Toot

Auch ich habe nun auf keypat.ch ein Profil. An genau dieser Stelle war ich schon oft bei GNU Social und anderen Projekten. Allein auf einem Server ohne „Freunde“ :).

Hinweis: Ich kenne weder Marc, noch keypat.ch und stelle beide hier als Beispiel für diesen Artikel vor – Danke dafür! 

Mit anderen Kontakt aufnehmen

Es gibt ein Tool, das deine Twitter Freunde mit Mastodon abgleicht (Mastodon Bridge). Falls sie eine Mastodon Adressen haben, tauchen sie in der Liste auf und du hast die Möglichkeit ihnen zu folgen.

Mastodon Bridge
Mastodon Bridge

Eigene Instanz

Mastodon ist in Ruby on Rails geschrieben und die Dokumentation beschreibt die Installation auf einem Linux Server (Production Guide). Es gibt auch ein Docker Paket.

Fazit

Mastodon funktioniert zunächst mal sehr gut und hat immerhin einen kleinen Hype weltweit ausgelöst. Das „Wie finde ich Freunde“ Problem ist elegant gelöst. Die GNU Social Kompatibilität ist ebenfalls sehr gut. Eigentlich könnte es diesmal klappen 🙂

Links


tl;dr: Mastodon ist eine dezentrale Open Source Microblogging Software mit viel Potential

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Infrastruktur Messenger Services

Franz und die Kommunikation

Wenn du in dieser wunderbaren Medienwelt arbeitest, benutzt du vermutlich die Messenger Slack, Telegram, Facebook Messenger, Google Hangouts, Facebook WhatsUp und viele andere mehr. Es gibt für jeden dieser Dienste eine App fürs Telefon, eine App für den Desktop und eine Weboberfläche. Wenn dein Telefon neben deinem Arbeitsplatz liegt und jemand ruft dich beispielsweise per Google Hangout an, so klingelt es munter auf allen Geräten.

Wenn man, wie ich, oftmals remote und mit unterschiedlichen Kunden arbeitet, benötigt man schon fast einen eigenen Bildschirm für Messenger und den E-Mail Client um die Übersicht zu behalten. Oft wird ausser der eigentlichen Chatnachricht sicherheitshalber auch eine E-Mail verschickt.

Da ich versuche den App Zoo auf Telefon und Desktop so übersichtlich wie möglich zu halten, nutze ich oft die Weboberflächen der Messenger Dienste. Auf dem Desktop klappt das ganz gut, wenn es hauptsächlich um Nachrichten geht. Auf dem Telefon sind die Apps tiefer im System verzahnt. In Facebook ist es auf dem Telefon scheinbar nicht mehr möglich ohne die Messenger App überhaupt eine Nachricht zu verschicken. Ich kann das aber auch nicht so genau sagen, weil sich die Messenger Apps schnell verändern. Jeder Messenger hat nach einer gewissen Zeit 80% aller Features von Snapchat und Instagram und bietet auch Bots für alles mögliche an. Ich nutze die meisten Messenger, weil ich ansonsten keinen Kontakt zu den anderen Team Mitgliedern habe. Weitere Features machen mir eher Sorge als Freude, will ich doch „nur“ chatten, also eine Textnachricht von A nach B versenden.

Vielen Menschen geht es ähnlich und so tauchte vor einem Jahr Franz auf. Franz ist eine App aus Österreich, benannt nach dem Kaiser von Österreich Franz Joseph I. Franz herrschte über ein sehr großes Gebiet und hatte vermutlich ähnliche Kommunikationsproblemen wie viele von uns heute und so wurde er der Namenspatron der Messenger App.

Was ist Franz?

Franz ist eine Desktop App, über die man sich mit all diesen Diensten verbindet und die unter der Haube eine Art Browser ist.
Franz bündelt also die existierenden Weboberflächen und merkt sich Passworte und Einstellungen. Wenn du Franz installierst, erhältst du eine zentrale Stelle, die mit 34! Messengern Kontakt aufnehmen kann.

Franz Services
Franz Services

Die Einrichtung und Konfiguration ist denkbar einfach. Du suchst dir einfach die einzelnen Services aus und erzeugst dadurch jeweils ein Tab in Franz.

Franz - Desktop App
Franz – Desktop App

Innerhalb des Tabs siehst du die normale Anmeldeseite, wie in einem normalen Browser.

WhatsApp Tab in Franz
WhatsApp Tab in Franz

Einzelne Services können einfach deaktiviert werden und werden dann grau hinterlegt.

Franz - Einstellungen
Franz – Einstellungen

Fazit

Ich benutze Franz seit ein paar Tagen und bin positiv überrascht. Benachrichtigungen werden angezeigt und das Messenger Chaos auf meinem Bildschirm ist deutlich übersichtlicher geworden. Die App selbst lässt sich einfach bedienen.

Mein Wunsch: Wenn Franz nicht nur Websites anzeigen würde, sondern über die jeweilige Messenger API Kontakt aufnehmen könnte, würde er auch auf dem Telefon laufen und das wäre sehr schön!

Links

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