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Terminal – bei uns ganz einfach

Bei allem, was mit Computern, Software und Digitalisierung zu tun hat, teilt sich die Welt oft in zwei Gruppen. Da sind auf der einen Seite Personen, die in einer grafisch orientierten Welt Text- und andere Felder ausfüllen, mit Maus, Gesten oder Touch-Befehlen Bereiche auswählen und dann auf Buttons klicken. Auf der anderen Seite gibt es die Gruppe der Personen, die auf einer Kommandozeile jeden Befehl auf einer Tastatur eintippen. Für beide Arbeitsweisen gibt es gute Argumente, je nachdem, welche Aufgabe man erledigen will. Ein einzelnes Bild lässt sich gut in einem Grafikprogramm mit einer Maus bearbeiten. Wenn es um hunderte Bilder geht, bei denen beispielsweise die Kompressionsrate oder die Grösse verändert werden soll, so ist man mit einem Befehl auf der Kommandozeile natürlich viel effektiver. In diesen beiden Gruppen befinden sich viele Personen, die einfach “effektiv arbeiten” wollen.

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Remote Work: Könnt ihr mich hören?

Das Corona Virus ist da und plötzlich arbeiten viele nicht mehr im Büro, sondern „remote“, „mobil“, im „Homeoffice“, als „Telearbeiter:in“ oder als „digitaler Nomade“. Es gibt für diese Art des Arbeitens noch kein eindeutiges Wort, ich bleibe daher im weitere Verlauf des Artikels bei „remote“.

An der Stelle, an der du dich jetzt gerade befindest, könntest du auch deine Arbeit erledigen. Kein Hochhaus, kein Büro, kein Stau, keine U-Bahn. Telefonleitungen und Internet machen „remote work“ möglich.

Für viele ist diese Form des Arbeitens auch im Jahr 2020 immer noch etwas Neues oder Ungewöhnliches. Bei manchen Tätigkeiten ist remote work auch schwierig. Wer in einer Fabrik „physikalisch Dinge bearbeitet“ kann das meistens nicht remote erledigen. Auch Friseur:innen benötigen Kontakt zum Kopf der Kunden. Ein Haarschnitt könnte allerdings immerhin beim Kunden erfolgen, ja man könnte sich sogar irgendwo treffen, um die Haare zu schneiden.

So richtig gut funktioniert remote work, wenn die Arbeit nicht an einen Ort gebunden ist. Ein Computerprogramm bedienen, Formulare ausfüllen, Texte schreiben, reden, entscheiden, denken – aber wie geht das ganz praktisch?

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PHP Einstellungen verändern

Der PHP Interpreter benötigt die Konfigurationsdatei php.ini. In dieser Textdatei werden Werte innerhalb von Variablen gespeichert, die wichtig bei der Ausführung von PHP Programmen sind. Wenn der PHP Interpreter gestartet wird, wird diese Konfigurationsdatei eingelesen.
Wenn du einen Root Server bei uns betreibst, so kannst du die php.ini Datei direkt in einem Editor bearbeiten. Wenn du ein Webhosting bei uns hast, erfolgt der Zugriff und die Veränderung der php.ini Datei über den Browser innerhalb des cPanel Verwaltungsprogramms.

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Einfacher lesen mit dem “Reader Mode”

Am 7. Juni 2010 führte Apple im Safari Browser den sogenannten Reader Mode (Leseansicht) ein. Der Reader Mode unterdrückt sehr effektiv bis heute Werbung und Webdesign Gimmicks. Er zeigt den Inhalt einer Website in einer klaren und aufgeräumten Form an. Der Veröffentlichung vor neun Jahren folgte prompt eine Diskussion über den Sinn und Unsinn dieses Features. Die eine Seite behauptete, dass Steve Jobs dein Webdesign hasst, die andere Seite wollte einfach nur den Inhalt einer Website so übersichtlich wie möglich lesen.
Die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo dazwischen.

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Löse die „HandBrake“ für deine Videos

Selbsterstellte Videos sind immer oft zu gross. Selbst kleine, mit dem Smartphone aufgenommene Videoschnipsel werden sehr schnell mehrere hundert Megabyte gross. Auf der eigenen, schnellen Hardware fällt einem das lokal natürlich nicht auf. Das Video läuft flüssig und gestochen scharf auf dem Smartphone oder dem Desktop PC. Aber wehe, wenn du das Video auf eine Website stellen and ansehen willst. Dann hast du es plötzlich mit Begriffen wie Datenübertragungsraten und Traffic zu tun.

Auf Websites wie https://www.speedtest.net kannst du testen wie schnell deine Internetverbindung für den Up- und den Download überhaupt ist. Hier in meinem Dorf sieht das momentan aus wie im Screenshot:
Upload 0.82Mbps und Download 13.12 Mbps.

Festbnetz

Nehmen wir mal an, dein kleines 90 Sekunden langes Video ist 149 Megabyte gross (MB). Bei meiner, zugegebenermassen nicht besonders schnellen Leitung, würde es etwa 25 Minuten dauern, das Video hochzuladen und etwa 90 Sekunden es herunterzuladen. Wenn ich als Besucher der Webseite also Glück habe und das Video gleichmässig lädt, kann ich es fast ruckelfrei ansehen.

Bei einer 3G/UMTS Telefonverbindung dauert der Upload etwa 14 Minuten und der Download 2 min 45 Sekunden. Da kann ich das Video als Besucher also nicht sehen.

Bei einer 4G/LTE 50000 Verbindung dauert der Upload 2 Minuten und der Download 30 Sekunden. Hier ist alles gut.

Bei Telefontarifen gibt es neben der Geschwindigkeit auch Datenübertragungslimits, also beispielsweise 5GB (5,000 MB) werden pro Monat mit 4G/LTE Geschwindigkeit geladen, danach geht es dann langsamer bis zum Ende des Monats mit 3G oder 2G Technologie weiter.

Ich habe es auch schon mehrmals erlebt, dass die Geschwindigkeit und die Datenübertragung bei meinem Telefonvertrag nicht limitiert waren, der Traffic aber dann entsprechend berechnet wurde. Das kostet dann mal schnell 50 CHF für einmal E-Mails abholen in Quatar oder Marokko. Ich will hier auch gar nicht die Vor- und Nachteile diskutieren. Mir geht es nur darum, dass so ein Video eine gewisse Grösse hat und du mit deinem Smartphone manchmal in einer Gegend oder Situation bist, in der die Verbindung ins Internet langsam und/oder teuer ist. Wenn dann eine Website ein 149MB Video anbietet, du dieses Video ansiehst und der Telefonprovider pro MB abrechnet, dann kostet das Ansehen eines solchen Videos eine Menge Geld.

Neulich habe ich im Beitrag: Wo speicherst du eigentlich deine Videos beschrieben, dass es ganz im Prinzip sehr einfach ist, Videos auf deiner Website zu speichern. So kann es durchaus vorkommen, dass du dir nun Gedanken um Video-Formate, -Auflösungen, -Codecs und -Grössen machst.

Die Vielzahl an Möglichkeiten ist vermutlich auch ein Grund warum Portale wie YouTube so erfolgreich sind. Du lädst dort einfach deine riesige Datei hoch und YouTube kümmert sich bei deinen Besuchern um den Rest.

HandBrake

Der für sehr viele Plattformen verfügbare Open Source Video Transcoder HandBrake hilft dir dabei, die richtige Kombination von Parametern zu nehmen und dein Video kleiner zu machen.

Presets

Wenn ich hier im Beispiel das Preset Vimeo Youtube HQ 720p60 ohne Veränderung übernehme, dann werden aus 149 MB in kurzer Zeit 16.5 MB. 16.5 MB lassen sich wiederum recht einfach auf eine Website laden.
Beim Preset Gmail Medium 5 Minutes 480p30 ist das Video nur noch knapp 3MB gross. Um ein Gefühl für die Qualität zu bekommen, hier beide Videos nebeneinander.

Preset: Vimeo Youtube HQ 720p60 – 16.5 MB

Preset: Gmail Medium 5 Minutes 480p30 – 3MB

Ausser den hilreichen Presets bietet HandBrake weitere Features, die allerdings ein wenig KnowHow über die Bearbeitung von Video und Audio erfordern. Ich denke da an Untertitel, Kapitelmarken, Batchverarbeitungen und diverse Videofilter.
Als Ausgabeformate stehen .MP4(.M4V) and .MKV zur Verfügung.
Als Video Encoder werden  H.265 (x265 and QuickSync), H.264(x264 and QuickSync), H.265 MPEG-4 and MPEG-2, VP8, VP9 and Theora angeboten.
HandBrake kann zudem auch die Quellaudiospur Bit für Bit durchleiten ohne sie abzuändern. Die folgenden Formate können durchgeleitet werden: AC-3, E-AC3, DTS, DTS-HD, TrueHD, AAC und MP3.

Eine sehr hilfreiche und umfangreiche deutschsprachige Dokumentation erläutert die Hintergründe all dieser Abkürzungen.

Handbrake – Dokumentation

Links


tl;dr: Handbrake bietet eine einfache Möglichkeit Videos an unterschiedliche Bedingungen anzupassen.