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Automatisierung Content Management Systeme Site Builder

Drupal mit Composer oder mit Ludwig?

Das Major Update von Drupal 7 auf Drupal 8 (heute 9), vor mittlerweile sechs Jahren führte zu einer Segmentierung, um nicht zu sagen Spaltung der Drupal Community.

Bis zu dieser Zeit war Drupal ein sehr beliebtes Projekt bei Site-Buildern, die Drupal als No-Code Plattform nutzten und in kürzester Zeit beeindruckende und kostengünstige Websites nur durch Konfigurationen auf der Benutzeroberfläche realisieren konnten. Viele grosse Firmen wurden auf die Drupal Rockstars und die „One man armies“ im Theming-Bereich aufmerksam und stellten auch sehr grosse, mehrsprachige Websites auf Drupal um. Damals waren die Versionen Drupal 6 und 7 aktuell und die Art und Weise, wie diese Sites konfiguriert wurden, führte bei vielen Projekten durch ganz unterschiedliche Gründe längerfristig zu Performance- und Wartungsproblemen.

Drupal 8 war, verglichen mit Drupal 7, technisch besser durchdacht und bot „klassischen“ Software-Entwicklern Möglichkeiten, einen Grossteil der UI-Konfiguriererei zu vermeiden. Konfigurationsänderungen konnten als YAML-Dateien geschrieben und als Code ausserhalb der Datenbank in Versionskontrollsystemen verwaltet werden. Diese Vorgehensweise (Composer, Drush, Git) wurde in den letzten sechs Jahren verfeinert und ist auch heute die empfohlenen Vorgehensweise bei einem Drupal Projekt.

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Content Management Systeme Shared Hosting

Konfigurations-Management am Beispiel Drupal

Wer eine Website über längere Zeit betreibt, muss an dieser Website oft Änderungen und Erweiterungen vornehmen. Das gilt insbesondere für Content Management Systeme wie WordPress, Drupal und Joomla.

Die Zielgruppen dieser Systeme sind durchaus unterschiedlich. Einerseits werden sie gern von Anwendern genutzt, die die individuelle Konfiguration der Website über die Benutzeroberfläche im Browser vornehmen und nur im Notfall selbst programmieren wollen.

Andererseits werden diese Systeme auch von Web-Agenturen als Basis für Kunden-Projekte genutzt. In diesem Fall werden, neben den Konfigurationsänderungen, oft individuell programmierte Features für die Kunden der Agentur erstellt die nach dem Launch der Website supported werden müssen.

In den meisten Fällen einigt man sich zwischen Agentur und Kunde auf eine Umgebung mit einer produktiven Live-Site und mindestens einer oder auch mehreren Test-, Staging- und Entwicklungs-Websites. Auch für die kleinste Website bietet es Vorteile wenn nicht „live“ konfiguriert wird. Die Änderungen können „in Ruhe“ in einer Test-Umgebung gemacht werden und bei Gefallen in die Live-Site übertragen werden. Die „Übertragung“ ist allerdings gar nicht so einfach zu realisieren, weil die Änderungen oft viele „Kleinigkeiten“ umfassen und im schlimmsten Fall auf der Live-Site manuell nachvollzogen werden müssen. Je mehr Personen an der Entwicklung der Website arbeiten, umso wichtiger sind klare Vereinbarungen, wer an welcher Stelle und zu welcher Zeit etwas ändern darf.

Programmcode für zusätzliche Plugins, Erweiterungen, Module, Themes und Templates lässt sich gut in Versionskontrollsystemen wie Git verwalten, wie aber geht man mit Konfigurationseinstellungen um? Ich denke da an die Positionierung von Blöcken, Menüpunkte, Einstellungen in Themes, der Name der Website, die Datumsformate und vieles andere mehr.

Konfigurationen werden in LAMP-basierten Systemen gern in der Datenbank verwaltet und sind daher nicht mit gängigen Mitteln wie Git versionierbar.

In diesem Blog-Post zeige ich den Ansatz, den Drupal bei der Verwaltung von Konfigurationen verfolgt.

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Allgemein Content Management Systeme Marketing

Download gegen E-Mail Adresse. So geht es in WordPress, Joomla und Drupal

E-Mail Marketing gilt als effektiv, wenn man es „ordentlich“ betreibt. Ordentlich ist in diesem Zusammenhang ganz einfach zu verstehen. Nerve die Menschen nicht mit deinen E-Mails und frage gefälligst vorher (!), ob du ihnen etwas zusenden darfst.

Wie aber kommt man den nun an diese interessierten Personen, denen man E-Mails mit seinen wunderbare Ideen schicken darf und die vielleicht zufriedene Kundinnen und Kunden werden?

Eine sehr gebräuchliche und für beide Seiten durchaus faire Methode ist das Anbieten einer Datei zum Download. Das kann beispielsweise ein eBook, eine PDF Datei, ein Bild, ein Musikstück, oder ein Video sein. Wer die Datei laden will, muss seine E-Mail und sein Einverständnis für die gewünschte Nutzung der E-Mail hinterlassen. Die Datei muss natürlich einen gewissen Wert für die Person, die sie herunterladen soll, haben und dieser Wert wird mit den eigenen Daten bezahlt.

Das Charmante an dieser Methode ist die Ausschaltung der Mittelsmänner. E-Mail Adressen werden nicht irgendwo gekauft oder auf dunklen Wegen „besorgt“ sondern man baut sich seinen „E-Mail Stamm“ selbst auf und entwickelt daraus Kunden.

Wie aber setzt man diese Download-Idee ganz praktisch um?

Für die drei weit verbreiteten System WordPress, Joomla und Drupal werde ich jeweils eine Variante beschreiben.

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Content Management Systeme Infrastruktur seafolly.ch Shared Hosting Webdesign

Ein leistungsfähiger Newsletter mit Drupal (ganz einfach :) )

Newsletter haben in den letzten Jahren eine Renaissance erfahren. Sie sind nach wie vor ein sehr effektives Marketing Tool um Kontakt zu Kunden zu halten, neue Kunden zu gewinnen und langfristiges Vertrauen aufzubauen. Immer mehr Dienstleister bieten daher „Newsletter as a Service“ an. Das Abonnement eines Newsletters erfolgt durch ein Formular auf der eigenen Website. Der entsprechende Service wird oft mit einem CMS wie WordPress, Joomla oder Drupal per Plugin, Erweiterung oder Modul verbunden. Die Daten landen allerdings bei dem entsprechenden Service-Provider und es können, je nach Grösse des Newsletters auch durchaus erhebliche Kosten beim Versand entstehen.

Nun hat man es bei Newslettern mit E-Mail Adressen von Kunden zu tun und mit solch sensiblen Daten sollte man vorsichtig umgehen. Deswegen ist es in manchen Fällen notwendig, den Newsletter selbst zu hosten. Wer mit diesem Gedanken spielt, sollte einen Blick auf Drupal in Kombination mit dem Modul Simplenews werfen.

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Infrastruktur Soziale Netze

Vom #Aufstieg und der #Macht der #Hashtags

Kategorien gibt es schon lange. Nachrichtenmagazine beispielsweise teilen ihre Artikel in Themenbereiche auf. Politik, Ausland, Sport und Wirtschaft sind solche Themen. Bevor ein Artikel entsteht, wird er einem Themengebiet zugeordnet. Für jedes Themengebiet gibt es meist auch eine Gruppe in der Redaktion und die heisst Ressort. Ein Themengebiet könnte man auch Kategorie nennen und ein Artikel muss kategorisiert werden damit er geschrieben und auch schnell wiedergefunden werden kann. Dieses Kategorie-Prinzip gibt es überall. Bücher werden in Sachgebiete eingeteilt, Lebewesen in Arten und Familien, Aktien in Branchen und vieles andere mehr. Diese Art der Strukturierung ist allgegenwärtig und hilft uns den Überblick zu behalten.

Was aber passiert mit Dingen und Themen, für die es keine Kategorien gibt? Ein Beispiel: Seit ein paar Jahren gibt es viel Interesse an Fahrrädern. Nachrichten über Fahrräder waren aber schwer in klassischen Medien zu organisieren. Es gab dafür kein eigenes Ressort. Es gab nur ein Ressort für Automobile. Die Redaktion dafür bestand aus Personen, die über Autos schrieben. Fahrradthemen erschienen eher in Kategorien wie Hobby oder Familie. Das Fahrradthema wurde aber mit der Zeit immer grösser und so setzte man sich irgendwann in der Redaktion zusammen und erfand die neue Kategorie Mobilität. Jetzt hat man einen Ort für Automobile und Fahrräder und ist wieder auf dem aktuellen Stand. Das Prinzip funktioniert, ist aber sehr mühselig und es dauert vor allem lange in der Durchführung.

Und an genau dieser Stelle setzt die Macht der Hashtags an.