Kategorien
Content Management Systeme Frameworks Infrastruktur Shared Hosting Site Builder Tools Webdesign

Website Design im Browser untersuchen und testen

Wenn du eine Website erstellst oder veränderst, hast du es entweder mit einem Baukastensystem oder einer komplett individuell erstellten Lösung zu tun. Ein Baukastensystem kann ein Content Management System wie WordPress und Joomla sein, oft mit Datenbankanbindung und Benutzerverwaltung, oder ein Web Framework wie Bootstrap.
Wikipedia listet eine Menge dieser Systeme auf:

Alle Baukästensysteme und Frameworks, die zur Erstellung von Websites genutzt werden, erzeugen letztendlich HTML, CSS und JavaScript, das dann an den Browser des Benutzers gesendet und dort zu einer Website gerendert wird.

Bei der Erstellung und dem Design einer Website geht es immer um diese drei Techniken. Bei der Performance einer Website geht es immer um die Ladezeiten dieser Dateien und der darin dargestellten Bilder und Videos.

Darüber hinaus gibt es dutzende Faktoren, die ebenfalls mit Design und Performance zu tun haben. Die wirklich wichtigen Faktoren sind allerdings auch hier HTML, CSS und JavaScript.

Typische Herausforderungen bei der technischen Umsetzung einer Website sind Wünsche wie:

Ich möchte die Überschrift in einer anderen Größe (Schriftart, Farbe) sehen.

Die Abstände zwischen [Boxen, Überschriften, Text, Absätzen] sind zu [groß, klein].

Im Hintergrund soll ein [Bild, Video] erscheinen.

Auf dem [Telefon, Tablet, PC, Beamer] ist die Überschrift zu [groß, klein].

Der Aufbau der Website ist zu langsam.

Je besser man das Layout und das Design der zukünftigen Website vorbereitet, desto weniger dieser Fragen werden auftauchen.

Während des Aufbaus der Website muss man immer wieder testen, wie dieses oder jenes im Browser aussieht. Alle Browser bringen daher eine Möglichkeit zur Untersuchung der Website mit. In Mozilla Firefox und Google Chrome ist dieser Seiteninspektor mit einem Rechtsklick aufrufbar. Wenn ich beispielsweise etwas über die Überschrift wissen will, so markiere ich sie, klicke mit der rechte Maustaste und wähle den Menüpunkt Untersuchen (Google Chrome), bzw. Element untersuchen (Mozilla Firefox) aus.

Google Chrome - Untersuchen
Google Chrome – Untersuchen
Firefox - Element untersuchen
Firefox – Element untersuchen

Auch in Apples Safari Browser gibt es einen Seiteninspektor. Du musst allerdings zunächst den entsprechenden Menü-Link in den Safari Einstellungen einschalten.

Safari - Entwicklermenu einschalten
Safari – Entwicklermenu einschalten

Danach erscheint nach einem Rechtsklick auf die Überschrift der Link Element-Informationen.

Safari - Element Informationen
Safari – Element-Informationen

Seiteninspektoren

Die eigentlichen Informationen sind in allen Browser ähnlich. Als Beispiel zeige ich den Google Chrome Inspektor, da er mir am besten gefällt. Nach dem Rechtsklick auf durchsuchen erscheint ein dreigeteilter Bereich. Da du auswählen kannst, ob horizontal oder vertikal geteilt wird, kann es sein, dass es bei dir ein wenig anders aussieht. Im meinem Fall erscheint links die Website, in der Mitte der HTML Code und im rechten Bereich der CSS Code.

Chrome - Seiteninspektor
Chrome – Seiteninspektor

Im Website Fenster kannst du das Gerät auswählen, dessen Ausgabe du untersuchen willst. Außerdem kannst du die Auflösung in Pixel angeben und die Skalierung im Browserfenster. Sogar die Ausrichtung in Hoch- oder Querformat ist wählbar.

Chrome - Ausgabegeräte
Chrome – Ausgabegeräte

Im HTML und CSS können live Änderungen vorgenommen werden. Das ist nützlich, wenn man beispielsweise die Wirkung unterschiedlicher HTML Attribute ausprobieren möchte. Manchmal benötigt man nur eine zusätzliche Klasse. In diesem Fall lösche ich die entry-title Klasse und die Größe der Überschrift verändert sich. Wenn du mit Frameworks wie Bootstrap oder gekauften Themes arbeitest, kann das sehr nützlich sein.

HTML - Änderung
HTML – Änderung

Auch CSS lässt sich live verändern. Ich färbe mal die Überschrift rot.

CSS - Änderung
CSS – Änderung

Auf diese Art kannst du viele Dinge auf deiner Website ausprobieren.

Achtung: Alle Änderungen sind natürlich lokal und beim nächsten Reload der Seite wieder verschwunden. Du musst die von dir ausprobierten Änderungen in den entsprechenden CSS Dateien, deren Name und betroffenen Zeilennummer im CSS Fenster angezeigt werden, nachvollziehen.

Außer Änderungen an HTML und CSS kannst du weitere Informationen aus dem Seiteninspektor erhalten. Da die Möglichkeiten wirklich sehr umfassend sind, hier noch ein Video für den Einstieg.

Fazit

Wenn du noch nicht mit einem Seiteninspektor arbeitest, solltest du es sofort ausprobieren. Gerade bei komplexeren Problemen wie Menüstrukturen ist es oft kaum möglich, die Stelle, an der man etwas ändern möchte, zu finden.


tl;dr: Ein Seiteninspektor ist wirklich hilfreich um die Strukturen einer Website zu verstehen und zu verändern.

#ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 4637px; left: 50px;">Save

Kategorien
Allgemein Content Management Systeme Datenbanken Infrastruktur Shared Hosting Tools Wunschthema

Dateien und Datenbanken

Auf den Artikel Datenrettung – komfortabel, sicher und kostenlos! in der letzten Woche gab es viele positive Kommentare. Positive Kommentare freuen uns, zeigen sie doch, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Interessant als Feedback sind aber auch die eher negativen Kommentare. Schliesslich erfahren wir auf diese Art und Weise, woran wir vielleicht gar nicht gedacht hat. Hier ein Beispiel von Fabian:

Ein vorbildlicher Service! Habe ich das aber richtig gelesen. Ich verliere damit „die schnelle Sicherung“ vor einem Update und kann das auch nicht mehr automatisiert (bequem) im cpanel machen? Und die super mega coole Clone-Möglichkeit einer WP Umgebung im Installatron geht dann auch nicht mehr? Für mich persönlich wäre das ein Rückschritt im Workflow.
Für den „normalen“ Betrieb natürlich eine Verbesserung. Aber man kann es nie allen Recht machen 😉

Ich wollte erst eine Antwort im Kommentar schreiben, dachte dann aber, es wäre besser daraus einen Blogeintrag zu machen.

Dateien und Datenbanken

Backups bestehen normalerweise aus Dateien (Textdateien, Bilddateien, HTML-Dateien, etc). Wenn eine Website, die mit einem Content Management System wie WordPress oder Joomla erstellt ist, gesichert werden soll, muss ausser den Dateien auch die Datenbank gesichert werden. Das hört sich einfach an, ist aber eine Wissenschaft für sich.

Wenn ich beispielsweise eine Bilddatei habe (meinbild.jpg), dann kopiere ich dieses Bild einfach an den gewünschten Ort im Dateisystem und habe ein Backup. Der Restore Prozess besteht ebenfalls aus dem Kopierbefehl.

Wenn ich eine Datenbank benutze, so greife ich auf diese Datenbank mit einem Hostnamen, einem Benutzernamen und einem Passwort über eine wie auch immer gestaltete Programmiersprache zu. Ich kann die Datenbank daher nicht einfach so „kopieren“. Um die Arbeitsweise zu verdeutlichen hier ein kleines Beispiel.

Wenn ich eine Joomla Site betreibe, könnte ich in der Tabelle jos_content mit dem SQL Befehl:

SELECTFROM `jos_content` WHERE `id` = 1

den Inhalt des ersten erstellten Artikels erhalten. Dieser Inhalt wird mir dann in einem Array, einer Liste oder einem Objekt meiner Programmiersprache angeboten. Um den eigentlichen Inhalt zu sehen, muss ich ihn irgendwo ausgeben. Das geht natürlich auf der Website:

Joomla Website
Joomla Website

Das geht aber auch in Programmen wie phpMyAdmin. Da sieht die Ausgabe nicht so schick aus, der Inhalt ist allerdings tatsächlich der Gleiche.

jos_content Tabelle
jos_content Tabelle

So richtig „greifen“, wie eine Bilddatei, lässt sich eine Datenbank daher nicht.  Joomla kann tausende von Artikeln verwalten, wie soll ich die sichern? Du ahnst es vielleicht schon: Ich verwandle die Datenbank in eine Datei. Um das zu machen, benötige ein Werkzeug, ein Programm, eine Programmiersprache … irgendwas, dass es mir erlaubt, auf die Daten in der der Datenbank zuzugreifen.

Der Datenbankserver MySQL bringt das Kommandozeilen Tool mysqldump mit. Mit dem Befehl:

mysqldump -u [uname] -p[pass] db_name > db_backup.sql

kann ich den Inhalt der Datenbank in eine Datei verwandeln.
Mit einem anderen Befehl könnte ich eine einzige Tabelle, wie die jos_content sichern/exportieren.

mysqldump -u [uname] -p[pass] db_name table > table_backup.sql

So prinzipiell geht es um das im- und exportieren von Daten in eine Datenbank hinein oder aus einer Datenbank heraus.

Die .sql Datei, die beim Sichern/Exportieren erzeugt wird, enthält den Befehl diese Tabelle wieder zu erzeugen (CREATE TABLE)

CREATE TABLE `jos_content` (
 `id` int(10) UNSIGNED NOT NULL,
 `asset_id` int(10) UNSIGNED NOT NULL DEFAULT '0' COMMENT 'FK to the jos_assets table.',
 `title` varchar(255) COLLATE utf8_unicode_ci NOT NULL DEFAULT '',

.............. VIEL MEHR ANWEISUNGEN ...........................
 `language` char(7) COLLATE utf8_unicode_ci NOT NULL COMMENT 'The language code for the article.',
 `xreference` varchar(50) COLLATE utf8_unicode_ci NOT NULL COMMENT 'A reference to enable linkages to external data sets.'
) ENGINE=InnoDB DEFAULT CHARSET=utf8 COLLATE=utf8_unicode_ci;

und die Befehle die einzelnen Artikel wieder zu erzeugen (INSERT INTO)

INSERT INTO `jos_content` (`id`, `asset_id`, `title`, `alias`, `introtext`, `fulltext`, `state`, `catid`, `created`, `created_by`, `created_by_alias`, `modified`, `modified_by` ...) VALUES
(1, 61, 'Getting Started', 'getting-started', '<p>It\'s easy to get started creating your website. Knowing some of the basics will help.</p><h3>What is a Content Management System?</h3><p>A content management system is software that allows you to create and manage webpages easily by separating the creation of your content from the mechanics required to present it on the web.</p><p>In this site, the content is stored in a <em>database</em>. The look and feel are created by a <em>template</em>. Joomla! brings together the template and your content to create web pages.</p><h3>Logging in</h3><p>To login to your site use the user name and password that were created as part of the installation process. Once logged-in you will be able to create and edit articles and modify some settings.</p><h3>Creating an article</h3>
.............. VIEL MEHR ANWEISUNGEN ...........................

Nun haben wir die Datenbank als Datei vorliegen, können diese Datei kopieren und wir können die Daten in der Datei in eine andere Datenbank importieren.

Hinweis: Die normalerweise mit einem Passwort geschützten Daten liegen nun übrigens ungeschützt in einer Datei auf einer Festplatte. 

An dieser Stelle wird es interessant, weil diese Funktionen für mehrere Zwecke genutzt werden.

  1. Backup und Restore im Sinne der Sicherung der Daten
  2. Export und Import im Sinne von Umziehen und Kopieren von Daten

Da der mysqldump Befehl natürlich nicht besonders benutzerfreundlich ist und teilweise den Nutzern auch gar nicht zur Verfügung steht, werden Backup Tools (außer zum Backup) auch gern zum Klonen von Websites genutzt. Das funktioniert bei „überschaubaren“ Sites noch ganz gut, bei Sites mit größeren Datenbanken klappt es oft nicht mehr so gut. Die Gründe sind vielfältig.

Nach dieser langen Vorrede möchte ich zum Kern meiner Antwort an Fabian kommen.

phpMyAdmin

Wer mit Datenbanken hantiert, dem ist der Name phpMyAdmin sicher schon mal über den Weg gelaufen. Mit phpMyAdmin lassen sich Datenbanken exportieren (Backup) und importieren (Restore). Musste man früher noch Parameter festlegen, so sind es heutzutage wirklich nur ein paar Mausklicks zum Erfolg.
Im cPanel muss das Icon phpMyAdmin angeklickt werden.

cPanel Datenbanken
cPanel Datenbanken
phpMyAdmin
phpMyAdmin

Auf der linken Seite sehe ich meine Datenbanken. Die seafoll1_jos1 ist die Joomla Datenbank.

Backup einer Datenbank

Um nun diese Datenbank zu sichern, musst du sie mit einem Klick auf den Namen auswählen und auf den Reiter Exportieren klicken.

phpMyAdmin Datenbank Export
phpMyAdmin Datenbank Export

Du kannst alle Einstellungen so lassen, wie sie sind und auf den OK Button klicken. Das Programm phpMyAdmin erzeugt eine .sql Datei und lädt sie auf deinen PC herunter. Das ist das Backup!
Aus Platzgründen kannst du die Datei noch in ein komprimiertes Archiv verwandeln (zippen).

Restore einer Datenbank

Genau so einfach wie das Backup ist der Restore Vorgang. Es liegt nun an dir, welches Szenario du benötigst

  1. vor einem Update soll eine schnelle Sicherung gemacht werden
  2. nach einem Schaden soll ein Restore in der gleichen Datenbank vorgenommen werden
  3. die Site soll „geklont“ werden

Schnelle Sicherung

Wenn du eine schnelle Sicherung vor einem Update benötigst, würde ich die Datenbank gar nicht exportieren, ich würde sie einfach „kopieren“. Das funktioniert komplett auf dem Server und reicht als Notfall für ein fehlgeschlagenes Update aus.

phpMyAdmin - Datenbank kopieren
phpMyAdmin – Datenbank kopieren

Achtung: Wenn das Update ohne Fehler durchgelaufen ist, solltest du die Kopie der Datenbank wieder löschen um Speicherplatz zu sparen.

Restore in der gleichen Datenbank

In diesem Fall müssen die existierenden „schlechten“ Tabellen zunächst gelöscht werden. Dazu musst du im Reiter Struktur alle Tabellen markieren und löschen. Damit wirklich nichts verloren geht, kannst du vorher die „schlechte“ Datenbank unter einem anderen Namen kopieren.

phpMyAdmin - Tabellen löschen
phpMyAdmin – Tabellen löschen

Anschließend klickst du auf den Reiter Importieren, wählst deine .sql Datei des Backups mit den „guten“ Daten aus und klickst auf den OK Button. Alle Daten aus der Datei werden in die Datenbank importiert.

phpMyAdmin - Datenbank importieren
phpMyAdmin – Datenbank importieren

Site soll geklont werden

In diesem Fall muss das .sql Backup der einen Datenbank einfach in die gewünschte andere Datenbank importiert werden.

Fazit

Zunächst einmal vielen Dank an Fabian für den Kommentar. Bei einer kurzen Diskussion über das Thema wurde uns wieder klar, wie komplex die Zusammenhänge bei Datenbanken sein können. Unter anderem um die diese Komplexität zu reduzieren, haben wir das neue System überhaupt eingeführt. Wer wie Fabian (und ich auch) manchmal komplexere Aktionen machen will, dem sei daher phpMyAdmin wärmstens empfohlen.


tl;dr: Wir machen aus einer Datenbank eine Datei 🙂

 

 

#ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 7726px; left: 50px;">Save

Kategorien
Tools Wunschthema

Newsletter und E-Mail Marketing mit phpList

Mit einem Newsletter kannst du einen direkten Kontakt zu deinen Kunden herstellen und pflegen.

Ein Besucher oder Kunde, der seine E-Mail Adresse freiwillig im Formular des Anbieters einträgt, weil er an den Informationen, Dienstleistungen oder Produkten interessiert ist, wird sich über regelmässige E-Mails im Posteingang freuen. Wenn er die Nachrichten nicht mehr haben will, bestellt er sie ab. So einfach ist das.

Anders sieht es aus, wenn der Kunde auf allerlei Wegen dazu gebracht werden soll, den Newsletter zu abonnieren, obwohl er das gar nicht wirklich will oder zumindest noch nicht so richtig darüber nachgedacht hat. Dann fühlt er sich vielleicht gestört und der Newsletter kommt nicht so gut an.

Interessant ist auch, wenn Firmen E-Mail Adressen erwerben oder in der eigenen Firma „finden“, beispielsweise in einem Shop, einem Blog, einer Microsite, dem Ticketsystem, einem Gewinnspiel, einer Community oder anderen Datenbanken, in denen personenbezogene Daten so „liegen“ und diese dann nutzen wollen, um die Besitzer der E-Mail Adresse mit Newslettern zu „bespielen“. Auch hier kann es zu Abwehrreaktionen beim Kunden kommen.

Solange sich der Kunde freundlich angesprochen fühlt und nicht bedrängt wird, funktionieren sogar die beiden letzten Möglichkeiten. Die Rechtmäßigkeit der Verwendung der Daten lasse ich hier bewusst außen vor da dies in unterschiedlichen Ländern unterschiedlich geregelt wird.

Um eine E-Mail zu verschicken, benötigt man grundsätzlich nicht viel. Viele E-Mails zu verschicken kann aufwendiger werden. Der Newsletter muss erstellt, versendet und ausgewertet werden. Daher gibt es zahlreiche Services, die die Dienstleistung „Newsletter versenden“ für mehr oder weniger große Geldbeträge anbieten. Eine gute Übersicht, der kaum etwas hinzuzufügen ist, findet sich hier:
Die wichtigsten deutschen und US-Anbieter fürs E-Mail-MarketingStand 3/2016.

In unserem Blog geht es oft um selbst gehostete Open Source Lösungen und daher möchte ich ein Projekt vorstellen, das es seit 16 Jahren gibt – phpList.

phpList

Das Programm ist dafür gemacht, Newsletter, Presseerklärungen, Marketingschreiben oder einfach Nachrichten an eine Liste von Abonnenten zu schicken. Es ist in PHP geschrieben und benötigt eine MySQL Datenbank.

phpList verfügt über ein Web Interface mit Verwaltungsfunktionen für den „Campaign Manager“ (oder Admin) und für den Abonnenten. Das Abonnement Management funktioniert automatisiert. Wer phpList nicht selbst hosten möchte, kann es auf phplist.com als Service nutzen.

Installation

phpList ist, wie der Name schon vermuten lässt, eine Sammlung von PHP Scripts, die auf einen Webserver geladen und mit einem Webinstaller installiert werden müssen.
Eine ausführliche Beschreibung des Vorgangs hält das phpList Manual bereit – Installing phpList manually.

Als Novatrend Kunde hast du es einfacher und kannst phpList per Installatron installieren.

ACHTUNG: Seit November 2017 benutzen wir das Tool Softaculous. Im Beitrag Automatisierte Installation mit Softaculous beschreibe ich die grundlegenden Vorgehensweisen.

phpList im Installatron
phpList im Installatron

Ich wähle die Subdomain http://lists.seafolly.ch aus, lege den Admin Zugang fest und überlasse dem Installatron die Installation.

Installatron - phpList - Konfiguration
Installatron – phpList – Konfiguration

Unter http://lists.seafolly.ch können sich nun Benutzer in den standardmäßig vorhandenen Newsletter ein- und austragen.

Newsletter abonnieren
Newsletter abonnieren

Nach der Eintragung wird eine E-Mail mit einem Bestätigungslink an die eingetragene E-Mail Adresse verschickt.

Anfrage zur Bestätigung
Anfrage zur Bestätigung

Erst durch einen Klick auf diesen Link abonniert der Benutzer den Newsletter.

Unter http://lists.seafolly.ch/admin kann der Admin die Daten verwalten. Zum Beispiel könnte er die Anmeldeseite so bearbeiten, dass Text und E-Mail auf Deutsch erscheinen (Navigation -> Anmeldeseiten).

Abonnenten Übersicht

Die Abonnenten einer Liste können gefiltert, exportiert, gelöscht und verschoben werden.

Abonnenten Liste
Abonnenten Liste

Newsletter versenden

Nachrichten können in einem fünfstufigen Dialog erstellt werden. Dabei wird zunächst der Inhalt erstellt (Textvorlagen können definiert werden). Danach wird das Format festgelegt (HTML, Text). Im Anschluss wird der Versendezeitpunkt und der gewünschte Empfängerkreis ausgewählt. Während der Bearbeitung können Test Nachrichten an definierte E-Mail Adressen zur Kontrolle versendet werden.

Newsletter erstellen
Newsletter erstellen

Die erstellten Newsletter erscheinen in einer Liste und können jederzeit bearbeitet werden.

Newsletter Liste
Newsletter Liste

Der eigentliche Versand erfolgt zum festgelegten Zeitpunkt. Umfangreiche Statistiken können nach dem Versenden des Newsletters in CSV Dateien exportiert werden. Es gibt eine Statistik Übersicht, die Klicks pro URL, die Klicks pro Nachricht, die Anzahl der geöffneten Nachrichten und Domainstatistiken.

Integration in andere Systeme

Auch wenn ein Link zur Abonnement Seite meines Erachtens ausreicht, besteht doch immer ein Bedarf dem Besucher das Abonnieren eines Newsletters zu erleichtern. Daher kann phpList in andere Systeme integriert werden, zum Beispiel hier:

Links


tl;dr: phpList ist ein vollwertiges Open Source Newsletter- und E-Mail Marketing System. Es ist über Plugins erweiterbar, sehr flexibel und stabil.

#ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 3205px; left: 50px;">Save

#ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Save

Kategorien
Infrastruktur seafolly.ch Shared Hosting Tools Wunschthema

Datenbankverwaltung in einer Datei – Adminer

Heute mal wieder ein Wunschthema!
Ist dir das auch schon passiert? Du willst etwas an der Website eines Kunden oder Bekannten ändern und benötigst kurz Zugriff auf die Datenbank. Für die Verwaltungsoberfläche des Hosters hast du kein Passwort, der Mensch der das Passwort kennt ist gerade nicht erreichbar. Du könntest phpMyAdmin installieren, brauchst aber natürlich gar nicht die ganze Funktionalität. Du könntest auch auf dem Rechner, an dem du sitzt, ein Tool wie Sequel Pro installieren aber du weißt natürlich nicht ob der Datenbankserver des Hosters so konfiguriert ist, dass er von „außerhalb“ des entsprechenden Rechenzentrums überhaupt zugänglich ist. Es soll auch alles nicht so lange dauern …

Vermutlich hat jeder von uns schon mal so eine Situation gehabt und ist dann vom Hundertsten ins Tausendste gekommen bis endlich ein Datenbankzugang hergestellt werden konnte.

Das muss nicht sein, denn für solche Fälle gibt es das Projekt Adminer. Es bietet eine Datenbankverwaltung in einer Datei an, die man mal schnell per FTP auf den entsprechenden Server laden kann. Adminer gibt es für MySQL, PostgreSQL, SQLite, MsSQL, Oracle, Firebird, SimpleDB, Elasticsearch and MongoDB.

Außer der einen Datei gibt es auch ein WordPress Plugin, ein Drupal Modul und viele weitere Integrationen.

Adminer Installation

Nach soviel Vorschusslorbeeren will ich die Installation und Benutzung auf einem NOVATREND Shared Hosting Paket zeigen.

Zunächst musst du die Adminer Datei von der Projekseite herunterladen. Es gibt unterschiedliche Versionen.

Ich nutzte die MySQL Deutsch Variante die tatsächlich nur 190 kB groß ist und lade sie auf den Server.

hochladen per FTP
hochladen per FTP

Damit es einfacher ist, benenne ich die Datei von adminer-4.2.5-myqsl-de.php auf adminer.php um und rufe sie über https://seafolly.ch/adminer.php auf.

Adminer Anmeldung
Adminer Anmeldung

Ohne die Zugangsdaten zur Datenbank ist das Tool für Außenstehende wertlos, trotzdem solltest du es nach deiner Arbeit wieder vom Server entfernen (man weiß ja nie 🙂 ).

Beim Datenbankzugang ist es nicht schlimm wenn keiner das Passwort weiß. Es steht auf jeden Fall in der entsprechenden Konfigurationsdatei des installierten CMS.

Nach Eingabe von Datenbankname, Benutzername und Passwort landet man in der Adminer Oberfläche. In meinem Fall in den Tabellen einer Drupal 8 Installation.

Adminer Oberfläche
Adminer Oberfläche

Die Oberfläche bietet Funktionen wie:

  • Selektieren einer existierenden Datenbank oder Erzeugen einer Neuen
  • Auflisten vom Feldern, Indizes, Fremdschlüsseln und Triggern einer Tabelle
  • Ändern von Name, Speicher-Engine, Collation, Auto_Increment und Kommentaren von Tabellen
  • Ändern von Name,Typ, Collation, Kommentaren und Standardwerten der Spalten
  • Hinzufügen und Löschen von Tabellen und Spalten
  • Erzeugen, Ändern und Suchen über Indizes mit Volltextsuche
  • Erzeugen, Ändern, Löschen und Link Listen von Fremdschlüsseln
  • Erzeugen, Ändern und Selektieren von Views
  • Erzeugen, Ändern und Aufrufen von Stored Procedures und Functions
  • Erzeugen, Ändern und Löschen von Triggern
  • Anzeige der Daten in Tabellen mit Suchfunktion, Zusammenfassung und Sortierung
  • Fügt neue Datensätze ein und ändert oder löscht bestehende Datensätze
  • Unterstützt alle Daten Typen, Blobs über File Transfer
  • Führt SQL Befehle über ein Eingabefeld oder eine Datei aus
  • Exportiert Tabellenstruktur, Daten, Views, Routinen und Datenbanken als SQL oder CSV
  • Druckt das Datenbank Schema verbunden über Fremdschlüssel
  • Zeigt Prozesse und bricht sie ab
  • Zeigt Benutzer und Rechte und ändert sie
  • Zeigt Variablen mit Verlinkung zur Documentation
  • Eventmanager und Tabellen Partionierung (MySQL 5.1)

Außerdem lässt sich Adminer umfangreich anpassen!

Fazit

Adminer ist die mit Abstand einfachste Art um „mal schnell“ an einer Datenbank etwas zu ändern oder zu exportieren und importieren. Ich wünsche viel Spaß bei Ausprobieren.

Links


tl;dr: Adminer ist ein Tool zur Verwaltung von Datenbanken und besteht aus einer einzigen Datei!

#ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 2293px; left: 50px;">Save