Kategorien
Content Management Systeme Shared Hosting Site Builder Webdesign

GRAV 1.1 CMS – einfach, schnell, komfortabel, elegant

Im Februar letzten Jahres habe ich hier im Blog die Version 0.9 des Open Source Content Management Systems GRAV vorgestellt (GRAV – Ein schnelles, dateibasiertes, einfaches CMS). Letzte Woche ist die Version 1.1 erschienen und es hat sich eine Menge getan.

Eine gute Gelegenheit mal wieder einen Blick auf das Projekt zu werfen.

Kategorien
Cloud Shared Hosting

ownCloud -> Nextcloud

Du kennt ja bestimmt das Projekt ownCloud. Es ist eine freie Software zum Speichern von Dateien auf dem eigenen Server. Im Prinzip eine Art Dropbox Ersatz, über den ich hier im Blog auch bereits geschrieben habe (OwnCloud Installation und Clients). Das ownCloud Projekt wurde vor sechs Jahren von Frank Karlitschek gestartet und entwickelte sich sehr erfolgreich. In den USA wurde das Startup ownCloud Inc. gegründet, in Nürnberg die ownCloud GmbH. Frank Karlitschek lebte und arbeitete in den USA.

Im April diesen Jahres veröffentlichte er den Blogeintrag: big changes: I am leaving ownCloud, Inc. today und OwnCloud Inc. antwortete mit einem Blogeintrag: Thank You, Frank Karlitschek. Danach verliessen mehr und mehr Entwickler die Firma ownCloud. Am 2. Juni gab es erneut einen Blogeintrag in Karlitscheks Blog, in dem er bekanntgab, einen Fork von ownCloud mit dem Namen Nextcloud zu starten (Blogeintrag: Nextcloud). Der Fokus von Nextcloud soll darauf liegen, Nutzern die komplette Hoheit über ihre Daten zu geben. In diesem Zusammenhang gibt es auch einen interessanten Blogeintrag von Frank aus Februar 2016 The privacy endgame.

Nach der Ankündigung des Forks überstürzten sich die Ereignisse. Im Ergebnis meldete ownCloud Inc. Konkurs an und die deutsche ownCloud GmbH führt das Unternehmensgeschäft weiter. Die neue Firma Nextcloud hat ihren Sitz in Stuttgart und fand schnell Investoren, die die weitere Entwicklung auf sichere, finanzielle Beine stellten.

Mitte Juni erschien die erste Version von Nextcloud und mittlerweile (Juli 2016) gibt es bereits erste Updates und eigene Android und iPhone clients. Mit den Updates erschiepnen auch erste neue Features.

Es gibt ein ausführliches, sehr empfehlenswertes Interview mit Frank mit vielen Hintergrundinformationen im Radiotux Podcast Juni ab der Stelle 1:05:05.

Wenn du, so wie ich, eine ownCloud Installation betreibst, stellt sich natürlich die Frage: „Was nun?“ Die meiner Meinung nach genauso einfache Antwort heisst: „Ruhe bewahren und auf Nextcloud updaten“. Wenn die Gründer und Entwickler aus einem Projekt aussteigen, den Quellcode forken und ihr eigenes Ding machen, ist das Vorgängerprojekt meistens tot (siehe beispielsweise Mambo/Joomla oder OpenOffice/LibreOffice). Natürlich läuft das Geschäft der alten Firma zunächst mal weiter und Unternehmenskunden erhalten auch Support, kreative Weiterentwicklung findet jedoch eher nicht statt.

Update von ownCloud zu Nextcloud

Ein Update von ownCloud zu Nextcloud ist leicht zu erledigen. Im Nextcloud Forum (das übrigens unter Discourse läuft) gibt es viel Hilfestellung, beispielsweise hier: Migrating from ownCloud to Nextcloud.


Update 28.07.2016
Fehlermeldung: Leere PATH Variable
Bei der von NOVATREND verwendeten Webserverkonfiguration, wird die PATH Variable nicht übergeben. Wir verwenden / befolgen jedoch auf all unseren Systemen den sogenannten Filesystem Hierarchy Standard. Wenn OwnCloud/NextCloud keine PATH Variable findet, setzt es selbst eine, die den Standardpfaden entspricht. Siehe auch https://github.com/nextcloud/server/blob/8c7d7d7746e76b77ad86cee3aae5dbd4d1bcd896/lib/private/legacy/helper.php#L532.
Die Meldung bezüglich der leeren PATH Variable, die sowohl OwnCloud als auch Nextcloud anzeigen, kann daher ignoriert werden.


Ich glaube es ist durchaus sinnvoll, seine ownCloud Installation zügig zu migrieren, da die Entwicklung von Nextcloud schnell fortschreitet. Der in ownCloud doch recht komplizierte Upgrade Prozess wurde in Nextcloud bereits durch einen komfortablen Updater im Browser ersetzt. Als Administrator kann man nun auch im Browser das Theme mit seinem eigenen Logo und einem Hintergrundbild anpassen. Sieht dann beispielsweise so aus 🙂

Nextcloud - Anmeldung
Nextcloud – Anmeldung

Ausser diesen, ich will mal sagen Kleinigkeiten, scheint sich aber durchaus mehr zu tun.
So soll man bald mittels WebRTC, einem offenen Kommunikationsstandard, sichere Webkonferenzen über Nextcloud veranstalten können.
Die in ownCloud eher vernachlässigten Apps Kontakte und Kalender sollen ebenfalls zügig verbessert werden.

Videos

Theming Nextcloud in 37 seconds

Anonymous upload in 2 minutes

Shorter share links: getting rid of index.php

Fazit

Der Fork wird frischen Wind in die Szene bringen und Nextcloud ist bereits jetzt ein interessantes Projekt mit lebhafter Community.

Hinweis in eigener Sache
Wenn dir Installation und Pflege einer eigenen Cloud zu aufwendig sind und du eine ausgereifte, funktionierende und gut integrierte Groupware suchst, dann nutze als Hosting Kunde einfach kostenlos die OX App Suite.

Links:

Kategorien
Content Management Systeme Shared Hosting Soziale Netze Webdesign

Countdown für ein neues Projekt

Heute geht es um das Launcher Plugin in WordPress.

Wenn du eine Idee für ein neues Projekt hast, kommt der Tag, an dem es „ernst“ wird und du den Namen festlegst, eine Domain reservierst, Social Media Accounts anlegst und einen Starttermin festsetzt. Als nächstes möchtest deine Zielgruppe auf den Starttermin deines neuen Projekts hinweisen.

Das Wort Projekt kann dabei für vieles stehen. Ein neuer Service, eine neue App, ein Relaunch deiner Website oder vielleicht ein Event. Egal was du startest, eine eigene Website ist die Basis deiner Aktivitäten. Unter dem neuen Domainnamen möchtest du Informationen über das neue Projekt anzeigen, einen Countdown, der zum Starttermin herunter zählt, Kontaktinformationen und eine Möglichkeit für die Besucher, ihre E-Mail Adresse zu hinterlassen. Die E-Mail Adressen sollten gesammelt werden, damit du mit interessierten Besuchern einfach Kontakt aufnehmen kannst.

Das Launcher Plugin für WordPress ist genau das, drei fertige Templates mit einem Countdown, einem Kontaktformular und der Möglichkeit, E-Mail Adressen zu sammeln!

Installation

Innerhalb des WordPress Dashboards, unter Plugins, klickst du auf den Button Installieren und suchst nach Launcher. Durch einen weiteren Klick innerhalb der Vorschau wird das Plugin installiert.

WordPress - Launcher - Installation
WordPress – Launcher – Installation

Nach der Installation muss Launcher noch aktiviert werden.

Einstellungen

In den Einstellungen im Dashboard erscheint Launcher mit sieben konfigurierbaren Tabs.

Im General Tab wird Launcher per Checkbox eingeschaltet. Standardmäßig ist es nicht aktiv. Außerdem kannst du unter anderem den Seitentitel, individuellen Code für CSS, Kopf- und Fußbereich eingeben.

WordPress - Launcher - General
WordPress – Launcher – General

Im Template Tab wählst du dein gewünschtes Layout aus, im Countdown Timer Tab deinen Starttermin. Nun kannst du bereits deine Launcher Page sehen. Die Launcher Page wird allerdings nur den Besuchern gezeigt. Angemeldete Benutzer, so wie du, sehen sie nicht. Um die Seite zu sehen, hat Launcher in der Kopfzeile deines WordPress einen Vorschaulink eingefügt.

Alle Templates sind übrigens responsiv. Hier ein Beispiel:

WordPress - Launcher - Template
WordPress – Launcher – Template

Im Subscribe Tab kann ein E-Mail Marketing Service angegeben werden. Launcher unterstützt beispielsweise Mail Chimp. Wenn du den Service nutzt, musst du dir einen API Schlüssel erzeugen und eintragen. Die Formularfelder können mit individuellen Texten belegt werden.

Launcher - Subscribe Form
Launcher – Subscribe Form

Falls du bereits einen Twitter User für dein Projekt registriert hast, kannst du ihn im Twitter Feed Tab per API einbinden und auf deiner Launcher Page anzeigen. Du musst dazu eine API Schlüssel in Twitter erzeugen. Der Link dazu steht im Tab.

Im Contact Tab kannst du ein Kontaktformular konfigurieren. Dieses Formular steht allerdings nur im Launcher Template zur Verfügung.

WordPress - Launcher - Kontaktformular
WordPress – Launcher – Kontaktformular

Im Social Links Tab kannst du dann deine Social Media Konten eintragen. Vorgesehen sind Facebook Page, Twitter, Instagram, YouTube, LinkedIn, Google+ Page und RSS Feeds. Hier ein Beispiel mit einem anderen Template.

WordPress - Launcher - Social Links
WordPress – Launcher – Social Links

Fazit

Das Launcher Plugin ist einfach bedienbar und enthält alles Wesentliche. Jetzt haben du und dein Team Zeit, die eigentliche Website zu erstellen! Und falls diese nicht auf WordPress basiert, ist das auch ok 🙂

Links


tl;dr: Starte ein Projekt mit einer Launch Website

#ffffff; background: no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Save

#ffffff; background: no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 0.85; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 850px; left: 50px;">Save

Kategorien
Allgemein Security

Passwort Manager KeePass

Nach den Erfahrungen, die ich im Artikel Passworte – kodiert, verschlüsselt oder Klartext? beschrieben habe, möchte ich mich heute der Passwortverwaltung annehmen.

Ich nutze ein MacBook Air, ein iPhone und hin und wieder auch andere Geräte. Als Browser nutze ich meistens Firefox. Wenn ich mich auf die Apple Geräte beschränke und Safari als Browser nutze, habe ich die Möglichkeit, Apples Keychain zu benutzen. Die Keychain „hängt“ an meiner Apple-ID, gilt als sicher, kann so ziemlich alles verwalten und ist auch komfortabel benutzbar. Sehr verführerisch!

In diesem Artikel werde ich allerdings KeePass installieren und meine Passworte dort speichern.

KeePass Password Safe ist ein Programm zur Kennwortverwaltung. Es ist Open Source Software und unterliegt der GPL Lizenz. KeePass speichert Passworte in einer Datenbank und verschlüsselt diese. Die Datenbank ist durch einen Hauptschlüssel gesichert. Dieser Hauptschlüssel kann ein Passwort oder auch eine Schlüsseldatei auf einem USB-Stick sein. Die Übertragung der Passworte in die Zielanwendung erfolgt über die Zwischenablage oder ein Tastaturkürzel. Mit dem Kennwortgenerator schlägt KeePass Passworte vor. KeePass Versionen existieren für zahlreiche Plattformen und es gibt Möglichkeiten zur Synchronisierung.

Ich bin mir selbst noch nicht sicher, wie ich das in Zukunft handhaben werde und in solchen Situationen starte ich oft mit Open Source Software. Nach einer gewissen Zeit des Ausprobieren, weiss ich dann meistens was ich wirklich will. Meistens bleibe ich bei den Open Source Programmen, weil sie in der Regel meinen Bedarf decken.

Installation

KeePass gibt es für viele Plattformen. Ich lade mir von der Projekt Website die Version KeePassX für Mac OS X (https://www.keepassx.org/). KeePassX ist eine Cross Plattform Lösung ohne jeden Komfort. Es ist verfügbar für Windows, Mac OS und im Quellcode. Da die Software nicht über den App Store geladen wurde, muss ich in den Systemeinstellungen (Security & Privacy) explizit die Ausführung von Software erlauben, die nicht aus dem App Store bezogen wurde.

Hinweis:
Es gibt natürlich auch kostenpflichtige, komfortable KeePass Versionen aus dem App Store, beispielswiese KyPass Companian für Mac OS.

Datenbank einrichten

Beim ersten Aufruf meldet sich das Programm mit einem kurzen Willkommensgruß. Über das Menü lege ich eine neue Datenbank an.

KeePass - Neue Datenbank
KeePass – Neue Datenbank

Wie bereits oben beschrieben, muss ich einen Master Key (Hauptschlüssel) festlegen. Ich habe die Wahl zwischen einem Master Passwort und einer Schlüsseldatei. Ich entscheide mich zunächst für die Passwort Variante.

KeePass - Passwort oder Schlüssel
KeePass – Passwort oder Schlüssel

Danach speichere ich die Datenbank auf der Festplatte des Rechners.

KeePass - Datenbank speichern
KeePass – Datenbank speichern

KeePass benutzen

Stell dir die KeyPass Datenbank einfach wie ein Blatt Papier vor. Wenn du dich auf einer Website registrierst, klickst du in KeePassX auf das Schlüsselsymbol mit dem grünen Pfeil (neuer Eintrag). KeePassX schlägt auch sichere Passworte vor. Durch einen Klick auf den Button OK wird der Eintrag gespeichert. Achtung, die Datenbank muss ebenfalls gespeichert werden!

KeePass - seafolly.ch Novatrend Member Bereich
KeePass – seafolly.ch Novatrend Member Bereich

Wenn ich mich nun im Browser anmelden will, kann ich per Rechtsklick auf den Eintrag die URL aufrufen und den Usernamen und das Passwort in die entsprechenden Felder kopieren. Die Tastatürkürzel zum kopieren stehen im Menu.

KeePass - Anmeldung bei einer Website
KeePass – Anmeldung bei einer Website

Das ist nicht besonders komfortabel, aber es funktioniert und es könnte vielleicht die gelben Zettel mit den Passworten ersetzen, die unter der Tastatur und hinter dem Rechner liegen 🙂

Auf diese Art kannst du alle Web-Logins in deiner Datenbank speichern. Den Einträgen bei KeePassX können noch zusätzliche Attribute hinzugefügt und mit einem Verfallsdatum versehen werden.

Und auf dem Telefon?

Vermutlich kennst du das Gefühl auf dem Telefon mal wieder nicht deinen Benutzernamen zu wissen und/oder das Passwort natürlich auch vergessen zu haben.

Für das iPhone bietet sich zunächst die kostenlose App MiniKeyPass an. Sie verwaltet eine KeePass Datenbank auf dem Telefon, genau wie ich das bereits auf dem Desktop mit KeePassX gemacht habe. Nach der Installation möchte die App dann auch gleich eine Datenbank anlegen. Nun will ich natürlich nicht mit meiner Passworteingabe von vorn anfangen und würde gern die bereits existierende Datenbank nutzen.

Glücklicherweise habe ich ja eine OwnCloud Installation auf dem Server und den OwnCloud Client auf dem Telefon (OwnCloud – Installation und Clients). Ich verschiebe meine KeePass Datenbank auf dem Desktop in ein OwnCloud Verzeichnis. Der Client synchronisiert die Daten mit dem Server und auf meinem Telefon erscheint die Datei im OwnCloud Client.

KeePass - Datenbank Datei in OwnCloud
KeePass – Datenbank Datei in OwnCloud

Ich kann die Datei herunterladen und dann in der MiniKeyPass App öffnen.

KeePass - Datenbank Datei in MiniKeyPass
KeePass – Datenbank Datei in MiniKeyPass

Bevor ich an meine Passworte komme, muss ich meinen Master Key (in meinem Fall das Passwort) eingeben. Nach erfolgreicher Überprüfung sehe ich meine gespeicherten Passworte.

KeePass - Datenbankinhalt
KeePass – Datenbankinhalt

Die eigentliche Anmeldung im Browser erfolgt dann wie auf dem Desktop mittels Copy & Paste.

KeePass - Daten
KeePass – Daten

Achtung, die Datenbank wird in dieser Kombination von Tools nicht synchronisiert sondern kopiert. Wenn ich auf dem Telefon etwas ändere, kommt es nicht auf dem Desktop an und umgekehrt. Änderungen sollten also zentral an einer Stelle erfolgen (Desktop). Im AppStore gibt es allerdings auch kostenpflichtige Apps, die die Datenbank synchronisieren.

Fazit

Es funktioniert! Das ist meines Erachtens eine ganze Menge. Wirklich wichtige Passworte lassen sich so völlig plattformunabhängig in einer kaum entschlüsselbaren Datei speichern.

Und wie machst du das mit den Passworten?

Wie verwaltest du deine Passworte?
Nutzt du einen Passwort Manager?
Wenn ja, welchen?


tl;dr: Benutze einen Passwort Manager!

#ffffff; background: no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Save