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Versionskontrolle mit GIT und cPanel

Jeder, der ein Webhosting bei uns betreibt, kennt das Konfigurationstool cPanel. Es eine webbasierte Administrationsoberfläche für fast alle gängigen administrativen Aufgaben und ermöglicht damit unter GNU/Linux-Webservern zahlreiche Funktionen, die ansonsten nur mit einem hohen Konfigurationsaufwand oder Wissensstand verfügbar wären.

Jeder, der etwas ernsthafter mit Webentwicklung und Site Building zu tun hatte, kennt GIT oder hat es schon mal benutzt. GIT ist ein Versionsverwaltungssystem, also ein System, das zur Erfassung von Änderungen in Dateien verwendet wird. Alle Dateiversionen werden in einem Archiv (Repository) mit Zeitstempel und Benutzerkennung gesichert und können später wiederhergestellt werden. Ich habe schon mal hier im Blog darüber geschrieben (Entwicklungsworkflow für Deine Website(s)).

In cPanel gibt es nun das Feature Git™ Version Control und damit eine einfache Implementierung der wirklich nützlichen Versionsverwaltung.
Im weiteren Verlauf beschreibe ich ein Beispiel für verteiltes Arbeiten mit diesem Feature. 

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10 nützliche Plugins für WordPress Entwickler/Site Builder

Nachdem das mit den 10 Page Buildern letzte Woche so gut angekommen ist, mache ich das gleich nochmal mit 10 nützlichen Plugins für WordPress Entwickler und Site Builder. Es ist ja ja heute gar nicht mehr so einfach so definieren, was man eigentlich ist 🙂 Also ich wende mich an alle, die in der Lage sind, WordPress zu installieren und dann so nach und nach Plugins und Themes entdecken und installieren. Es gibt natürlich noch viel mehr als diese 10 Plugins, aber ich finde das schon mal einen guten Überblick.

1. Password Protected

Wenn man eine neue Site startet, möchte man ja nicht, dass jeder darauf zugreifen kann. Das Password Protected Plugiobs ist eine einfache Möglichkeit, um die WordPress Website schnell mit einem einzigen Passwort zu schützen.

Passwort Protected - WordPress Site
Passwort Protected – WordPress Site

Achtung! Das Plugin schützt deinen WordPress Inhalt. Es schützt nicht deine Bilder oder andere hochgeladenen Dateien wenn jemand die exakte URL zu einem Bild oder einer Datei eingibt. Diese sind dann weiterhin zugänglich.
https://de.wordpress.org/plugins/password-protected/

2. Theme Switcha

Wenn du an deinem Theme baust, willst du es auch mal „wirklich live“ sehen. Auch wenn sich vielen Entwickler die Haare sträuben, so werden WordPress Sites oft auf der produktiven Website live angepasst. Oft gibt es nur diese eine WordPress Site und keine Test Site. So grundsätzlich ist es natürlich besser eine Live- und eine Test Site zu haben aber gerade bei WordPress kann man sich das als Dienstleister oft nicht aussuchen. Egal, in welcher Umgebung du das Plugin nutzt, Theme Switcha ist wirklich praktisch. Es ermöglicht den Wechsel des Themes auf der Website nur für den Administrator. Alle anderen sehen weiterhin das Standard Theme.

https://de.wordpress.org/plugins/theme-switcha/

3. User Switching

Ausser anderen Themes benötigt man hin und wieder die Berechtigungen eines anderen Users. Wenn beispielsweise die Administratoren die schwarze Adminleiste oben auf der Website sehen sollen, normale Benutzer aber nicht. Oder du baust etwas anderes, dass auf Berechtigungen basiert, beispielsweise einen Downloadbereich.

Mit dem User Switching Plugin kannst du mit einem Klick zwischen Benutzerkonten wechseln. Du wirst ab- und angemeldet als der gewählte Benutzer. Auch das zurück wechseln funktioniert problemlos.

Ich bin als Hagen Graf angemeldet und kann zum User hagengraftwitter wechseln
Ich bin als Hagen Graf angemeldet und kann zum User hagengraftwitter wechseln
Das Ganze geht auch zurück zum ursprünglichen Benutzerkonto
Das Ganze geht auch zurück zum ursprünglichen Benutzerkonto

https://de.wordpress.org/plugins/user-switching/

4. WP Reset

Wenn du eine WordPress Site neu installierst und fröhlich vor dich hin baust, geht es manchmal einfach nicht weiter. Irgendetwas funktioniert nicht mehr und du müsstest das WordPress eigentlich neu installieren. Je nach Umgebung ist das einfach oder eben nicht so einfach. WP Reset setzt alles auf den Auslieferungszustand zurück, lässt aber alle Dateien stehen.   

WP Reset
WP Reset lässt sich nicht versehentlich auslösen 🙂

https://de.wordpress.org/plugins/wp-reset/

5. Child Theme Configurator

Die Idee bei einem Child Theme ist, dass man die Features und Eigenschaften des Parent Themes nutzen, aber an bestimmten Stellen das Verhalten des Parent Themes mit eigenen Änderungen überschreiben kann. Die Änderungen bestehen immer aus zusätzlichen CSS-, JavaScript-, PHP- und HTML-Befehlen, sowie Grafik-Dateien. Wenn alle Änderungen in ein Child Theme ausgelagert werden, kann das Parent Theme bei einem Update problemlos aktualisiert werden. Nutzt man kein Child Theme werden die Änderungen beim nächsten Update überschrieben (siehe auch Ein Child Theme in WordPress erstellen)

Child Theme Configurator
Child Theme Configurator

https://wordpress.org/plugins/child-theme-configurator/

6. HTTP Headers

HTTP Header werden unter anderem auch im Zuge der DSGVO immer wichtiger (siehe auch 12 sinnvolle Sicherheitseinstellungen im Rahmen der DSGVO). Es gibt so viele davon und hin und wieder muss man wirklich genau hinsehen, was, wie gesetzt werden muss. Das Plugin bietet eine einfache Oberfläche mit sinnvollen Auswahlmöglichkeiten.
Es geht dabei um diese Header:

Access-Control-Allow-Origin, Access-Control-Allow-Credentials, Access-Control-Max-Age, Access-Control-Allow-Methods, Access-Control-Allow-Headers, Access-Control-Expose-Headers, Age, Content-Security-Policy, Content-Security-Policy-Report-Only, Cache-Control, Connection, Content-Encoding, Expect-CT, Expires, Feature-Policy, Pragma, Public-Key-Pins, Public-Key-Pins-Report-Only, P3P, Referrer-Policy, Report-To, Strict-Transport-Security, Timing-Allow-Origin, Vary, WWW-Authenticate, X-Content-Type-Options, X-DNS-Prefetch-Control, X-Download-Options, X-Frame-Options, X-Permitted-Cross-Domain-Policies, X-Powered-By, X-UA-Compatible, X-XSS-Protection

HTTP Headers

https://de.wordpress.org/plugins/http-headers/

7. Microthemer

Mit Microthemer kannst du deine WordPress Site stylen … und zwar ziemlich gut. Du suchst dir den Teil der Seite aus, den du live verändern willst … und dann machst du das 🙂 Probier es mal aus!

Microthemer

https://de.wordpress.org/plugins/microthemer/

8. Query Monitor

Query Monitor bietet die Möglichkeit, die Ausgabe der Site nach Plug-in oder Design einzugrenzen und zu untersuchen. Plugins, Designs oder Funktionen mit schlechter Leistung können schnell ermittelt werden. Es fügt ein Admin-Toolbar-Menü hinzu, dass die Daten in einem Panel anzeigt.

https://de.wordpress.org/plugins/query-monitor/

9. WP File Manager 

Ein eingebauter Dateimanager ist einfach praktisch!

WP File Manager

https://de.wordpress.org/plugins/wp-file-manager/

10. Stream

Stream überwacht Systemaktivitäten. Das ist superpraktisch wenn mehrere Leute an einer WordPress Site arbeiten. Es ist hochkonfigurierbar und arbeitet mit vielen anderen Plugins zusammen. Im Ergebnis hast du einen „Stream“ der Aktivitäten auf deiner WordPress Site. Hier ein Beispiel des Streams, während ich diesen Beitrag schreibe.

https://de.wordpress.org/plugins/stream/


Welche interessanten Plugins benutzt du?

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10 Page Builder Plugins für WordPress

Es gibt Benutzer von WordPress, die schreiben in erster Linie Artikel.
Das WordPress System hosten sie selbst oder nutzen WordPress.com als werbefinanzierten Service. Es gibt aber auch Benutzer, die lassen sich von einer Agentur für eine stattliche Summe Geld mit WordPress eine Website erstellen, die aus einzelnen Seiten besteht. Die Seiten werden von der Agentur oft mit einem Page Builder erstellt. Dann schalten sie die Kommentar Funktion ab und schreiben niemals einen Artikel.

Ich finde das insofern bemerkenswert, weil der WordPress Software der Spagat zwischen der schreibenden Zunft und den oft eher „inhaltsarmen“, aber aufwendig gestalteten Business Sites hervorragend gelingt. Oder um es griffiger zu formulieren: Wer einmal mit WordPress angefangen hat, kann beide Nutzungsarten zu jedem Zeitpunkt kombinieren. Aus einem reinen Blog kann sehr einfach eine Business Site mit Online Shop gemacht werden und aus einer eher statischen Business Site eine interaktive Community mit Corporate Blogs.

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Facebook und das automatisierte Veröffentlichen auf Benutzer Timelines

Ich muss mal ein wenig ausholen und ganz privat plaudern. Ich habe ein Facebook Profil. Da poste ich Links zu Texten, die ich schreibe. Ich selbst schreibe bei Facebook hin und wieder Kommentare und lese auch Posts meiner „Freunde“. Ich nenne diese Freunde eher „Bekannte“, weil ich sie zum Einen tatsächlich alle kenne und zum Anderen ich nicht jeden davon als meinen Freund bezeichnen würde. Trotzdem sind sie mir alle wertvoll und wichtig 🙂
Ich habe glücklicherweise keine „nervigen“ Posts in meiner Timeline, ausser der in letzter Zeit zunehmenden Werbung. Die Einträge, die ich selbst poste, sind öffentlich, da ich davon ausgehe, dass alles, was ich auf Plattformen wie Facebook poste, früher oder später öffentlich wird. Ich habe immer mal wieder überlegt, das Profil zu deaktivieren wegen der Datenschutzproblematik, mich aber dann doch nach kurzer Zeit dagegen entschieden. Facebook ist war praktisch, um „Kontakt“ zu halten. Ich schreibe bewusst „war“, weil es mittlerweile so viele Systeme gibt, die ähnliche Funktionen bieten und von unterschiedlichen Gruppen genutzt werden. Und weil es so viele unterschiedliche Systeme gibt, wird es plötzlich wieder schwieriger „Kontakt“ zu halten.

Harry erreiche ich über Facebook, Sabine über Instagram, Gabi über Twitter, Nicola über Google Hangouts, Johannes über Skype, Alex über WhatsApp, Holger über SMS, Karsten über Jabber, bei Marcel muss ich vorbeigehen und manche Bekannte sind echt schwer zu erreichen.
Wenn ich nun möglichst einfach Harry, Sabine, Johannes, Nicola, Gabi, Alex, Holger, Karsten und Marcel darüber informieren will, dass irgendwas in meinem Leben passiert ist, schreibe ich entweder einen Blogeintrag in mein selbst gehostetes WordPress Blog oder poste ein Foto auf Flickr oder Instagram.

Da ich weiss, dass meine Bekannten oft andere Plattformen bevorzugen, versuche ich meine Inhalte zu „spiegeln“, ohne dass es für die Leser nervig wird.

Wenn ich einen neuen Blogpost veröffentliche wird der Link zu diesem Beitrag  automatisch an ein paar soziale Netzwerke verteilt, in denen das erlaubt ist. Das funktioniert gut und spart mir Zeit. Ausserdem hat es den angenehmen Nebeneffekt, dass der Teil meiner Bekannten, die meine Texte interessant finden und kommentieren, durch den Link genau dorthin gelangen, wo diese Texte veröffentlicht werden – auf meinem Blog.

Das Prinzip hat auch einen Namen: Publish (on your) Own Site, Syndicate Elsewhere (POSSE)

Es bietet Vorteile für mich, hier eine kleine Auswahl:

  • Eigentum: Wenn ich auf meiner eigenen Website zuerst veröffentliche, entsteht eine Kette von Inhalten und Links, die zu mir zurückverfolgt werden kann.
  • Unabhängigkeit von Dritten: Wenn ich auf meiner eigenen Website poste, bin ich nicht auf Dienste von Drittanbietern angewiesen.
  • Eigene URLs: URLs zu meinem Inhalten sind in meiner Domain.
  • Originalinhalte und Zitate: Wenn du Inhalte zuerst auf deiner eigenen Website veröffentlichst, können Kopien, die du bei Drittanbieterdiensten postest, das Original auf deiner Website verlinken oder zitieren.
  • Bessere Suche: Die Suche nach öffentlichen Inhalten auf deiner eigenen Domain mit einer beliebigen Suchmaschine funktioniert besser als die ausschließliche Verwendung von beispielsweise Twitter, um deine Tweets zu durchsuchen.

Den umgekehrten Weg versuche ich genauso. Da es für mich mühselig ist, alle Plattformen regelmässig auf Neuigkeiten zu untersuchen, aggregiere ich die für mich wichtigen Informationen mit unterschiedlichen Tools, beispielsweise mit RSS – Es gibt nichts besseres!

Hintergrund der ganzen Aktion ist mein Versuch, Inhalte, die mich interessieren, selbst zusammenzustellen und hin und wieder Ausschau nach etwas Neuem zu halten. Diese Vorgehensweise ist optimiert auf meine Bedürfnisse und hat für mich viele Vorteile. Als Gegenleistung gebe ich meine Daten an die Netzwerke und für mich stimmt momentan die Balance. Ich habe ein paar Bekannte, die das ähnlich organisieren wie ich und andere, die innerhalb der proprietären Plattformen Formate wie Stories nutzen (Facebook, Instagram, Snapchat), die ich nicht aggregieren kann und die dadurch nicht mehr bei mir ankommen. Das nehme ich bewusst in Kauf.

Das, was ich da gerade beschrieben habe, ist meine individuelle, private Lösung im Umgang mit Bekannten, der Öffentlichkeit und Inhalten, die ich produziere.

Business

Aus der Sicht der Unternehmen, die diese Plattformen betreiben, ist meine Strategie natürlich nicht so sehr erwünscht. Deren Ziel ist ja auf der einen Seite meine Aufmerksamkeit zu erregen um mir bezahlte Werbung zu präsentieren und auf der anderen Seite, aus den Metadaten, die ich beim Besuch der Plattform hinterlasse, ein genaueres Profil von mir zu erzeugen. Dadurch können sie mein Verhalten besser einschätzen und mir „noch bessere“ Werbung präsentieren.

Ich bin aus deren Sicht zwar durchaus ein Lieferant von Inhalten, verweise aber meistens auf meine eigene Website. Das stört die Aufenthaltsdauer auf den Plattformen und in deren Smartphone Apps. In Smartphone Apps ist es bereits heute schwierig bis unmöglich, die App zu verlassen um einen Link in einem Browser zu öffnen.
Die Welt ausserhalb der App scheint gefährlich zu sein 🙂

WordPress JetPack

Das WordPress Plugin, das ich in meinem Blog zum automatisierten Verteilen benutze, heisst JetPack. Es ist ebenfalls ein wenig umstritten in der Bloggerwelt, weil es Daten von und nach Automattic liefert, der Firma hinter WordPress. Seit dem 1. August 2018 ist es nicht mehr möglich, Beiträge automatisiert auf einem Facebook Profil zu teilen. Anlass für die Änderung war der Skandal um Cambridge Analytica (FAQ: Was wir über den Skandal um Facebook und Cambridge Analytica wissen).

Facebook Änderung
Nachricht aus JetPack über die Facebook Änderung

JetPack enthält das Modul Publicize und hier können die Verbindungen konfiguriert werden.

WordPress JetPack Publicize
WordPress JetPack Publicize

Im einzelnen Beitrag sieht das dann so aus

WordPress JetPack Publicize - Beitrag
WordPress JetPack Publicize – Beitrag

Das Modul nutzt die API von Facebook und konnte bisher auf Facebook Profile und Facebook Pages posten.

Hootsuite, IFTTT, Buffer

Es gibt auch andere Tools, mit denen die Bespielung sozialer Netzwerke  unabhängig von der eigenen Website  automatisiert werden kann, beispielsweise Hootsuite und IFTTT  (siehe auch: Ein Automat für #Kunstprojekt) und Buffer.

Hootsuite
Hootsuite Einstellungen für soziale Netzwerke

Diese Tools sind abhängig von den Möglichkeiten der entsprechenden APIs der sozialen Netzwerke. Wenn Facebook etwas ändert, müssen sich diese Services auch anpassen.

Facebook API

Die Facebook API (https://developers.facebook.com) beschreibt die Wege, wie eine „Fernbedienung“ von Facebook funktionieren. Das betrifft im oben beschriebenen Fall mein eigenes Profil, viel wichtiger sind allerdings Rechte, die die Apps auf Nachfrage vom Nutzer erhalten. Bei Cambridge Analytica ging es um den Lesezugriff auf Daten eines Profils und von dessen Freunden.

On August 1st, 2018, the Live API publish_actions permission, which allows an app to publish on behalf of its Users, will be reserved for approved partners. A new permission model that allows apps to publish Videos to their User’s Groups and Timeline will be created instead.

Access to the Pages APIs requires re-submission of the application for review before August 1, 2018. This will be required to continue publishing live and VOD video to Pages, as well as reading insights.

Nur noch „approved Partner“ dürfen auf Profile posten. Das Posten auf Facebook Pages ist weiterhin möglich. Da stellt sich natürlich gleich die Frage, wer unter welchen Umständen „approved Partner“ werden kann und ob dem dann die gleiche Funktionalität wie Cambridge Analytica zur Verfügung stehen wird?

In diesem Zusammenhang bot mir die Instagram App auf meinem Telefon neulich an, ob ich meinen existierenden Instagram Account in einen Business Account umwandeln wolle. Als Anreiz wurde mir angeboten „Insights“ über meine Stories, Posts und Follower zu erhalten. Auch hier wurde darauf hingewiesen, dass ein automatisiertes Verteilen nur auf Facebook Pages möglich ist (und natürlich anderen Social Networks).

Sharing in Instagram
Sharing in Instagram

Da ich ja prinzipiell neugierig bin, habe ich das natürlich ausprobiert (man kann auch wieder zurück in den alten Zustand wechseln). Eine bis dahin noch nicht vorhandene Facebook Page wurde automatisch für mich angelegt und die Instagram Bilder werden nun auch dorthin übertragen (Die Videos übrigens noch nicht). Bisher hat übrigens kaum jemand diese Facebook Page gefunden und angesehen. Facebook unterscheidet da zwischen „Organic“ und „Paid“ Zugriffen.

Insights Facebook Page
Insights Facebook Page

Werbung

Was für mich als Privatmensch eher nutzlos ist, ist für ein Unternehmen, das Werbung machen will, natürlich super. Auf einer Facebook Page und im Instagram Account lässt sich relativ einfach Reichweite kaufen. In diesem Fall wende ich mich an Menschen, die in der Schweiz leben und sich für Boote interessieren. Auf der Facebook Page kann man die Zielgruppe sehr genau einschränken.

Werbung auf einer Facebook Page
Werbung auf einer Facebook Page

In Instagram ist das noch nicht so gut entwickelt. Vermutlich weiss Facebook noch nicht so viel über die Instagram Benutzer.

Werbung auf Instagram
Werbung auf Instagram

Nachdem du eine Promotion erstellt hast, wird der Post der gewählten Gruppe angezeigt und du erhältst auch die entsprechenden „Insights“ von Facebook zur Erfolgskontrolle. Falls du mit Links auf die eigene Website oder den eigenen Shop verweist, musst du den Links entsprechende Parameter mitgeben, die vom Shop oder anderen Analysetools erkannt werden um zu erkennen, dass die Besucher aus deiner Facebook Promotion kommen.

Parallel dazu musst du als Unternehmen zusehen, dass Besucher deine Seite „liken“. Das kannst du natürlich auch kaufen.

Für Facebook ist das ein gutes Geschäftsmodell und das vermutliche bestmöglichste Ergebnis nach dem Cambridge Analytica Skandal. Für die Marketingabteilungen von Unternehmen ist es ebenfalls zunächst mal einfach. Ob sich diese Art Werbung lohnt, muss jeder für sich selbst ausprobieren. Für kleinere Firmen und Startups kann sich das durchaus lohnen. Eine genaue Kontrolle der Wirkung ist unerlässlich.

Aber zurück zu mir, meinen Bekannten und meiner privaten Kommunikationsstrategie. Wie ist es für die privaten Facebook Benutzer mit ihren sozialen Kontakten? Auch wenn es auf den ersten Blick nur eine kleine API Änderung ist, hat es doch weitreichende Folgen für die Art der Nutzung eines Facebook Profils.


tl;dr: Seit 1.8.2018 kann du keine Inhalte mehr automatisiert auf dein Facebook Profil posten