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Cloud Shared Hosting

ownCloud -> Nextcloud

Du kennt ja bestimmt das Projekt ownCloud. Es ist eine freie Software zum Speichern von Dateien auf dem eigenen Server. Im Prinzip eine Art Dropbox Ersatz, über den ich hier im Blog auch bereits geschrieben habe (OwnCloud Installation und Clients). Das ownCloud Projekt wurde vor sechs Jahren von Frank Karlitschek gestartet und entwickelte sich sehr erfolgreich. In den USA wurde das Startup ownCloud Inc. gegründet, in Nürnberg die ownCloud GmbH. Frank Karlitschek lebte und arbeitete in den USA.

Im April diesen Jahres veröffentlichte er den Blogeintrag: big changes: I am leaving ownCloud, Inc. today und OwnCloud Inc. antwortete mit einem Blogeintrag: Thank You, Frank Karlitschek. Danach verliessen mehr und mehr Entwickler die Firma ownCloud. Am 2. Juni gab es erneut einen Blogeintrag in Karlitscheks Blog, in dem er bekanntgab, einen Fork von ownCloud mit dem Namen Nextcloud zu starten (Blogeintrag: Nextcloud). Der Fokus von Nextcloud soll darauf liegen, Nutzern die komplette Hoheit über ihre Daten zu geben. In diesem Zusammenhang gibt es auch einen interessanten Blogeintrag von Frank aus Februar 2016 The privacy endgame.

Nach der Ankündigung des Forks überstürzten sich die Ereignisse. Im Ergebnis meldete ownCloud Inc. Konkurs an und die deutsche ownCloud GmbH führt das Unternehmensgeschäft weiter. Die neue Firma Nextcloud hat ihren Sitz in Stuttgart und fand schnell Investoren, die die weitere Entwicklung auf sichere, finanzielle Beine stellten.

Mitte Juni erschien die erste Version von Nextcloud und mittlerweile (Juli 2016) gibt es bereits erste Updates und eigene Android und iPhone clients. Mit den Updates erschiepnen auch erste neue Features.

Es gibt ein ausführliches, sehr empfehlenswertes Interview mit Frank mit vielen Hintergrundinformationen im Radiotux Podcast Juni ab der Stelle 1:05:05.

Wenn du, so wie ich, eine ownCloud Installation betreibst, stellt sich natürlich die Frage: „Was nun?“ Die meiner Meinung nach genauso einfache Antwort heisst: „Ruhe bewahren und auf Nextcloud updaten“. Wenn die Gründer und Entwickler aus einem Projekt aussteigen, den Quellcode forken und ihr eigenes Ding machen, ist das Vorgängerprojekt meistens tot (siehe beispielsweise Mambo/Joomla oder OpenOffice/LibreOffice). Natürlich läuft das Geschäft der alten Firma zunächst mal weiter und Unternehmenskunden erhalten auch Support, kreative Weiterentwicklung findet jedoch eher nicht statt.

Update von ownCloud zu Nextcloud

Ein Update von ownCloud zu Nextcloud ist leicht zu erledigen. Im Nextcloud Forum (das übrigens unter Discourse läuft) gibt es viel Hilfestellung, beispielsweise hier: Migrating from ownCloud to Nextcloud.


Update 28.07.2016
Fehlermeldung: Leere PATH Variable
Bei der von NOVATREND verwendeten Webserverkonfiguration, wird die PATH Variable nicht übergeben. Wir verwenden / befolgen jedoch auf all unseren Systemen den sogenannten Filesystem Hierarchy Standard. Wenn OwnCloud/NextCloud keine PATH Variable findet, setzt es selbst eine, die den Standardpfaden entspricht. Siehe auch https://github.com/nextcloud/server/blob/8c7d7d7746e76b77ad86cee3aae5dbd4d1bcd896/lib/private/legacy/helper.php#L532.
Die Meldung bezüglich der leeren PATH Variable, die sowohl OwnCloud als auch Nextcloud anzeigen, kann daher ignoriert werden.


Ich glaube es ist durchaus sinnvoll, seine ownCloud Installation zügig zu migrieren, da die Entwicklung von Nextcloud schnell fortschreitet. Der in ownCloud doch recht komplizierte Upgrade Prozess wurde in Nextcloud bereits durch einen komfortablen Updater im Browser ersetzt. Als Administrator kann man nun auch im Browser das Theme mit seinem eigenen Logo und einem Hintergrundbild anpassen. Sieht dann beispielsweise so aus 🙂

Nextcloud - Anmeldung
Nextcloud – Anmeldung

Ausser diesen, ich will mal sagen Kleinigkeiten, scheint sich aber durchaus mehr zu tun.
So soll man bald mittels WebRTC, einem offenen Kommunikationsstandard, sichere Webkonferenzen über Nextcloud veranstalten können.
Die in ownCloud eher vernachlässigten Apps Kontakte und Kalender sollen ebenfalls zügig verbessert werden.

Videos

Theming Nextcloud in 37 seconds

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Anonymous upload in 2 minutes

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Shorter share links: getting rid of index.php

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Fazit

Der Fork wird frischen Wind in die Szene bringen und Nextcloud ist bereits jetzt ein interessantes Projekt mit lebhafter Community.

Hinweis in eigener Sache
Wenn dir Installation und Pflege einer eigenen Cloud zu aufwendig sind und du eine ausgereifte, funktionierende und gut integrierte Groupware suchst, dann nutze als Hosting Kunde einfach kostenlos die OX App Suite.

Links:

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Cloud Content Management Systeme Wunschthema

Dateimanagement mit WordPress?

Seit einiger Zeit gibt es den Bereich Deine Themen Roadmap bei uns im Blog und Sofasophia hätte gern ein paar Tipps für eine Cloud in WordPress.

Wir arbeiten an meiner Arbeitsstelle mit WordPress und haben da interne Bereiche für Downloads. Ich betreue die Seite. Nun wurde von Seiten einiger User nach einer Art Cloud gerufen, damit die Leute schnell und einfach und ohne den Umweg über mich selbst eher kurzfristige Dateien hochladen können.
Dass es Plugins mit Cloud-Funktionen gibt, weiss ich. Aber ich habe wenig Zeit zum Ausprobieren und wäre um allfällige Tipps von eurer Seite sehr dankbar.

Was geht im Core?

Bevor zusätzliche Plugins installiert werden, solltest du immer zunächst die Möglichkeiten im Core betrachten. WordPress bietet beispielsweise Benutzerrollen, an die unterschiedliche Rechte gekoppelt sind.

  • Die Rolle Mitarbeiter erlaubt das Schreiben eigener Beiträge. Es dürfen jedoch keine Dateien hochgeladen werden und der Mitarbeiter darf die eigenen Artikel nicht selbst veröffentlichen.
  • Die Rolle Autor erlaubt das Schreiben eigener Beiträge. Dateien können hochgeladen und der Artikel selbst veröffentlicht werden.

Die einfachste Möglichkeit wäre daher, den Personen, die das Recht haben sollen, Dateien hochladen zu Autoren zu machen.

Je nach Anwendungsfall kann es sein, dass du nicht willst, dass diese Benutzer Autoren sind und damit selbst Artikel veröffentlichen dürfen oder du möchtest vielleicht einen Downloadbereich, der nicht mit einem Artikel verbunden ist und eher den Character einer Dateiliste hat.

Was ist das Ziel?

So unterschiedlich die Ziele, so unterschiedlich sind die Lösungsmöglichkeiten. WordPress bündelt alle Dateien in einem Medienbereich. Jeder Benutzer (ab Rolle Autor) kann alle Dateien sehen, in Artikel einfügen und eigene Dateien hinzufügen.
Hier ein paar typische Anforderungen:

1. Benutzer sollen Dateien zu ihren Artikeln hochladen können

Gib ihnen die Rolle Autor wie oben beschrieben.

2. Benutzer sollen Dateien hochladen können und die Rolle Autor kann/darf nicht zugeordnet werden.

Das Plugin WPFront User Role Editor erlaubt eine fein granulierte Rechtevergabe pro Rolle. Du kannst der Rolle Mitarbeiter (engl. Contributor) die gewünschten Rechte per Checkbox zuordnen.

WPFront User Role Manager
WPFront User Role Editor

3. Jeder Benutzer soll innerhalb des Medienbereichs seinen eigenen Bereich verwalten können.

Das Plugin View Own Posts Media Only sorgt dafür, dass Benutzer der Rolle Mitarbeiter und Autor nur die Dateien im Medienbereich sehen, die sie selbst hochgeladen haben.
Die Rollen Redakteur und Administrator sehen weiterhin alle Dateien.

4. Auf der Website wird ein eigener Downloadbereich unabhängig von den Artikeln benötigt.

Es gibt zahlreiche Dateimanager Plugins für WordPress. Als Beispiel führe ich das Download Manager Plugin an. Es bietet einen eigenen Inhaltstyp für Dateien. Hier können Dateien hochgeladen und beschrieben werden. Die Zugriffsrechte auf die Dateien können konfiguriert und sogar verkauft werden.

Falls es um das Verkaufen von Dateien geht ist WooCommerce ebenfalls sehr geeignet.

Grundsätzlich kann ich sagen, dass ein Downloadbereich mit vielen Benutzern, die Dateien hochladen, rein organisatorisch schnell ein komplexes Projekt werden kann.

5. Wir benutzen eine externe Lösung und verlinken auf die Dokumente.

Services zu nutzen, die sich auf eine ganz bestimmte Sache konzentrieren, ist oft eine gute Idee. Du musst aber bedenken, dass das immer bedeutet, dass deine Benutzer eine zusätzliche Anwendung mit eigenem Benutzernamen und Passwort, sowie eigener Verantwortung nutzen müssen.

Ich sammle beispielsweise alle meine Fotos auf Flickr und binde sie dann mit dem WordPress Flickr Embed Plugin in meinem Blog ein. In einem Blogeintrag sieht das dann beispielsweise so aus: #cmssummit16 – Kampala – Uganda. Wenn du auf ein Bild klickst, landest du auf meinem Flickr Account. Diese Konstruktion ist einfach und sinnvoll für mich, da nur ich in meinem Blog schreibe und nur ich die Daten für den Flickr Account habe. Flickr bietet mir die Fotos in allen möglichen Grössen an und ich bin nicht an ein CMS gebunden, wenn meine Website mal auf ein anderes System migriert.

Ähnliches gilt für Lösungen mit dem Filehosting-Dienst DropBox. es gibt beispielsweise eine sehr komfortable Integration mit diesem kostenpflichtigen Plugin: Out-Of-The-Box – Dropbox plugin for WordPress.

Um Dateien auszulagern, benötigst du immer einen Service außerhalb deiner WordPress Installation und eine Möglichkeit, auf die Dateien per Link und/oder Embed Code zugreifen zu können. Du kannst den Service selbst für deine Mitarbeiter betreiben oder ein kostenpflichtiges Modell nutzen.

Hier ein paar Beispiele:

  • OX APP Suite – Drive: Jeder NOVATREND Hosting Kunde kann kostenlos die OX App Suite benutzen. Ein Teil davon ist die Drive App. Jeder Benutzer muss über eine E-Mail Adresse der entsprechenden Domain als Zugang verfügen und kann beliebige Dateien dort verwalten, teilen und aus einem WordPress Artikel darauf verlinken.
  • cPanel – Webdisk: Jeder NOVATREND Hosting Kunde kann kostenlos die cPanel Webdisk benutzen. Auch hier kann jeder Benutzer beliebige Dateien verwalten, teilen und aus einem WordPress Artikel darauf verlinken. In diesem Fall geht es eher um einen gemeinsamen Dateiablageplatz, vergleichbar mit einer externen Festplatte.
  • OwnCloud: Mit der Open Source Software OwnCloud lässt sich mit vertretbarem Aufwand ein eigener Filehosting Service betreiben (OwnCloud – Installation und Clients).
  • Seafile: wie OwnCloud eine Open Source Filehosting System.
  • Proprietäre Services wie Dropbox, Google Drive, iCloud Drive, Microsoft OneDrive und viele andere mehr.

Fazit

Alles ist möglich und alles ist abhängig von Anforderungen, Budget und Ressourcen.

Meine Meinung: Grundsätzlich würde ich versuchen die Anforderungen innerhalb WordPress so einfach wie möglich zu realisieren. Als NOVATREND Kunde würde ich mir die OX App Drive näher anschauen. Vielleicht sind auch andere Teile der Groupware für deine Firma interessant. Falls genug Ressourcen vorhanden sind, würde ich bei komplexeren Anforderungen zu einer eigene Open Source Cloud (OwnCloud, Seafile) tendieren. Proprietäre Services sind so eine Sache. Kurzfristig, mit engangierten Mitarbeitern, klappt es hervorragend. Längerfristig sind diese Services hinsichtlich Verfügbarkeit und Kosten schwer zu kalkulieren.


tl;dr: Dateiverwaltung geht sogar mit WordPress!

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Cloud

OwnCloud – Upgrade auf Version 8

Vor einem halben Jahr habe ich beschrieben wie man OwnCloud auf dem eigenen Server installiert, damals in der Version 7. Die Installation auf dem Testserver war schnell beliebt und so existiert sie immer noch und muss gewartet werden.
Mittlerweile ist die Version 8 von OwnCloud aktuell und in diesem Blogeintrag will ich Ihnen zeigen, wie man die Aktualisierung bewerkstelligt.

Eine Übersicht über die neuen Features gibt das folgende Video.

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Upgrade

Das Upgrade bedeutet einen kompletten Austausch des Quellcodes. Dabei muss zwischen dem OwnCloud Code und dem Code der Third Party Extensions unterschieden werden. Ausserdem muss die Datenbank aktualisiert werden.

Haben Sie ein Backup?

Haben Sie ein Backup Ihrer OwnCloud Installation (Datenbank, /data Verzeichnis und config.php Datei)?
Wenn nein, sollten Sie eins erstellen. Falls Sie kein Duply Backup haben, geht es auch pragmatisch mit phpMyAdmin und dem Norton Commander. Offizielle Backup-Empfehlungen des OwnCloud Projekts finden Sie hier: Backing up ownCloud.

Kompatibilitätsprüfung

Da wir einen Major Release Wechsel vornehmen (von Version 7.x auf 8.x) müssen Sie nachschauen, ob alle Third Party Apps mit der neuen Version kompatibel sind.

Deaktivieren Sie anschliessend alle Third Party Apps. In unserer OwnCloud Installation ist das nicht notwendig, da wir keine zusätzlichen Apps installiert haben.

Maintenance Mode einschalten

Damit keine Benutzerzugriffe während des Upgrade-Vorgangs stattfinden, sollten Sie den „Maintenance“ Mode einschalten.

Ändern Sie dazu die maintenance Variable in der config.php die Zeile

sudo nano /var/www/serverblogger.ch/public_html/owncloud/config/config.php
'maintenance' => false

in

'maintenance' => true

Download der neuen Version

Unsere OwnCloud Installation liegt in einem Unterverzeichnis namens OwnCloud.
Die vom OwnCloud Projekt vorgeschlagene Vorgehensweise für das Upgrade ist in diesem Fall:

  1. das alte Verzeichnis umbenennen
  2. ein neues Verzeichnis anzulegen
  3. die neue OwnCloud Version im neuen Verzeichnis installieren
  4. anschliessend die Daten und die Konfigurationsdatei der alten Installation kopieren.

Umbennen des alten Verzeichnisses

sudo mv /var/www/serverblogger.ch/public_html/owncloud /var/www/serverblogger.ch/public_html/owncloud_alt

Download und auspacken des neuen Archivs

Die aktuellen Downloads gibt es auf owncloud.org/install

Wechseln in das Home Verzeichnis

cd /home

Umbennen des existierenden Verzeichnisses

mv /var/www/serverblogger.ch/public_html/owncloud /var/www/serverblogger.ch/public_html/owncloud_alt

Download des aktuellen OwnCloud Dateipakets

wget https://download.owncloud.org/community/owncloud-8.0.3.tar.bz2

Auspacken in das Verzeichnis /var/www/serverblogger.ch/public_html/owncloud

sudo tar xjf owncloud-8.0.3.tar.bz2 -C /var/www/serverblogger.ch/public_html/

Löschen von neuer config.sys und data Verzeichnis und kopieren der alten config.php und des alten data Verzeichnisses in die neue OwnCloud Installation

sudo rm /var/www/serverblogger.ch/public_html/owncloud/config/config.php
sudo cp /var/www/serverblogger.ch/public_html/owncloud_alt/config/config.php /var/www/serverblogger.ch/public_html/owncloud/config/config.php
sudo mkdir /var/www/serverblogger.ch/public_html/owncloud/data
sudo cp -r /var/www/serverblogger.ch/public_html/owncloud_alt/data /var/www/serverblogger.ch/public_html/owncloud/data
sudo chown -R www-data:www-data /var/www/serverblogger.ch/public_html/owncloud/

Datenbank Update

Nachdem die Dateien aktualisiert sind, muss auch die Datenbank aktualisiert werden. Das erfolgt über den Browser.
Rufen Sie einfach Ihre OwnCloud Installation auf. Das Datenbank Update erscheint automatisch.

OwnCloud Database Update
OwnCloud Database Update

Nach dem Datenbank-Update können Sie die OwnClud in der Version 8.03 nutzen.
OwnCloud - Version
OwnCloud – Version

OwnCloud Clients

Die OwnCloud Clients für Windows, OS X, Android und iOS nehmen den Versionswechsel zur Kenntnis und aktualisieren sich automatisch. Hier ein Beispiel auf meinem Computer daheim (OS X).

OwnCloud - OS X Client
OwnCloud – OS X Client

tl;dr: Ein Upgrade von OwnCloud 7.x auf OwnCloud 8.x ist gar nicht so schwer und lohnt sich

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Cloud Server

Testumgebungen mit Docker

Wenn Sie einen eigenen Root-Server nutzen, haben Sie oft das Problem, dass die Installation verschiedener Programmpakete wirklich komplex werden kann. Stellen Sie sich vor, sie benötigen „mal eben“ 15 WordPress Instanzen für eine Schulung oder wollen ein Programm ausprobieren, das nicht so wirklich zu Ihrem LAMP Stack passt wie beispielsweise die Blogsoftware Ghost oder das Diskussionsforum Discourse.

Docker bietet dafür eine Lösung.

Sie installieren die Docker Software auf Ihrem Betriebssystem und können dann sogenannte Images vom Docker Hub herunterladen.

Diese Images sind in etwa mit Legosteinen vergleichbar. Für die 15 WordPress Installationen benötigen Sie beispielsweise das WordPress und das MySQL Image. Danach können Sie beliebig viele MySQL und WordPress Container auf verschiedenen Ports starten. Variablenwerte wie MySQL Passworte werden beim Containeraufruf mitgegeben, so dass die beiden Images gut zusammenspielen können.

Die Container und die darin enthaltenen Daten können verwaltet werden. In unserem einfachen Fall können Sie beispielsweise nach Kursende gelöscht werden.

Docker ist natürlich viel mehr und erheblich komplexer, als ich das eben dargestellt habe, nichtsdestotrotz ist die Kernidee hinter Docker Installations- und Verteilungsprozesse zu vereinfachen. Es gibt Docker für Ubuntu, Mac OS X, Microsoft Windows, Amazon EC2, Arch Linux, CentOS, CRUX Linux, Debian, Fedora, FrugalWare, Google Cloud Platform, Gentoo, IBM Softlayer, Joyent Compute Service, Microsoft Azure, Rackspace Cloud, Red Hat Enterprise Linux, Oracle Linux und SUSE, und das ganze Projekt ist natürlich ein Startup und es geht um viel Geld und überhaupt …

Schauen Sie sich die beiden Videos und diese Link-Übersicht an, wenn Sie sich für die ganze Story interessieren.

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Installation

Zunächst muss die Docker Software auf unserem Testserver installiert werden. Wir benutzen Ubuntu 14.04 LTS und aktualisieren zunächst mal.

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade

Docker orientiert sich am Kernel. Die Version Ihres Kernel erfahren Sie über den Befehl

$ uname -r
3.13.0-49-generic

Um Docker zu installieren, benötigen Sie nur einen Befehl (und natürlich das Paket wget -> apt-get install wget)

wget -qO- https://get.docker.com/ | sh

Sie werden nach dem Root Passwort gefragt und Docker wird installiert. Damit alles funktioniert, müssen Sie sich einmal ab- und wieder anmelden. Testen Sie dann, ob Docker korrekt installiert ist mit dem Befehl docker run hello-world. Der run Befehl versucht einen Container aus einem lokalen Image zu starten. Findet er kein Image, versucht er das entsprechende Image herunterzuladen, so wie hier in meinem Fall.

$ sudo docker run hello-world
Unable to find image 'hello-world:latest' locally
latest: Pulling from hello-world
a8219747be10: Pull complete
91c95931e552: Already exists
hello-world:latest: The image you are pulling has been verified. Important: image verification is a tech preview feature and should not be relied on to provide security.
Digest: sha256:aa03e5d0d5553b4c3473e89c8619cf79df368babd18681cf5daeb82aab55838d
Status: Downloaded newer image for hello-world:latest
Hello from Docker.
This message shows that your installation appears to be working correctly.

To generate this message, Docker took the following steps:
1. The Docker client contacted the Docker daemon.
2. The Docker daemon pulled the "hello-world" image from the Docker Hub.
    (Assuming it was not already locally available.)
3. The Docker daemon created a new container from that image which runs the
    executable that produces the output you are currently reading.
4. The Docker daemon streamed that output to the Docker client, which sent it
    to your terminal.

Das funktioniert also schon mal gut. Mit dem Befehl docker ps -a können Sie sich alle laufenden Container anzeigen lassen

$ sudo docker ps -a
CONTAINER ID IMAGE              COMMAND  CREATED       STATUS                   PORTS NAMES
2f6ab4eba9b0 hello-world:latest "/hello" 4 minutes ago Exited (0) 4 minutes ago       insane_elion

Sie können den Container stoppen mit dem Befehl

sudo docker stop insane_elion

insane_elion ist der Name, der für diesen Container vergeben wurden. Falls kein Name zur Verfügung steht, können Sie auch die ersten Ziffern der Container-ID nehmen.

Löschen können Sie einen Container mit dem Befehl

sudo docker rm insane_elion

Viele WordPress Installationen

Lassen Sie uns das Beispiel mit den 15 WordPress Installationen kurz durchspielen.

Sie müssen die Images WordPress und MySQL laden

sudo docker pull wordpress
sudo docker pull mysql

Sie müssen einen MySQL Container pro WordPress Instanz anlegen und ihm ein Passwort mitgeben, damit der WordPress Installer eine Datenbank anlegen kann.

sudo docker run --name mysql-wp1 -e MYSQL_ROOT_PASSWORD=8k6lgg35aq1 -d mysql
sudo docker run --name mysql-wp2 -e MYSQL_ROOT_PASSWORD=8k6lgg35aq2 -d mysql
sudo docker run --name mysql-wp3 -e MYSQL_ROOT_PASSWORD=8k6lgg35aq3 -d mysql
usw.
sudo docker run --name mysql-wpx -e MYSQL_ROOT_PASSWORD=xxxxxxxxxxx -d mysql

Nun brauchen Sie jeweils eine WordPress Instanz, die mit dem MySQL Container verlinkt wird und auf einem bestimmten Port läuft

sudo docker run --name wp1 --link mysql-wp1:mysql -p 8081:80 -d wordpress
sudo docker run --name wp2 --link mysql-wp2:mysql -p 8082:80 -d wordpress
sudo docker run --name wp3 --link mysql-wp3:mysql -p 8083:80 -d wordpress

usw.

sudo docker run --name wpx --link mysql-wpx:mysql -p 80xx:80 -d wordpress

Mit dem Befehl

sudo docker ps -a

können Sie nachsehen, ob alles passt und wenn Sie nun im Browser den entsprechenden Port aufrufen, in meinem Fall http://serverblogger.ch:8081 und weitere, so erscheint jeweils der Web-Installer von WordPress.

WordPress Installation
WordPress Installation

An diesem Punkt werden Sie beginnen, fasziniert zu sein 🙂

Im Blogpost WordPress Testumgebungen in Docker ist dieses Beispiel noch ausführlicher erläutert.

Ein Beispiel für Joomla mit einem anderen Image

Ausser den offiziellen Images von Docker gibt es auch von Benutzern zur Verfügung gestellte Images. Ich möchte Ihnen ein Beispiel für Joomla zeigen. Sie müssen sich beim Docker Hub registrieren, um die zur Verfügung stehen Images durchsuchen zu können. Der Benutzer gjong hat beispielsweise ein Joomla Image gebaut, das alles enthält, was man so braucht. Sie installieren es mit dem Befehl

sudo docker pull gjong/apache-joomla

Das MySQL Passwort ist in diesem Fall leer und gjong empfiehlt diesen Startbefehl

sudo docker run -d -p 80:80 gjong/apache-joomla

Ich würde noch einen Namen mitgeben und ihn auf einem freien Port starten (nach der WordPress Apokalypse 🙂 ), sagen wir mal 8099

sudo docker run --name joomla1 -d -p 8099:80 gjong/apache-joomla

Rufen Sie mal den Port im Browser auf

Joomla Installer
Joomla Installer

Links


tl;dr: Mit Docker können Sie Software in Containern ausliefern und einfach verteilen.

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Cloud Groupware News Open-Xchange OX Shared Hosting

OX App Suite für unsere Hosting-Kunden

Jeder Hosting Kunde von Novatrend kann ab sofort die Groupware OX App Suite kostenlos benutzen.

Hört sich erstmal klasse an, stellt sich aber die Frage, was das eigentlich ist. Ein kurzer Blick in die Wikipedia stellt klar, was sich hinter beiden Begriffen verbirgt.

Eine Groupware ist ein computer-basiertes System, das eine Gruppe von Personen in ihrem Aufgabengebiet oder Ziel unterstützt und eine Schnittstelle für eine geteilte Arbeitsumgebung bietet (Wikipedia).

OX App Suite ist eine Kollaborationssoftware mit integrierten Apps für die Bearbeitung von E-Mails, Kontakten und Terminen, die um Informationen und Adressen aus sozialen Netzwerken wie Facebook, LinkedIn, XING und Twitter ergänzt werden können. Auch Bilder, Audio-, Video– und Office-Dateien können mit OX App Suite genutzt und verwaltet werden (Wikipedia).

Da ich als Serverblogger natürlich auch Novatrend Hosting Kunde mit dem Testserver (serverblogger.ch) bin, habe ich ebenfalls Zugriff auf das System.

Wenn ich mich hier einlogge, sehe ich folgenden Startscreen

OX App Suite
OX App Suite

Diese Startseite besteht aus Widgets. Ich nutze momentan den Posteingang, ein RSS Feed vom Blog, eine Box mit meinen Aufgaben und eine mit Terminen. Es gibt weitere Widgets, deren Beschreibungen auf die Funktionen, die die OX App Suite anbietet, hinweisen.

OX App Suite - Widgets
OX App Suite – Widgets

Bevor wir zu den Einzelheiten kommen, ein kleiner Blick hinter die Kulissen.

Geschichte

Der deutsche Softwarehersteller Open-Xchange aus Olpe im Sauerland entwickelte Linux-basierte E-Mail- und Groupware-Lösungen für Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen. Im Jahr 2007 entstand aus diesen Lösungen die Open-Xchange Hosting Edition, die bei zahlreichen Service Providern weltweit im Einsatz ist.
Im Jahr 2013 wurde die OX App Suite vorgestellt. An diesem quelloffenen Produkt arbeiten zahlreiche Entwickler des ehemaligen OpenOffice-Teams aus Hamburg mit („Ein Umzug stand nie zur Diskussion“ – Zeit Online). Dieses Team entwickelte die OX Documents Komponente, die im Gegensatz zu Google Docs und Microsoft Office 365 dem Nutzer kein eigenes Dateiformat aufzwingt. OX Documents kann Microsoft Office- , Open- und LibreOffice Dateien direkt im Browser lesen und editieren, ohne dass diese konvertiert werden müssen.
Ein Jahr später kam OX Drive zum Verwalten von Dateien hinzu. OX Drive stellt zur Synchronisierung Apps für Windows, Mac OS X, Android und iOS zur Verfügung und kann als Alternative zu Dropbox gesehen werden.

Das Backend ist in Java geschrieben und basiert auf Open Source Komponenten wie Linux, Apache und MySQL. Existierende Mailserver werden eingebettet.
Das Frontend ist in HTML5 und JavaScript geschrieben.

Bestandteile der Groupware

Ausser dem bereits angesprochenen Portal mit den konfigurierbaren Widgets gibt es die Bereiche E-Mail, Adressbuch, Kalender, Aufgaben, Drive, Text und Spreadsheet.

E-Mail

Der E-Mail Bereich lässt Sie E-Mails anzeigen, senden, suchen, organisieren und an andere Nutzer freigeben. Es gibt verschiedene Ansichten und lässt sich gut bedienen. E-Mail Anlagen können aus OX Drive hinzugefügt oder hochgeladen werden. Sie können externe E-Mail-Konten einbinden. Einzelne E-Mails können als Widget zum Portal hinzugefügt und .eml Dateien können importiert werden. Wenn Sie mehrere E-Mail Accounts nutzen, können deren E-Mails als Unified Mail in einem zusätzlichen Ordner gemeinsam dargestellt werden. Alle Empfänger einer E-Mail können beispielsweise als Verteilerliste gespeichert und/oder zu einem Termin eingeladen werden.

OX App Suite - E-Mail
OX App Suite – E-Mail

Adressbuch

Die Adressen im Adressbuch können in private und öffentliche Ordner sortiert werden, Termineinladungen und E-Mails können aus dieser Maske heraus erstellt werden. Kontakte können zu Verteilerlisten gebündelt werden. Adressen werden mit einem Link zu Google Maps versehen und die Kontaktdaten können über einen QR-Code in ein Telefon-Adressbuch kopiert werden.
Auf Kontakte aus verknüpften sozialen Netzwerken kann zugegriffen werden.
Eigene Kontakte können mit anderen Benutzern geteilt werden.

OX App Suite - Addressbuch
OX App Suite – Addressbuch

Kalender

In der Kalender App gibt es verschiedene Ansichten. Sie können private und öffentliche Kalender verwalten. Termine können hier erstellt oder über iCal-Anlagen einer E-Mail angelegt werden. Externe Kalender, wie beispielsweise Google Kalender können abonniert und importiert werden. Termine im Team können beispielsweise aus Verteilerlisten erzeugt werden.

OX App Suite - Kalender
OX App Suite – Kalender

Aufgaben

Die Aufgaben App ist eine kollaborative ToDo-Liste, Aufgaben können mit Dringlichkeiten, Datum und Teilnehmern versehen werden. Die Aufgaben können in private und öffentliche Ordner einsortiert werden.

OX App Suite - Aufgaben
OX App Suite – Aufgaben

Drive

In der Drive App können Sie Dateien hochladen, erstellen und verwalten. Sie können zusätzliche Beschreibungen zu einer Datei hinterlegen und es wird eine Versionshistorie erstellt. Die Dateien können mit Ihrem Telefon (Android, iOS) und Ihrem PC (Windows, OSX) synchronisiert werden. Auch ein WebDAV Zugriff ist möglich. Die Telefon-Apps bietet auch einen automatischen Upload aller Fotos an. Ordner können geteilt und veröffentlich werden, für Fotos gibt es eine Galerie-Ansicht, für Audio- und Video-Dateien werden in entsprechenden Playern ausgeführt.
Text- und Spreadsheet-Dateien können hier angelegt werden. Sie können Dateien auch als E-Mail Anhang verschicken.

OX App Suite - Drive
OX App Suite – Drive

Text

In der Textverarbeitung findet Sie zahlreiche Textvorlagen. Die Funktionen entsprechen denen gängiger Textverarbeitungen. Die Dateien werden im der OX Drive App gespeichert und können heruntergeladen, als PDF dargestellt und geteilt werden.

OX App Suite - Textverarbeitung
OX App Suite – Textverarbeitung

Spreadsheet

In der OX Spreadsheet App gibt es ebenfalls bereits Vorlagen. Die Spreadsheets werden in der OX Drive App gespeichert. Die Funktionen entsprechen denen gängiger Tabellenkalkulationsprogramme.

OX App Suite - Spreadsheet
OX App Suite – Spreadsheet

Speicherplatz

Jeder Nutzer erhält kostenlos 2GB Dateispeicherplatz und eine unbegrenzte Menge an E-Mails.
Sollten Sie mehr benötigen, sprechen Sie uns an.

Fazit

Die OX App Suite ist aus einem Guss und gut zu nutzen.
Wir bei Novatrend nutzen Open-Xchange schon länger und sind schlicht zufrieden 🙂

Probieren Sie es mal aus!

Links


tl;dr: Wir bieten unseren Hosting-Kunden die kostenlose Nutzung der Groupware OX App Suite an.