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Mastodon + Pixelfed unter iOS – die charmante Alternative zu Twitter + Instagram

Immer wenn es einen Skandal gibt oder einen Hack, erscheinen Artikel über Alternativen zu den verbreiteten sozialen Netzwerken. Die Alternativen sind meist Free and Open Source Software, interoperabel untereinander, werbefrei, dezentral und damit sogar ethisch vertretbar. Daraufhin wechseln ein paar Personen zu diesen Alternativen, kehren aber oft zähneknirschend zurück, weil … ja, warum eigentlich?

2016 erschien die Mastodon Software als werbefreie Open Source Alternative zu Twitter innerhalb des Fediverse. Fünf Jahre später tummeln sich mehr als 4,000,000 Personen im Fediverse. Der grösste Teil der Nutzer:innen hat ein Mastodon Konto und kann durch die eingebaute Interoperabilität allen Personen, die in anderen Fediverse Projekten wie Pixelfed, Pleroma, PeerTube und Hubzilla, um nur ein paar zu nennen, ein Konto haben, folgen. Auch für WordPress und Drupal gibt es entsprechende Plugins (ActivityPub), um Nutzer:innen folgen zu können.

Das kannst du dir so vorstellen, als wenn man von Twitter aus einer Instagram-, TikTok-, Facebook- oder Snapchat Nutzer:in und deren Posts in einer einzigen, werbefreien, chronologischen Timeline folgen könnte.

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Mobilizon ist eine freie Alternative zu Meetup.com und Facebook

Die Organisation von Veranstaltungen und die Verwaltung von Gruppen werden oft auf geschlossenen Plattformen wie Facebook und meetup.com organisiert. Es ist kostenlos und relativ einfach möglich. Andere Nutzer:innen dieser Plattformen können sich dann bei deiner Veranstaltung anmelden, der Gruppe beitreten und sich austauschen. Wer diese Funktionalität nicht auf einer eigenen Website anbieten kann, freut sich über das kostenlose Angebot. Das ist der positive Teil Nachricht. Die negative Botschaft ist: Die Plattformen sind erlösorientiert, nicht interoperabel und die Nutzer:in „bezahlen“ mit eigenen Daten und den Daten der Teilnehmer:innen. Mittlerweile existieren manche Veranstaltungen nur noch auf diesen proprietären Plattformen und wenn man daran teilnehmen will, muss man sich ein Benutzerkonto erstellen und damit natürlich auch die Geschäftsbedingungen und das Geschäftskonzept an sich akzeptieren.

Eine Alternative zu dieser Vorgehensweise bietet die freie, föderierte Plattform Mobilizon.

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Vom #Aufstieg und der #Macht der #Hashtags

Kategorien gibt es schon lange. Nachrichtenmagazine beispielsweise teilen ihre Artikel in Themenbereiche auf. Politik, Ausland, Sport und Wirtschaft sind solche Themen. Bevor ein Artikel entsteht, wird er einem Themengebiet zugeordnet. Für jedes Themengebiet gibt es meist auch eine Gruppe in der Redaktion und die heisst Ressort. Ein Themengebiet könnte man auch Kategorie nennen und ein Artikel muss kategorisiert werden damit er geschrieben und auch schnell wiedergefunden werden kann. Dieses Kategorie-Prinzip gibt es überall. Bücher werden in Sachgebiete eingeteilt, Lebewesen in Arten und Familien, Aktien in Branchen und vieles andere mehr. Diese Art der Strukturierung ist allgegenwärtig und hilft uns den Überblick zu behalten.

Was aber passiert mit Dingen und Themen, für die es keine Kategorien gibt? Ein Beispiel: Seit ein paar Jahren gibt es viel Interesse an Fahrrädern. Nachrichten über Fahrräder waren aber schwer in klassischen Medien zu organisieren. Es gab dafür kein eigenes Ressort. Es gab nur ein Ressort für Automobile. Die Redaktion dafür bestand aus Personen, die über Autos schrieben. Fahrradthemen erschienen eher in Kategorien wie Hobby oder Familie. Das Fahrradthema wurde aber mit der Zeit immer grösser und so setzte man sich irgendwann in der Redaktion zusammen und erfand die neue Kategorie Mobilität. Jetzt hat man einen Ort für Automobile und Fahrräder und ist wieder auf dem aktuellen Stand. Das Prinzip funktioniert, ist aber sehr mühselig und es dauert vor allem lange in der Durchführung.

Und an genau dieser Stelle setzt die Macht der Hashtags an.

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Pixelfed – das „Instagram“ im Fediverse?

Wenn dich die Überschrift hierher gelockt hat, dann hat der erste Schritt schonmal geklappt.
Worum geht es?
Instagram ist ein werbefinanzierter Onlinedienst zum Teilen von Fotos und Videos, der seit 2012 zu Facebook gehört. Instagram ist eine Mischung aus Microblog und audiovisueller Plattform. Instagram verwertet so ziemlich jedes Fitzelchen an Daten, das es über dich erhaschen kann und die Mutter Facebook versucht damit, ziemlich erfolgreich, Geld zu verdienen. Das ist auch alles ok, du musst es nur wissen. Wenn du ein Instagram Influencer sein willst, der online Produkte und Services an deine Follower verkaufen möchte, so ist Instagram für dich genau die richtige Wahl. Wenn du aber „nur“ Fotos, Stories und Nachrichten mit deinen Followern, die vielleicht sogar deine Freunde sind, teilen möchtest, so solltest du mal einen intensiveren Blick auf das Pixelfed Projekt werfen.

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Oh, WordPress hat ja ein Kommentarsystem! Wie gehe ich denn damit um?

Der heutige Beitrag soll die Kommentarfunktion von WordPress etwas näher beleuchten und ich glaube, es ist es hilfreich, zunächst ein wenig in die Vergangenheit zu schauen. Als die Content Management Systeme WordPress, Joomla und Drupal vor mehr als 15 Jahren entstanden, ermöglichten sie auch „Nicht-Experten“ Inhalte selbst zu publizieren und sehr einfach Feedback über Kommentare einzuholen. Ein “Inhalt“ bestand, wie dieser Artikel hier auch, aus einer Überschrift, einem Inhaltstext und der Möglichkeit für die Leser:innen Kommentare zu hinterlassen. Durch den einfachen Zugang zu dieser technischen Neuerung entstanden weltweit unzählige Blogs und Blog-Plattformen. Viele Personen schrieben über spezielle Themen oder ihr Hobby, es entstand auch eine neue Art von Journalismus, völlig unabhängig von etablierten Medienhäusern. Nach 15 Jahren lässt sich sagen, dass sich dieses einfache Prinzip des Publizierens in technischer Hinsicht auch in den klassischen Medien weitgehend durchgesetzt hat.

Das System WordPress ist bis heute das Mittel der Wahl, wenn du ein Blog betreiben willst. Nicht umsonst versteht sich WordPress als Nachfolger der Druckmaschine (Printing Press).

Was sich in den letzten Jahren jedoch sehr verändert hat, ist der Umgang mit den Kommentaren, also der sozialen Komponente des Publizierens.