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Keine Angst vorm Ausprobieren und Aktualisieren!

Du hast eine Website und möchtest etwas verändern?
Du traust dich nicht, weil du Angst hast, etwas kaputt zu machen?

Hier kommt die Lösung – eine Staging Umgebung!

Unter einer Staging Umgebung versteht man eine Kopie der “Live-Site”. Dort können Änderungen vorgenommen werden und wenn alles so funktioniert oder aussieht, wie man es haben möchte, kann man die ”Staging-Site” in die ”Live-Site” übertragen.

Hier ein Beispiel wie du eine Staging Umgebung in deinem Webhosting nutzen kannst.

Wenn du eine Standard Software wie WordPress oder Joomla nutzt, so ist es eine gute Idee, diese mittels des Softaculous App Installers zu installieren.

Du rufst Softaculous über das cPanel auf und siehst dann alle existierenden Installationen. In meinem Beispiel verwende ich die WordPress Site twitter.seafolly.ch. Sie sammelt alle Tweets unseres Twitter Accounts (siehe auch: Ein selbst gehostetes Twitter Archiv mit WordPress).

Mit Softaculous installierte Anwendungen

Durch einen Klick auf das Staging-Icon kommst du zu einer Detailseite, die abfragt, wohin deine Live-Site kopiert werden soll. Um den Vorgang zu starten, benötigst du natürlich eine Domain, Subdomain oder ein Unterverzeichnis als Ziel, sowie ein Zertifikat.

Eine Sub- oder Unterdomain erstellt du ebenfalls im cPanel.

Subdomain erstellen

Ein Let’s Encrypt Zertifikat ist ebenfalls schnell im cPanel erstellt.

Zertifikats-Übersicht
Zertifikat erzeugen

Nach diesen Vorbereitungen kannst du wieder zu Softaculous wechseln und die Details für die Staging-Site angeben.

Ziel für das Staging angeben

Deine Site wird komplett auf die neue Domain kopiert, alle Zugangsdaten bleiben gleich. Der Vorgang geht, je nach Umfang der Site, normalerweise sehr schnell (Sekunden).

Staging-Site wurde erstellt

In der Übersicht deiner Installationen taucht nun die Staging-Site unterhalb der Live-Site auf.

Softaculous: Installierte Anwendungen mit Staging-Site

Du kannst dich, wie von der Live-Site gewohnt, an deiner Staging Site anmelden und die gewünschten Änderungen vornehmen.
Also beispielsweise komplizierte Updates, neue Themes oder auch einfach Textänderungen. Du kannst in aller Ruhe und völlig unabhängig von der Live-Site arbeiten. Wenn du die Staging-Site “kaputt spielst”, löschst du sie einfach und erstellst dir eine Neue.

Wenn du mit deinen Änderung fertig bist, kannst du diese auf deine Live-Site übertragen, der Vorgang heisst “Push to Live”.

Push to Live-Site

Hinweis: Alternativ könntest du auch die Staging Umgebung als neue Live-Site markieren. Das ist beispielsweise hilfreich, wenn du auf eine andere Domain umziehst. Wenn du die Staging-Site nur für Tests genutzt hast, kannst du nach dem erfolgreichen Test natürlich die Änderungen auch manuell an der Live-Site vornehmen und die Staging-Site löschen.

Meistens will man dann aber doch die Staging-Site in die Live-Site übertragen. Der Vorgang geht ebenfalls seht schnell und die entsprechende Meldung sieht aus wie im folgenden Screenshot.

Meldung bei erfolgreichem “Push to Live-Site”

Nach einem erfolgreichen Test oder der erfolgreichen Übertragung auf die Live-Site solltest du die Staging-Site wieder löschen, sie ist jetzt öffentlich im Netz aufrufbar.
Das geht ganz einfach über einen Klick auf das rote Kreuz ❌ .

Staging-Site löschen

Fazit

Wer die Staging Funktion von Softaculous ein paar mal benutzt hat, fragt sich, wie es eigentlich jemals ohne diese Funktion ging. Die Angst vor komplizierten Änderungen oder Aktualisierungen ist komplett verschwunden. An der Website basteln ist völlig risikolos und macht wieder Spass!


tl;dr: Eine Staging-Site reduziert das Risiko ungewollter Effekte bei Änderungen und Aktualisierungen auf NULL 🥳

Von hagengraf

Ich erstelle bequeme und benutzerfreundliche Orte in virtuellen und physischen Umgebungen.

Eine Antwort auf „Keine Angst vorm Ausprobieren und Aktualisieren!“

Wieder sehr toll auf den Punkt gebracht, bravo!
Nutze ich in der Tat auch immer gerne. Leider gibt es auf Domain registrierte Produkte, die dann in einer entsprechenden SUB-Domain entsprechend unbrauchbar werden. Aber das sind ganz wenig Ausnahmen.

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