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#neuhier – von Plattformen und Hypertexten

Dies ist ein linearer Text. Lies ihn bitte von Anfang bis Ende durch.

Hyperlinks oder Weblinks machen es prinzipiell möglich alle Inhalte im World Wide Web zu verknüpfen. So ein Hyperlink stellt einen Querverweis zu einem anderen elektronischen Dokument dar.

Durch Hyperlinks verbundene Texte nennt man Hypertext. Normalerweise hätte ich das Wort Hypertext jetzt mit dem entsprechenden Wikipedia Eintrag verlinkt, aber ich verzichte mal darauf und schreibe den Link an das Ende dieses Blog Posts

Hypertexte werden nicht dafür geschrieben um von Anfang bis Ende in der veröffentlichten Reihenfolge gelesen zu werden. Sie unterscheiden sich damit erheblich von Buchtexten. Ein Buchtext wird normalerweise sequentiell von Anfang bis Ende gelesen.

Wenn du diese Zeilen in der Übersichtsseite des Blogs siehst, dann kommt nun ein „Weiterlesen“ Link, weil du dich ja entscheiden musst, ob das Thema so interessant für dich ist, so dass du nun auf diesem Link klickst und den Rest des Artikels liest. Mach mal … 🙂

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Was ist eine Webmention und wie nutze ich sie in WordPress?

Gerade im World Wide Web ist die Verlinkung von Inhalten eines der stärksten Features. Auch heute noch ist bei Suchmaschinen die Menge an Links, die auf eine Website zeigen einer der wichtigsten Parameter, der darüber Auskunft gibt, wie beliebt diese Website ist.

Wenn du einen Link auf eine andere Website setzt, erfährt die andere Seite, also da, wo der Link hinführt, leider im Normalfall nichts davon.

Das W3C hat sich der Sache angenommen und im Jahr 2017 ein Protokoll, namens Webmention erstellt. Webmention ist eine Möglichkeit, jede URL automatisch zu benachrichtigen, wenn ein Link zu ihr auf einer Website gesetzt ist. Aus der Sicht der empfangenden Website ist es eine Möglichkeit, eine Benachrichtigung zu erhalten, wenn andere Websites auf sie verlinken.

Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach, sehr praktisch und wird in Social Media Systemen gern genutzt. In vielen Kurznachrichten- und Messenger-Systemen gibt es die Möglichkeit dem Namen einer Person das @-Zeichen voranzustellen und damit die Person zu „erwähnen“ (erwähnen = engl. to mention). Die erwähnte Person erhält dann einen Hinweis im entsprechenden System, dass deren Name erwähnt wurde und einen Link um sie die „Erwähnung“ anzusehen.

So eine „Mention“ ist also eine Benachrichtigung, wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt. Eine „Webmention“ bezieht sich dann genauer auf Ereignisse im World Wide Web, wie beispielsweise das Erwähnen einer URL (Link), eine Aktualisierung eines Inhalts oder auch ein „Like“.

Das WordPress Webmention Plugin von Matthias Pfefferle bietet die Basis für diese Funktionalität.

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Mastodon + Pixelfed unter iOS – die charmante Alternative zu Twitter + Instagram

Immer wenn es einen Skandal gibt oder einen Hack, erscheinen Artikel über Alternativen zu den verbreiteten sozialen Netzwerken. Die Alternativen sind meist Free and Open Source Software, interoperabel untereinander, werbefrei, dezentral und damit sogar ethisch vertretbar. Daraufhin wechseln ein paar Personen zu diesen Alternativen, kehren aber oft zähneknirschend zurück, weil … ja, warum eigentlich?

2016 erschien die Mastodon Software als werbefreie Open Source Alternative zu Twitter innerhalb des Fediverse. Fünf Jahre später tummeln sich mehr als 4,000,000 Personen im Fediverse. Der grösste Teil der Nutzer:innen hat ein Mastodon Konto und kann durch die eingebaute Interoperabilität allen Personen, die in anderen Fediverse Projekten wie Pixelfed, Pleroma, PeerTube und Hubzilla, um nur ein paar zu nennen, ein Konto haben, folgen. Auch für WordPress und Drupal gibt es entsprechende Plugins (ActivityPub), um Nutzer:innen folgen zu können.

Das kannst du dir so vorstellen, als wenn man von Twitter aus einer Instagram-, TikTok-, Facebook- oder Snapchat Nutzer:in und deren Posts in einer einzigen, werbefreien, chronologischen Timeline folgen könnte.

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Soziales Content Management mit Hubzilla

Mit Facebook ist es ja so eine Sache. Auf der einen Seite bietet Facebook kostenlose Services, als da wären das eigene Profil (sozialer Graph), die Möglichkeit sich mit anderen Personen zu verbinden und deren Kontaktdaten einzusehen (Freunde, Follower), Texte, Fotos und Videos zu speichern und weiter zu geben, ein Berechtigungssystem für diese Inhalte, Eventseiten und Gruppen. Alle diese Features sind schnell, skalierbar und recht zuverlässig, werden von Milliarden Benutzern genutzt und stehen auch auf jedem Telefon als App zur Verfügung. Soweit die positive Seite.

Auf der negativen Seite finden sich Werbeanzeigen, algorithmische Timelines und sogenannte Tracker, die jeden deiner Schritte in Facebook protokollieren. Facebook ist ein geschlossenes und zentralisiertes, Closed Source Ökosystem. Du kannst deine Daten nicht zu anderen Plattformen migrieren, da Facebook kein Austauschformat unterstützt. Du darfst auch nicht alles posten, was du willst. Weibliche Brustwarzen gehen beispielsweise gar nicht, auch nicht bei Kunstwerken. ALLE Daten werden von Facebook eingesehen, ausgewertet und vor allem für alle möglichen Zwecke verwertet.

So nach und nach haben immer mehr Nutzer ein ungutes Gefühl im Zusammenhang mit Facebook und suchen nach Alternativen. Nun gibt es das zarte Pflänzchen Fediverse als dezentrale Alternative und im letzten Jahr erlebte Mastodon einen echten Boom. Mastodon ist allerdings eher eine Alternative zu Twitter, nicht aber zu Facebook. In diesem Post möchte ich daher Hubzilla vorstellen.

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OStatus, Fediverse, ActivityPub

Es ist mal wieder soweit. Die Benutzer von Twitter suchen aus unterschiedlichen Gründen Alternativen.
Hier im Blog hatte ich ja bereits einige vorgestellt (Friendica, GnuSocial, Mastodon und ein paar andere mehr).
Das Mastodon Projekt hat sich in letzter Zeit weiterentwickelt und daher wechseln viele Benutzer von Twitter zu Mastodon oder probieren es aus. Der ursprüngliche Plan für diesen Blog Post war der Wunsch mehrerer Leser eine Beschreibung zu erhalten, wie man eine eigene Mastodon Instanz erstellt. Beim Installieren entdeckte ich allerdings viel mehr.