Kategorien
Webdesign

WordPress Beiträge optimieren

Das neue Blog ist installiert, die ersten Beiträge (Artikel) hast du geschrieben. Mit dem WordPress Editor kommst du gut klar und in der Einzelansicht eines Beitrags sieht auch alles schon ganz schick aus.

Ausser dem Inhalt enthält ein WordPress Beitrag auch Metadaten wie den Namen des Autors, das Datum der Veröffentlichung und viele andere mehr. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten ihn zu veröffentlichen oder sogar mit einem Passwort zu schützen.

In diesem Beitrag will ich dir zeigen, was wichtig, ist um deinen Beitrag zu optimieren!

Kategorien
Content Management Systeme Infrastruktur

Viel Zeit, viele Themen und Iron Blogging

In der letzten Woche habe ich mit wirklich vielen Menschen über Blogging gesprochen. Das Feedback zum Artikel Starte (d)ein Blog – heute! war unerwartet zahlreich und durchgehend positiv.

Wie angekündigt, habe ich hier im Novatrend Blog eine Blogroll in der Seitenleiste erstellt. Ich habe ein Plugin für eine RSS Blogroll gefunden, die nicht die Links zu den einzelnen Blogs anzeigt, sondern die letzten Artikel der verlinkten Blogs. Neben dem Titel eines jedes Blog Posts steht der Name des Autor und das Datum, pro Blog sind maximal vier Einträge gelistet.

  • Wenn du dort auch erscheinen willst, schreibe bitte unter dem Starte (d)ein Blog – heute! Artikel die URL deines Blogs als Kommentar.
  • Falls du ein noch besseres Plugin kennst, schreibe bitte ebenfalls einen Kommentar.

Feedback

Vielen Bloggern sprach ich mit dem Artikel aus der Seele, viele „noch nicht“ Blogger gaben mir grundsätzlich recht, aber … die drei häufigsten Sätze, warum sie nicht bloggen, waren:

Ich habe keine Zeit!
Worüber soll ich denn schreiben?
Das halte ich nicht durch!

Interessanterweise kam sehr selten

Ich kann das nicht!
Ich will das nicht!
Ich bin mit der Technik überfordert!

Alle, wirklich alle Menschen, mit denen ich geredet haben, finden bloggen irgendwie gut, würden prinzipiell auch gern bloggen wollen und haben keine Angst vor der Technik! Gerade der letzte Punkt freut mich doch sehr. Vor 10 Jahren war es noch eine Herausforderung ein eigenes Blog auf seinem eigenen Webspace zu betreiben. Heute geht das alles sehr „fluffig“.

Jetzt sage ich mal ein paar Worte zu den drei Gründen, kein Blog zu schreiben.

Ich habe keine Zeit!

Da ich keine aussagefähigen Zahlen über die Schweiz gefunden habe, hier mal ein Blick nach Deutschland (Durchschnittliche tägliche Nutzungsdauer ausgewählter Medien in Deutschland in den Jahren 2014 und 2015. Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/165834/umfrage/taegliche-nutzungsdauer-von-medien-in-deutschland/).

Hier die Zahlen für 2015

  • TV – 259 Minuten
  • Radio – 115 Minuten
  • Internet – 53 Minuten
  • Games – 35 Minuten
  • Buch – 28 Minuten
  • Print – 31 Minuten
  • Sonstige – 33 Minuten

Das sind 9 Stunden und 14 Minuten – täglich!

Ich wiederhole:

9 Stunden und 14 Minuten …

Selbst, wenn du nun ein paar von diesen Dingen parallel machen kannst, Umfragen so eine Sache sind und in der Schweiz eh alles anders ist – so wie es aussieht hast du Zeit ein Blog zu betreiben, du müßtest deine Zeit nur anders verbringen 😉

Worüber soll ich denn schreiben?

Denke mal an deine letzten sieben Tage.

  • Was war das Beste, das Interessanteste, das Schönste, das Bewegendste, das Lustigste, das Traurigste, das Schrecklichste?
  • Was hat dich geärgert, was gefreut?
  • Hast du mit anderen Menschen gesprochen? Worüber?
  • Hast du etwas gelernt oder anderen etwas beigebracht?
  • Hast du etwas gekauft oder verkauft?
  • Hast du eine gute Tat vollbracht?
  • Hast du einen Ausflug gemacht? Wo warst du? Wie ist es da?

Nimm einfach eins dieser Themen und schreibe darüber.
Wenn du erst mal angefangen hast, kommen dir bestimmt noch viele andere Ideen.

Das halte ich nicht durch!

Den Satz lasse ich gelten, ich hatte auch Probleme damit, regelmässig etwas zu bloggen. Das ist so ein wenig wie Sport treiben oder Gewicht abnehmen. Oft ist es leichter wenn andere dabei mitmachen.

Genau das ist die Idee von Iron Blogging.

Jeder Teilnehmer bloggt mindestens einmal die Woche. Wenn kein Blogpost geschrieben wird, wirft er oder Sie eine gewisse Menge Geld, beispielsweise 5 CHF/Euro/US$, in eine gemeinsame Kasse. Wenn etwas Geld in der Kasse ist, treffen sich alle Blogger und verspeisen und vertrinken die Kasse.

In Deutschland ist die Iron Blogger Zentrale unter http://ironblogger.de erreichbar. Thomas Renger legt gern lokale Subdomains an, beispielweise http://stuttgart.ironblogger.de. Die Seiten werden automatisiert aktualisiert, so dass es keinen Pflegeaufwand für die Teilnehmer gibt.

Vor drei Jahren wurde die Iron Blogging Idee auf der re:publica vorgestellt. Stilecht ging es in erster Linie um Blogs und Bier 🙂

re:publica 2013: Blogs und Bier? Das lob‘ ich mir!

Und in der Schweiz?

In der Schweiz gibt es auch Iron Blogger (http://ironblogger.ch). Leider ist die Seite aber leer und der Text

Die Ironblogger Schweiz pausieren.

erscheint. Vielleicht können wir das ja wiederbeleben 🙂

Und wenn man nicht lokal zusammen ist?

Das Problem hatte ich neulich. Seit 25.05.2015 bin ich Mitglied der Iron Blogger Gruppe Rhein-Neckar. Ich wurde auf die Idee durch Tweets über eine Session bei einem BarCamp aufmerksam und wollte mitmachen, obwohl ich keinen Bezug zum Rhein-Neckar Gebiet habe. Nach einem Jahr war ich der einzige verbliebene Teilnehmer der Gruppe und überlegte, wie es weitergeht. Bei einem Besuch in Uganda (#CMSSUMMIT16, Kampala, Uganda) lernte ich viele WordPress Nutzer kennen und startete zusammen mit ein paar Freunden eine eigene Iron Blogger Gruppe die für jeden offen ist, unabhängig vom Wohnort. Vom Erlös wollen wir sinnvolle Projekte fördern. Wer Schulden macht, kann sie durch „Gute Taten und darüber bloggen“ wieder reduzieren. Thomas Renger half mir bei der Einrichtung der Site. Die Scripte zum Aktualisieren sind auf Github verfügbar. Das ist beispielsweise die Version, die in Stuttgart läuft (https://github.com/steinhobelgruen/iron-blogger).

Du kannst dich also einer bestehende Iron Blogger Gruppe anschliessen, oder eine neue Iron Blogger Gruppe gründen!

Technik

An dieser Stelle kommt nun auch noch Webhosting bei Novatrend ins Spiel (was für ein Blog Post 🙂 ), denn die Scripte sind in Python geschrieben und man benötigt eine selbst gehostete WordPress Installation. Einmal pro Woche wird per Cron-Job eine Zusammenfassung der Iron Blogger Posts über die XML-RPC Schnittstelle der WordPress Installation gepostet und ich war natürlich neugierig, wie das alles so funktioniert.

Auf ibcoco.net läuft es momentan so, dass:

  • alle Teilnehmerblogs zusätzlich per Feed eingelesen werden und dann auf den Original Eintrag verlinken,
  • wenn jemand etwas auf seinem eigenen Blog veröffentlich, tweeted der ibcoco Twitter den Titel des Posts, die URL zum Quellblog und den Hastag #ibcoco,
  • am Montag morgen läuft das Python Script, das die Zusammenfassung erstellt und die Kasse aktualisiert,
  • alle Teilnehmer sind für den Anfang in einem gemeinsamen Facebook Chat und auch per Twitter vernetzt.

Was soll ich sagen? Wir sind sechs Leute, die seit ein paar Wochen bloggen. Es macht Spass und 5 Euro für eine gute Sache haben wir auch schon gesammelt 🙂

Fazit

Du hast Zeit für ein Blog, dir fallen ständig neue Themen ein und damit du durchhältst, gibt es Iron Blogger, die nur zu gern gemeinsam mit dir bloggen. Worauf wartest du?


tl;dr: Iron Blogger bloggen mindestens einmal die Woche und tun auch sonst gute Dinge

Kategorien
Content Management Systeme

Ein Blog mit Ghost und Node.js

Ghost ist eine minimalistisch aufgebautete Blogging-Plattform. Gestartet wurde das Projekt auf Kickstarter von John O’Nolan, der einfach nur eine wirklich einfache Blogging-Plattform haben wollte.

Das besondere an Ghost ist, das es in JavaScript mit Hilfe des Frameworks Node.js geschrieben wurde. Mit Hilfe von Node.js lassen sich hochperformante, skalierbare und echtzeitfähige Webanwendungen entwickeln. Node.js funktioniert dabei auch als Webserver. Da wir bereits einen Webserver auf Port 80 laufen haben (Apache2), müssen wir einen Weg finden, Apache2 und die Node.js Plattform parallel auf unserem Root-Server zu betreiben.

Wenn Sie noch unsicher sind, ob Sie Ghost wirklich benötigen, dann schauen Sie sich einfach zu Motivationszwecken einfach mal den Kickstarter Film aus 2013 an. Und denken Sie daran, dass es den klassischen LAMP Stack nun auch schon fast 20 Jahre gibt 🙂

Wenn Sie jetzt überzeugt sind :), dann lassen Sie uns starten. Zuerst müssen wir die Node.js Plattform installieren, dann das Ghost Blog, dann die Weiterleitung durch den Apache 2 und zu guter Letzt die permante.

Node.js auf Ubuntu 14.04. installieren

Da Node.js ein recht junges Projekt ist (Start in 2009), gibt es natürlich viele Änderungen und Anpassungen. In den Ubuntu 14.04 repositories ist die Version 0.10.25 enthalten. Diese Version ist zwar nicht die Neueste, aber recht stabil und vor allem ausreichend, um die Ghost Blogging Plattform zu installieren.

sudo apt-get update
sudo apt-get install nodejs

Das Paket nodejs stellt nur die absolute Basis Funktionalität bereit. Daher benötigt man noch den separaten Erweiterungsmanager Node.js package manager (npm).

sudo apt-get install npm

Normalerweise heisst Node.js auf der Kommandoebene node. In Ubuntu 14.04. heisst es nodejs. Die beiden folgenden Befehlen zeigen die Versionsnummern an und sollten nach der Installation ausgeführt werden um sicher zu gehen, dass alles geklappt hat.

novatrend@server1:~$ nodejs -v
v0.10.25
novatrend@server1:~$ npm -v
1.3.10

Die Sache mit dem Namen!

In der Ubuntu Version 14.04. heisst das Paket für Node.js nodejs. Das klingt zunächst mal logisch. Innerhaln des npm wird allerdings immer der Befehl node benutzt, so dass es hin und wieder Problem gibt. Dieser wunderbare Befehl (den ich ziemlich lange gesucht habe), löst das Problem.

sudo update-alternatives --install /usr/bin/node node /usr/bin/nodejs 10

Ghost installieren

Als erstes muss das Installationverzeichnis angelegt werden. Ich installiere in /var/www/ghost.serverblogger.ch/.

sudo mkdir -p /var/www/ghost.serverblogger.ch/

Dann ins Installationsverzeichnis wechseln

cd /var/www/ghost.serverblogger.ch

und den Quellcode herunterladen

sudo curl -L https://ghost.org/zip/ghost-latest.zip -o ghost.zip

Auspacken

unzip -uo ghost.zip -d ghost

und ins das gerade erzeugte Verzeichnis ghost wechseln

cd ghost

Zur eigentlichen Installation wird der Packet Manager genutzt

sudo npm install --production

Nach der Installation können Sie den Server mit

sudo npm start

starten. Ghost läuft nun auf Port 2368 auf Ihrem Root-Server

Apache und Ghost

Um das Blog auch sehen zu können und alles über Port 80 zu routen, müssen Sie den Default vhost des Apache2 Webservers umkonfigurieren und ein Proxymodul installieren.

Öffnen Sie die Ghost Konfigurationsdatei

sudo nano /var/www/ghost.serverblogger.ch/ghost/config.js

Ändern Sie alle 127.0.01 Einträge in die echte IP Adresse und die URL. In meinem Fall ist das 46.232.178.78 und ghost.serverblogger.ch

Öffnen Sie die Apache2 Standard Vitualhost Konfigurationsdatei

sudo nano /etc/apache2/sites-available/000-default.conf

fügen diese drei Zeilen hinzu und kommentieren das DocumentRoot aus

#DocumentRoot /var/www/html
ServerName ghost.serverblogger.ch
ProxyPreserveHost On
ProxyPass / http://46.232.178.78:2368/

Laden Sie das Apache Proy Modul

sudo a2enmod proxy_http
sudo a2enmod proxy

und starten den Apache2 Server neu

sudo service apache2 restart

Wechseln Sie nun in das Ghost Installationverzeichnis

cd /var/ghost.serverblogger.ch/html/ghost

und starten npm neu

sudo npm start

Ihr Blog ist nun unter http://ghost.serverblogger.ch erreichbar. IhrBenutzerkonto können Sie unter http://ghost.serverblogger.ch/ghost einrichten

Ghost User anlegen
Ghost User anlegen

Administrationsbereich
Administrationsbereich

Die Benutzeroberfläche ist wirklich schick!
Mein Blog
Mein Blog

Zu guter letzt müssen Sie noch dafür sorgen, das Ghost permanent auf Ihrem Root-Server läuft. Schliessen Sie die Anwendung mit Ctrl-C und führen Sie die folgenden Befehle aus:

sudo npm install forever -g
cd /var/www/ghost.serverblogger.ch/ghost
sudo forever start index.js

Das Beenden des Blog ist emotional etwas kritisch 😉 Sie müssen Ihr Blog töten, da es ja „forever“ läuft. Mit dem Befehl

ps axl | grep node

finden Sie es den entsprechenden Prozess … und mit der User root darf es töten!

novatrend@server1:/var/www/ghost.serverblogger.ch/ghost$ ps axl | grep node
0     0  8162     1  20   0 671656 23016 ep_pol Ssl  ?          0:00 /usr/bin/nodejs /usr/local/lib/node_modules/forever/bin/monitor index.js
0     0  8164  8162  20   0 1005368 87748 ep_pol Sl  ?          0:01 /usr/bin/nodejs /var/www/ghost.serverblogger.ch/ghost/index.js
0  1000  8176  7574  20   0  11732   688 pipe_w S+   pts/0      0:00 grep --color=auto node
novatrend@server1:/var/www/ghost.serverblogger.ch/ghost$ kill -9 8162
-bash: kill: (8162) - Operation not permitted
novatrend@server1:/var/www/ghost.serverblogger.ch/ghost$ sudo kill -9 8162

Hinweis: Stellen Sie sich darauf ein, dass wirklich jeder, dem Sie ihr Ghost-Blog zeigen, ebenfalls eins haben möchte!


tl:dr Es gibt schönere Blogging-Plattformen als WordPress. Sie werden Ghost haben wollen 😉