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Webhosting: Drupal 8 mit drush aktualisieren

So ein Bild wie oben siehst du oft, wenn du mit Drupal arbeitest. In diesem Fall ist es Drupal 8, welches ich auf der Seite unseres Kunstprojektes seafolly.ch nutze. Das Drupal läuft auf einem „normalen Webhosting“ hier bei NOVATREND und dient als Beispiel für die Drupal Beiträge im Blog.

Arbeiten auf der Konsole

In einem Webhosting bei NOVATREND kannst du dich, wie auf einem Root Server, via SSH auf der Konsole einloggen und mit deinen Benutzerrechten arbeiten. Öffne einfach ein Terminal Fenster und verbinde dich mit deinem FTP Benutzernamen und Passwort.

ssh [username]@[ftphost]

In meinem Fall ist das Drupal 8 direkt im Verzeichnis public_html installiert, daher wechsle ich in dieses Verzeichnis.

cd public_html

Wie die Drupal Shell drush installiert wird, habe ich im Artikel Drupal 8 bringt frischen Wind beschrieben.

Mit dem Befehl

drush pm-updatestatus

kannst du überprüfen, ob die Angaben zum Status deiner Drupal Installation mit denen im Webbrowser übereinstimmen.
Das Ergebnis sieht beispielsweise so aus:

drush pm-updatestaus
drush pm-updatestaus

In diesem Fall gibt es ein Core Update von Drupal 8.1.7 auf Drupal 8.1.8, ein Modul Update der Admin Toolbar und ein Update des Bootstrap Themes. Modul Updates können auch über das Browser Interface erledigt werden, Core Updates nicht. Mit Hilfe von drush sind beide Updates sehr einfach möglich.

ACHTUNG, jegliche Änderungen, die du an Drupal Core Dateien vorgenommen hast, werden überschrieben. Das klingt zunächst harmlos, denn Drupal Core Dateien wirst du normalerweise nicht verändern, ausser … und da fallen dir bestimmt dann doch ein paar ein, denn als Drupal Core Dateien gelten auch die .htaccess Datei, die robots.txt Datei und natürlich individuelle Theme Anpassungen die du innerhalb des originalen Themes durchgeführt hast. Ein Backup vor dem Update ist also unerlässlich (siehe hierzu ein schnelles Backup vor dem Update), besser noch ein Test in einer lokalen Version der Site.

Update mittels drush

Das eigentliche Update geht einfach in folgenden Schritten

  • Site in den Maintenance Mode versetzen
    drush sset system.maintenance_mode 1
  • Drupal Cache löschen
    drush cache-rebuild
  • Core Update durchführen
    drush pm-update drupal
  • Modul Updates durchführen
    drush pm-update admin_toolbar
    drush pm-update bootstrap
  • Maintenance Mode aufheben
    drush sset system.maintenance_mode 0
  • Den Cache neu erstellen
    drush cache-rebuild

Hier nochmal die Ausgaben als Screenshot:

Drupal 8 Aktualisierung mit drush
Drupal 8 Aktualisierung mit Drusch

Was hier auf den ersten Blick im Screenshot etwas unübersichtlich aussieht, ist ein sehr logisches, und vor allem durchdachtes System einer „Fernbedienung“ für Drupal. Wenn du dich intensiver mit Drupal 8 beschäftigen möchtest, wird dir drush ein grosse Hilfe sein.

Fazit

Ein Drupal 8 Update ist mit Hilfe von drush auf der Kommandozeile schnell und sicher erledigt.

Links


tl;dr: Drupal 8 Updates solltest du auf der Kommandozeile durchführen!

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WordPress 4.6. – Was ist neu?

Letzte Woche erschien WordPress 4.6 Pepper. Alle WordPress Releases werden nach Jazz Musikern benannt, Pepper steht für den Jazz Musiker Pepper Adams.
Das Update soll die Arbeit mit WordPress erleichtern, bietet aber auch Neuigkeiten für Entwickler.
(Ebenfalls letzte Woche habe ich die App LICEcap (simple animated screen captures) entdeckt und werde in diesem Artikel mal mit animierten Screenshots durch die Neuerungen führen :))

Editor – Inline Link Checker

Wenn du einen fehlerhaften Link eingibst, färbt sich der Link nun rot und um den Text herum erscheint ein roter Rahmen. Wenn der Link o.k. ist, wird er in blauer Farbe dargestellt.
Hier ein Beispiel!

WordPress 4.6 -Inline Link Checker
WordPress 4.6 -Inline Link Checker

Backend mit systemeigenen Schriftarten

Nach dem Update sah mein WordPress Backend anders aus. WordPress 4.6 nutzt im Backend nun systemeigene Schriftarten und nicht mehr die Schriftart OpenSans von Google. Das wirkt sich positiv auf die Geschwindigkeit der Darstellung aus und sieht auch besser aus. Auf meinem System (macOS) sind die Unterschiede nicht groß, aber doch erkennbar.

Vergleich Schriftarten WordPress 4.6 und WordPress 4.5
Vergleich Schriftarten WordPress 4.6 und WordPress 4.5

Installieren, Aktualisieren sowie Löschen von Plugins und Themes

Der Workflow für das Installieren, Aktualisieren sowie Löschen von Plugins und Themes wurde überarbeitet. Die Aktionen werden durch einen Klick gestartet und im Hintergrund ausgeführt. Man wird nicht mehr auf eine andere Seite weitergeleitet. Zur Verdeutlichung hier ein Beispiel für die alte und die neue Installation.

Theme Installationsvorgang in alten WordPress Versionen:

Installationsvorgang ALT
Installationsvorgang ALT

Theme Installationsvorgang ab WordPress 4.6:

Theme Installation ab Version 4.6
Theme Installation ab Version 4.6

Das ist optisch eine kleine Änderung, aber gerade im Vergleich der beiden Varianten wird deutlich, um wieviel einfacher die neue Variante ist. In dieser Art und Weise wurden alle Installations-, Aktualisierung- und Löschvorgänge für Plugins und Themes in WordPress 4.6 überarbeitet.

Lokale Speicherung von Artikeln

Der GAU für jeden WordPress Benutzer: Du schreibst einen Beitrag und deine Netzwerkverbindung fällt aus. Du merkst es nicht und klickst auf aktualisieren oder veröffentlichen. Bisher waren deine Änderungen, die du nach der letzten automatische Aktualisierung vorgenommen hattest, weg.

Ab WordPress 4.6 wird zusätzlich zur automatischen Datenbanksicherung jede Änderung sofort lokal im Browser zwischengespeichert, so dass die Chance Daten zu verlieren erheblich abnimmt!

Lokale Kopie im Browser
Lokale Kopie im Browser

Entwickler News

Für WordPress Entwickler gibt es ebenfalls Neuigkeiten, die größtenteils zur Vorbereitung der REST-API 2.0 im Core dienen. Hier ein paar Beispiele.

WordPress unterstützt Resource Hints

So grundsätzlich sind Browser heute oft damit überfordert die Entscheidung zu treffen, welche Teile einer Website zuerst geladen werden sollten. Der Browser „spekuliert“ daher und hofft, dass er das Richtige tut. Daher gibt es eine W3C Spezifikation (Resource Hints) um dem Browser sagen zu können, was er in welcher Reihenfolge laden soll. WordPress 4.6 unterstützt diese Spezifikation.

Allein die Tatsache, dass solche Anweisungen an einen Browser nötig sind, stimmt schon ein wenig bedenklich, aber es freut mich und sicher auch die Plugin Entwickler, dass WordPress das in der Version 4.6 kann. Der Seitenaufbau wird damit schneller.

Übersetzungen

Bei der Installation eines Plugins wird in der neuen Version zunächst versucht die passenden Übersetzungen von translate.wordpress.org zu laden. Bisher wurde zuerst der Ordner im entsprechenden Plugin angesteuert.

HTTP-API nutzt die Requests Library

Das hört sich zunächst recht abstrakt an und man fragt sich: Hm … was heißt das? Ganz einfach: WordPress 4.6 nutzt nun nicht mehr die selbst entwickelte wp_http Library, sondern die von WordPress unabhängige Requests Library. WordPress profitiert dadurch von der Stabilität und den Eigenschaften der Requests Library und beschleunigt damit die Integration der REST-API. Für Entwickler ändert sich zur bisherigen Lage wenig, außer, dass manche Funktionsaufrufe nun mehr Möglichkeiten bieten, beispielsweise parallele HTTP Zugriffe und die  Unterstützung für internationale Domains.

Verbesserungen in der Customizer API

Wenn im Customizer (Anpassen) Dialog etwas verändert wird, so werden die Werte jetzt vor dem Speichern überprüft. Falls etwas nicht passt, wird der entsprechende Wert nicht gespeichert und die Fehler werden dem Nutzer als Nachricht angezeigt.

Neu: WP_Term_Query()

Diese neue Klasse ergänzt die bereits bestehenden WP_User_Query() and WP_Comment_Query(). Bei der neuen Klasse geht es um die Art und Weise, wie Entwickler auf Kategorien zugreifen. Ein Datenbankaufruf der Kategorie WordPress46 sieht dann beispielsweise so aus:

// WP_Term_Query arguments
$args = array (
 'taxonomy' => array( 'WordPress46' ),
);
// The Term Query
$term_query = new WP_Term_Query( $args );

Das klappt auch für Term-Ids, für die Suche und die Beschreibung von Kategorien. Einen Code Generator zu diesen Klassen bietet die Website generatewp.com.

Neu: WP_Post_Type()

Vor der Version 4.6 gab es die globale Variable $wp_post_types und nun gibt es ein Object Array mit dem Namen WP_Post_Type. WP_Post_Type bietet Methoden um mit dem Post Type zu interagieren. Das ist nützlich bei Custom Post Types, vermeidet Fehler und macht auch die Erstellung von REST-API Endpunkten einfacher.

Neu: register_meta()

Auch diese Funktion hat mit der REST-API zu tun. Sie erlaubt Meta Daten statt in der Datenbank im Code abzulegen. Das macht das Anlegen von Custom Post Types und Taxonomies einfacher.

Neue Versionen der JS Libraries

Die von WordPress genutzten JavaScript Libraries werden mit WordPress 4.6 auf einen aktuellen Stand gebracht.

  • Masonry 3.3.2,
  • imagesLoaded 3.2.0,
  • MediaElement.js 2.22.0,
  • TinyMCE 4.4.1
  • Backbone.js 1.3.3

Multisites werden schneller

Durch verbessertes Caching wird die Verwaltung von Multisites schneller.

Warum ist die REST-API so wichtig?

Die REST-API (Schnittstelle) ist strategisch wichtig, da sie es erlaubt WordPress als Unterbau für Apps wie Calypso und mobile Apps zu nutzen (Tutorial). Immer mehr Websites werden headless erstellt. Dabei übernimmt ein Frontend, das nichts mit WordPress zu tun hat die Darstellung und die in WordPress gespeicherten und zu speichernden Daten werden über die API gesendet und angefordert. Ein prominentes Beispiel dafür ist die guggenheim.org Website, die komplett über die WordPress REST-API realisiert wurde. Auch IKEA experimentiert mit der API.

Momentan ist die API ein Plugin (WordPress REST-API). Eine Integration in den Core würde die Entwicklung von Anwendungen, die die API nutzen, erheblich erleichtern.

Fazit

Das WordPress 4.6 Release bringt wenig sichtbare Änderungen, aber viele Vorbereitungen im Code um im nächsten Release (WordPress 4.7) die REST API in der Version 2.0 bereits im Core anbieten zu können.


tl;dr: WordPress 4.6 wird etwas schneller, etwas schöner, etwas einfacher und bringt viele Vorbereitungen im Code für die Zukunft mit.

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Betriebssysteme Cloud Server

Paketverwaltung und Snaps unter Ubuntu 16.04 LTS

Jedes Betriebssystem ermöglicht das Hinzufügen, Aktualisieren und Deinstallieren von Software. Meistens werden vom Hersteller Softwarepakete angeboten, die mit Hilfe eines Installationsskripts den Weg auf den Computer finden. Updates für diese Pakete bestehen entweder aus sogenannten Patches (engl. Flicken), die einzelne Dateien eines Softwarepaketes aktualisieren oder aus anderen Softwarepaketen, die „über“ bereits installierte Softwarepakete installiert werden. Zur Deinstallation von Softwarepaketen benötigst man oft Deinstallationsskripte.

Unter Mac OS gibt es bis heute beispielsweise keine einheitliche Vorgehensweise um Software zu deinstallieren. In Windows gibt es die zwar, aber der Teufel liegt im Detail. Das Problem ist oft „Geheimniskrämerei“ bei den Herstellern von kommerzieller Software und so weiss man oft weder, was ein Programmpaket denn nun genau auf dem Computer installiert hat, geschweige denn, wie man das alles wieder entfernt. Auch die aufgeräumtesten Apple macOS und Microsoft Windows Computer werden nach ein paar Jahre mit Updates und Programminstallation langsamer und die Festplatte füllt sich. Ein „clean install“, bei dem man ein zuerst „frisches“ Betreibsystem und danach seine Softwarepakete installiert, wirkt oft Wunder und beschleunigt alles wieder.

Im Linux Umfeld ist die Lage etwas übersichtlicher, da glücklicherweise die meisten verfügbaren Softwarepakete grundsätzlich auch im Quellcode vorliegen und klar beschrieben ist, was bei Installation und Aktualisierung verändert wird. Anders als bei den proprietären Systemen gibt es in Linux Abhängigkeiten zwischen den Softwarepaketen. Wenn ich auf einem Windows Computer etwas installiere, ist das normalerweise eine große Installationsdatei oder ein Installer, der während der Installation Dateien nachlädt, entpackt und irgendwo hinschreibt. Diese Art Softwarepaket lässt sich gut verkaufen.

Unter Linux geht es eher modular zu. Wenn ich beispielsweise auf einem Novatrend Root/Cloud Server, der mit Ubuntu läuft, den Webserver Apache installieren will, habe ich normalerweise keine grafische Oberfläche und benutze auf der Konsole den Befehl.

sudo apt-get install apache2
Das Kommando sudo zeigt an, dass der Befehl mit den Rechten des Root Users ausgeführt werden soll. Unter Linux gibt es die User und es gibt Root. Root darf alles, die User dagegen leben im „Userland“ und dürfen viele Dinge einfach nicht! (In macOS ist es genauso, in Windows ähnlich).
Das Kommando apt ruft den Advanced Package Manager auf.
Das Kommando -get zeigt an, dass man etwas haben möchte.
Das Kommando install bedeutet, dass man etwas installieren möchte (apt-get remove würde etwas deinstallieren, apt-get update etwas aktualisieren.).
Das Kommando apache2 zeigt an, das man den Webserver Apache in der Version 2 installieren möchte.
Das ist alles sehr logisch und so fragt das Ubuntu Linux zunächst nach dem Passwort von Root

[sudo] password for anon:

danach schaut es in seiner Paketliste nach, ob ein Paket mit dem Namen apache2 existiert. Die Liste liegt in /etc/apt/sources.list und erhält die Quellen, von denen Software geladen wird.

APT-Quellenliste
APT-Quellenliste

Beim Nachsehen merkt der Paketmanager, das ausser apache2 weitere Pakete installiert werden müssen, damit der Webserver funktioniert. Alle Pakete werden aufgelistet und man muss bestätigen, ob man das alles installieren will.

Building dependency tree
Reading state information... Done
The following additional packages will be installed:
apache2-bin apache2-data apache2-utils libapr1 libaprutil1 libaprutil1-dbd-sqlite3 libaprutil1-ldap liblua5.1-0 ssl-cert
Suggested packages:
www-browser apache2-doc apache2-suexec-pristine | apache2-suexec-custom openssl-blacklist
The following NEW packages will be installed:
apache2 apache2-bin apache2-data apache2-utils libapr1 libaprutil1 libaprutil1-dbd-sqlite3 libaprutil1-ldap liblua5.1-0 ssl-cert
0 upgraded, 10 newly installed, 0 to remove and 4 not upgraded.
Need to get 1554 kB of archives.
After this operation, 6412 kB of additional disk space will be used.
Do you want to continue? [Y/n]

Bei der Aktualisierung und Deinstallation funktioniert das genauso. Wenn man keine Veränderungen an den Dateien vorgenommen hast, kann mit diesem System wirklich alles restlos deinstalliert werden, so als wäre es niemals installiert gewesen. Das geht soweit, dass auch Distributionsupdates gemacht werden können, beispielsweise von Ubuntu 14.04 auf 16.04.

Es gibt also zwei Arten von Paketverwaltungen:

  1. Programme, die aus anderen Quellen Pakete nachladen können, um Abhängigkeiten aufzulösen, so wie eben beschrieben.
  2. Programme, die direkt die Pakete installieren oder löschen, aber keine Abhängigkeitsverwaltungs- und Konfliktlösungsmechanismen kennen.

Linux Distributionen gehören zum ersten Punkt und nutzen immer ein bestimmtes Paketformat. Red Hat, Fedora und OpenSuse benutzen beispielsweise RPM Pakete, Debian und Ubuntu deb Pakete. Die Arbeit, die in einer Distribution steckt, ist die geschickte Zusammenstellung dieser Pakete.

Wen du einen Root Server mit Linux betreibst, wirst du dich über diese Ordnung sehr freuen, denn es gibt immer einen Weg, Probleme zu lösen – IMMER 🙂

Leider ist es oft ziemlich schwer, gerade neuere Pakete die nicht zur Distribution gehören, zu installieren und zu konfigurieren. Wenn beispielsweise die neueste Webanwendung PHP7 benötigt, du aber noch ein Ubuntu 14.04 nutzt, gibt es das in den offiziellen Paketen nicht. Da du ja weisst, wo sich die Liste der Installationsquellen befindet, kannst du natürlich eine Quelle für PHP7 Pakete eintragen und dann die PHP7 Pakete auch unter Ubuntu 14.04 installieren. So eine Erweiterung kann allerdings schwer vorhersehbare Folgen für Abhängigkeiten von anderen Paketen haben. Jeder, der einen Server betreibt, hat vermutlich schon mal etwas ausserhalb der offiziellen Pakete installiert und dann sehr schnell gelernt, dass das manchmal keine gute Idee ist 🙂

An dieser Stelle setzen nun Projekte wie Docker an, die völlig unabhängig vom Paketmanager komplette Softwarepakete zur Installation anbieten. Docker kann man sich wie einen Container vorstellen, der alles notwendige enthält und eine fix und fertige Lösung bietet, beispielsweise ein Web Forum. Prinzipiell ist das eine gute Idee aber die Arbeit liegt natürlich wieder in der Konfiguration und im Zusammenspiel der Container. Nehme ich einen MySQL Docker Container und einen Apache Docker Container und verbinde sie irgendwie mit einem Drupal Container oder nehme ich einen MySQL/Apache/Drupal Container und das wars? Eine einheitliche Antwort gibt es natürlich nicht und so sammeln sich schnell ein paar Container an und die Aktualisierung ist wieder so eine Sache.

Click, snap und snappy

Bei Smartphones geht das alles auf den ersten Blick problemloser mit sogenannten Apps, aber dahinter verbergen sich natürlich die gleichen Herausforderungen.

Als Ubuntu Phone entwickelt wurde, ging man neue Wege und nutzte das Paketformat click. Für den RasberryPi wurde Snappy Ubuntu Core angeboten und nun hält das Snap Format auch im neuen Ubuntu 16.04 Einzug. Es kann mit dem existierenden deb Format koexistieren. Software kann als deb oder snap Paket angeboten werden. Der Unterschied liegt darin, dass snap Pakete, wie bei Docker, eigentlich eher komplette snap Anwendungen sind und vom Rest des System isoliert laufen. Die Snaps können  auch aufeinander aufbauen.

Snappy Ubuntu
Snappy Ubuntu

Vorteil ist die einfache Installation, Nachteil ist der erhöhte Platzbedarf, da nun benötigte Bibliotheken innerhalb eines snap Paketes und damit unter Umständen mehrfach auf einem Betriebssystem installiert werden.

Snap benutzen

Um Snap benutzen zu können muss der ubuntu-core installiert sein ( sudo snap install ubuntu-core).

Eine Übersicht über verfügbare snaps bietet der Befehl snap list. Beim ersten Aufruf entsteht folgender Dialog.

anon@server1:~$ snap list
No snaps are installed yet. Try 'snap install hello-world'.
anon@server1:~$ sudo snap install hello-world
[sudo] password for anon:
0 B / 20.00 KB [________________________________________________] 0.00 %
hello-world (stable) 6.3 from 'canonical' installed
anon@server1:~$ hello-world
Hello World!

Das Programm „hello-world“ kann ausgeführt werden werden und gibt Hello World auf der Konsole aus. Bei einem erneuten Aufruf von snap list sieht es dann so aus:

anon@server1:~$ snap list
Name Version Rev Developer Notes
hello-world 6.3 27 canonical -
ubuntu-core 16.04+20160531.11-56 122 canonical -

Entfernen lässt sich ein snap Paket mit dem Befehl

anon@server1:~$ sudo snap remove hello-world
hello-world removed

Installationsbeispiel Nextcloud

Um ein konkretes Beispiel zu zeigen, werde ich das Snap Paket Nextcloud installieren

anon@server1:~$ sudo snap install nextcloud
122.31 MB / 122.31 MB
[===========================] 100.00 % 22.35 MB/s
nextcloud (stable) 9.0.53snap1 from 'nextcloud' installed

Der Inhalt des Pakets wird im Verzeichnis /snap/nextcloud installiert. In der Liste der Snaps taucht nun auch das Nextcloud Paket auf.

anon@server1:~$ sudo snap list
Name Version Rev Developer Notes
nextcloud 9.0.53snap1 17 nextcloud -
ubuntu-core 16.04+20160531.11-56 122 canonical -

Um die Nextcloud nutzen zu können, muss die IP-Adresse des Servers im Browser aufgerufen werden. Der Installer von Nextcloud fragt noch nach Namen und Passwort des Administrators und danach ist die persönliche Cloud einsatzbereit.

Nextcloud - Snap Paket
Nextcloud – Snap Paket

Fazit

Das Snap Format bietet eine einfache Verwaltung für die Installation, Aktualisierung und Deinstallation kompletter Anwendungen in der Linux Distribution Ubuntu 16.04 LTS. Snap Pakete werden zunehmend von Softwareprojekten angeboten und können auch sogar als Universal Snap Package auf anderen Distributionen genutzt werden.

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Yoast SEO Plugin für WordPress – mehr als eine Million aktive Installationen!

Heute geht es im Blog um Suchmaschinenoptimierung mit dem Yoast SEO Plugin unter WordPress.

Bei der Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization – SEO) geht es um Maßnahmen, die dazu dienen, Webseiten im organischen Suchmaschinenranking in den unbezahlten Suchergebnissen auf höheren Plätzen erscheinen zu lassen. Es geht also um den verständlichen Wunsch eines jeden Website Betreibers auf der ersten Google Suchergebnis-Seite zu erscheinen. Unter organisch versteht man in diesem Zusammenhang die automatischen Suchergebnisse des entsprechenden Suchalgorithmus‘. Dieses Ergebnis kann man nicht mit Geld kaufen. Die einzige Chance seine Position dort zu verbessern liegt im Verständnis, wie der Suchalgorithmus funktioniert. Mit diesem Wissen kann man dann die Website darauf optimieren. Der Haken dabei ist, dass diese Algorithmen geheim sind und sich hin und wieder ändern. Die Anbieter von Suchmaschinen definieren Regeln, die eine Website erfüllen sollte. Die Suchmaschinenoptimierung ist ein technischer Vorgang, dem Google beispielsweise unter Google Webmasters ein eigenes Portal widmet.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Suchmaschinenoptimierung kein Vodoo oder Schwarze Magie ist, sondern ein völlig normaler Prozess, der bereits dann von Erfolg gekrönt wird, wenn die Website so aufgebaut wird, dass die Suchmaschine sie einfacher lesen kann. Im Gegensatz zu dir und mir, sieht das Programm, das im Auftrag der Suchmaschine unsere Website besucht,  nicht eine gerenderte, visuell ansprechende Seite im Browser, sondern nur den reinen HTML/CSS/Java-Script Quellcode der Seite und muss sich daraus erschließen, welcher Inhalt in die Suchmaschine aufgenommen wird und wie relevant dieser ist. Je einfacher dieser Quellcode zu lesen ist, desto einfacher ist es für die Suchmaschine zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen.

Yoast SEO Plugin

Das Yoast SEO Plugin bringt Ordnung in den permanenten Prozess der Suchmaschinenoptimierung deiner Website.

Dashboard

Im Dashboard werden Einstellungen getätigt, die die gesamte Site betreffen. Dabei geht es um Dinge, wie den korrekten Namen der Site, ob es eine Firmen- oder eine private Website ist und die Möglichkeit eine Verbindung zu den Webmaster Tools der Suchmaschinen Google, Bing und Yandex herstellen zu können

Yoast - Dashboard
Yoast – Dashboard

Es gibt einen eigenen Bereich für Einstellungen von Titel- und Meta Informationen, die optimale Einbindung deiner Social Network Konten, und eine XML Sitemap. Im Advanced Bereich können die Breadcrumbs, die Permalinks und die RSS Feeds angepasst werden.

Als Tools stehen

  • ein Bulk Editor, mit dessen Hilfe Titel und Beschreibungen von Artikeln schneller geändert werden können,
  • ein File Editor, mit dem Dateien wie die robots.txt und die .htaccess geändert werden können,
  • ein Import und Export Mechanismus um deine Einstellungen auch in anderen Blogs nutzen oder aus anderen Blogs importieren zu können

zur Verfügung.

Die Search Console ist eine Art Brücke zur Google Search Console. Du musst beide miteinander verbinden und kannst dann die Hinweise aus Google direkt innerhalb deiner WordPress Seite bearbeiten.

Zum Yoast Plugin gibt es kostenpflichtige Erweiterungen für die Optimierung von Google News, Videos, lokaler Optimierung (Karten) und eine kostenpflichtige Version des Plugins mit weiteren Features.

Yoast im Artikel

Wenn du einen Artikel schreibst, hilft dir das Yoast Plugin bei der Optimierung und das ist wirklich praktisch. Unter dem Artikeltext befinden sich mehrere Tabs mit Formularen, die keine Wünsche offen lassen. Die Lesbarkeit des Textes wird bewertet und es wird eine Analyse der Keywords vorgenommen. Je grüner alles wird, desto optimierter ist es :). Hier ein Beispiel aus meinem Blog:

Yoast - Lesbarkeit
Yoast – Lesbarkeit
Yoast -Article Analyse
Yoast -Artikel Analyse

Je nach Konfiguration des Yoast Plugins können beispielsweise noch individuelle Texte für Twitter, Facebook und den Meta Bereich eingetragen werden. Hier beispielsweise ein Screenshot der Twitter Einstellungen.

Yoast Artikel - Twitter Einstellungen
Yoast Artikel – Twitter Einstellungen

Um das Ganze im Zusammenhang zu sehen empfehle ich dir dieses 20 minütige Video in deutscher Sprache, das die einzelnen Funktionen sehr gut erklärt.

Fazit

Für Neulinge im SEO Bereich ist das Yoast Plugin eine Goldgrube, da es wirklich sehr gut dokumentiert ist und alle Aktionen in den Hilfetexten erklärt werden. Du erhältst auch direkte Rückmeldungen zu deinen Änderungen im Text. Profis sparen mit dem Plugin viel Zeit und so wundert es nicht, dass dieses Plugin aktiv in mehr als einer Million WordPress Seiten in 14 Sprachen eingesetzt wird.

Wenn du es ernst meinst mit der Suchmaschinenoptimierung deiner Seite, dann ist der Einsatz dieses Plugin ein sehr guter Start und danach ein Muss!

Links


tl;dr: Das Yoast Plugin hilft dir bei der Suchmaschinenoptimierung einer WordPress Website

 

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Flickr & WordPress

Die Fotoplattform Flickr ist mittlerweile 12 Jahre alt, hat eine bewegte Vergangenheit und gehört zur Firma Yahoo. Yahoo wurde gerade von Verizon gekauft und nun stellt sich (mal wieder) die Frage, wie es wohl mit Flickr weitergeht.

Das englische Wort „to flick through“ bedeutet „etwas durchblättern“ und so war Flickr vor 12 Jahren weit vorn. Trotz ziemlicher Nichtbeachtung und Nichtweiterentwicklung seitens Yahoo, hat Flickr heute um die 110 Millionen Benutzer aus 63 Ländern, die auf der Plattform 10 Milliarden Fotos verwalten. Täglich kommen eine Million Bilder hinzu. 100 Institutionen teilen 4 Millionen freie Fotos auf Flickr Commons. Flickr Creative Commons bietet etwa 350 Millionen Fotos. Auch Videos können bei Flickr hochgeladen werden und es gibt natürlich auch die Flickr World Map mit geo-getaggten Fotos. Es gibt Community Features, wie Gruppen und auch ein Follower Modell zwischen den Benutzern. Es gibt auch immer noch interessante Features, wie beispielsweise die Popularität von Kameramodellen im Camera Finder.

Flickr - Camera - Finder
Flickr – Camera – Finder

Das Geschäftsmodell von Flickr war und ist seit 12 Jahren „so eine Sache“ und wurde immer stiefmütterlich behandelt. Es gibt nach wie vor Premium Accounts. Ein kostenloser Flickr Account bietet allerdings mittlerweile ein Terabyte Platz für Daten. Je nach Auflösung bedeutet das Platz für mehrere Hunderttausend Fotos.

Ein anderes wichtiges Feature war und ist die Flickr API. Sie erlaubt es Drittanwendungen Kontakt zu Flickr aufzunehmen und so gibt es auch einen App Garden.

Du merkst schon, ich mag Flickr 🙂

Irgendwann stellt sich jeder mal die Frage

Wohin mit meinen Fotos?

Mittlerweile buhlen alle grossen Plattformen um deine Fotos: Facebook, Instagram, Snapchat, Twitter, Google, Apple, Dropbox, dein Internetprovider … alle wollen deine Fotos mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen und unterschiedlich Geschäftsbedingungen in ihrer „Cloud“. Aber meistens willst du einfach einen leicht verwaltbaren „Aufbewahrungsort“ für deine Fotos, der möglichst unabhängig und möglichst gut integrierbar ist.

Die Flickr Oberfläche ist ist zum Verwalten deiner Fotos o.k. aber nicht perfekt, das Flickr Team ist seit Jahren ein Anhängsel von Yahoo und relativ unabhängig solange es kein Geld kostet. Mal sehen, ob der neue Eigentümer merkt, welche Schätze dort verborgen sind. Das meines Erachtens Wichtigste an Flickr ist, dass es nach wie vor sehr gut integrierbar ist und das möchte ich am Beispiel WordPress zeigen (die Integration funktioniert auch mit Drupal und Joomla, aber nicht so „fluffig“ 🙂 ).

WordPress & Flickr

Ich habe ein Blog und meine Fotos auf Flickr. In den letzten 12 Jahren, hat sich das CMS, das ich für mein Blog nutze, der Standort der Server, das Modell der Festplatte und irgendwie alles ständig geändert. Neulich fiel mir auf, dass eines der ersten Fotos, das ich auf Flickr hochgeladen habe, immer noch den gleiche URL wie 2005 (https://www.flickr.com/photos/hagengraf/23034582) hat. Ich kann das Foto dank Android und iPhone Apps überall in Sekundenschnelle finden und anzeigen lassen.

Camping

Der Gesichtserkennung von Facebook und der OCR Funktionalität von Google hat Flickr nichts entgegen zu setzen.
Bei Flickr kann ich Fotos jederzeit in unterschiedliche Grössen nutzen. Mehr will ich meistens gar nicht!

Flickr - Bildgrössen
Flickr – Bildgrössen

Plugins

Mit WordPress Flickr Embed kann ich meinen Flickr Account mit dem WordPress Blog verbinden. Neben dem Dateien hinzufügen (Add Media) Button erscheint das Flickr Symbol und ich kann jetzt alle(!) Bilder, die Flickr anbietet, in mein Blog in der gewünschten Grösse einbinden.

Achtung: Auch wenn das alles so einfach geht, musst du natürlich Rücksicht auf die Bildlizenz nehmen! Ich verwende aus diesem Grund meist nur eigene Bilder in meinem Blog. 

Flickr Bild hinzufügen
Flickr Bild hinzufügen
WP - Flickr Embed - Bildauswahl
WP – Flickr Embed – Bildauswahl

Flickr bietet auch Social Network Features an, unter anderem Flickr Groups. Flickr Nutzer können ihre Bilder für Gruppen freigeben, die Bilder der Gruppen können wiederum über die API in WordPress angezeigt werden. Praktisch bei Events, weil Nutzer, die sich nicht kennen, einen gemeinsamen Pool von Fotos anlegen können. Hier beispielsweise eine Flickr Gruppe, die 275,000 Bilder aus der Schweiz enthält, die von 10,000 Benutzern zusammengetragen worden sind.

Flickr Group Switzerland
Flickr Group Switzerland

Solche Gruppen lassen sich auch gut für Events nutzen und mit dem WordPress Plugin Flickr Justified Gallery einbinden.

Flickr Gruppe für eine Veranstaltung
Flickr Gruppe für eine Veranstaltung

Mehr als 300 Flickr Plugins stehen auf Wordpress.org zum Download zur Verfügung und bieten umfangreiche Möglichkeiten für die Integration deiner Fotos.

Fazit

Flickr ist trotz des für Internetverhältnisse hohen Alters nach wie vor ein interessanter, und vor allem verlässlicher Weg, Fotos zu verwalten und per API anderen Anwendungen zur Verfügung zu stellen.


tl;dr: Flickr ist eine Fotoplattform mit vielen Möglichkeiten, die hervorragend mit deiner WordPress Website zusammenarbeitet.

 

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