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Content Management Systeme seafolly.ch

Kunstarchiv mit Drupal 8 – Benutzer

Nachdem seafolly.ch auf Drupal 8 umgestellt wurde und einen Kunstplaneten aus Feeds erhalten hat, will ich die Idee von Jürgen Rinck aufgreifen, ein Archiv für Künstler und deren Werke einzurichten. Drupal 8 als Basis ist insofern interessant, da diese Version ein vollständiger rewrite von Drupal ist und viele interessante Features bereits in der Core Distribution integriert sind. Insofern wird das auch ein Versuch so „einfach“ wie möglich ein recht komplexes Ziel zu erreichen.

Ziel

Das Ziel ist ganz einfach: Künstler sollen sich ein Benutzerkonto auf seafolly.ch anlegen können, in dem sie eine Profilseite haben und die Möglichkeit, Ihre Werke hochzuladen, zu beschreiben und zu publizieren.

In diesem Artikel geht es um die Anfänge:

  • Benutzerrollen auf der Site
  • Berechtigungen
  • Zusätzliche Felder
  • Profilseite des Künstlers
  • Menüs

Die Installation von Drupal 8 auf einem Web Hosting Account bei Novatrend habe ich in diesem Artkel beschrieben: Drupal 8 bringt frischen Wind.

Benutzerrollen

Da das Kunstarchiv von den Benutzern gepflegt werden soll, müssen wir uns Gedanken über Benutzerrollen und deren Berechtigungen machen. Drupal kommt mit drei bereits definierten Rollen (Gast, Angemeldete Benutzer, Administratorhttps://seafolly.ch/admin/people/roles).

Drupal - Benutzerrollen
Drupal – Benutzerrollen

Die „Gast“ Rolle umfasst jeden Besucher der Website. Frei nach Joseph Beuys („Jeder Mensch ist ein Künstler“) legen auch wir fest, dass auf seafolly.ch jeder ein Künstler ist. Der Gast ebenso wie der Administrator. Jeder Gast kann sich mit seiner E-Mail Adresse registrieren und anmelden. Er gehört dann der Rolle „Angemeldete Benutzer“ an. Ausser den „Gästen“ und den „Angemeldeten Benutzern“ gibt es die „Administrator“ Rolle. Die Administrator Rolle erhalten nur ausgewählte Benutzer. Das Benutzerkonto, dass bei der Installation erzeugt wird ist das SuperUser Konto. Es gibt nur eins davon (/user/1).

Man kann beliebig viele neue Rollen anlegen.
Für unser Ziel reichen die vorhandenen Rollen allerdings aus.

Hinweis: An dieser Stelle könnte man auch ein Geschäftsmodell einbauen mit mehreren Berechtigungsstufen, beispielsweise ein kostenloses Konto, bei dem die Ressourcen begrenzt sind und ein kostenpflichtiges Konto mit zusätzlichen Services.

Berechtigungen

Jeder Rolle werden nun Berechtigungen für bestimmte Funktionen zugewiesen (https://seafolly.ch/admin/people/permissions). Als Beispiel zeige ich die Konfiguration für das Contact Modul. In Drupal gibt es ein Kontaktformular für die gesamte Website und ein Kontaktformular auf der Profilseite des Benutzers. Der Benutzer kann selbst in seinem Profilbereich festlegen, ob er das Formular nutzen will oder nicht.

Auf seafolly.ch ist momentan diese Konfiguration: Jeder Gast kann das allgemeine Kontaktformular für die Website nutzen, nicht aber das persönliche Kontaktformular eines registrierten Benutzers. Angemeldete Benutzer können jedoch die Kontaktformulare anderer angemeldeter Benutzer nutzen. Der Künstler kann dem anderen Künstler also eine Nachricht schreiben! Benutzer in der Administrator Rolle können diese Einstellungen verändern.

Drupal - Berechtigungen - Contact - Modul
Drupal – Berechtigungen – Contact – Modul

Hier noch ein Beispiel für die Benutzerberechtigungen. Auf seafolly.ch ist es beispielsweise möglich, sein Benutzerkonto samt Inhalten zu löschen. Der Punkt „View user information“ im Screenshot bezieht sich auf die Sichtbarkeit der Profilseite eines Benutzer.

Drupal - Berechtigungen - User - Modul
Drupal – Berechtigungen – User – Modul

Benutzer dürfen die Löschmethode nicht selbst auswählen. Benutzer der Administrator Rolle können in den Kontoeinstellungen (/admin/config/people/accounts) eine allgemeine Konfiguration vorgeben. Momentan kann sich jeder Besucher registrieren, ein Passwort selbst festlegen und einloggen. Das Passwort muss eine gewisse Stärke haben. Wenn der Benutzer das Konto löscht, wird das Konto und der damit verbundene Inhalt nicht gelöscht, sondern deaktiviert. Das hat den Vorteil, dass ein Administrator die Daten wieder aktivieren kann und den Nachteil, dass die Daten noch in der Datenbank sind, obwohl der Benutzer „gelöscht“ ist. Ein Administrator (oder ein Programm) kann deaktivierte Nutzer und deren Daten endgültig löschen. Meistens werden die Daten noch 30 Tage vorgehalten und dann gelöscht.

Drupal - Kontoeinstellungen
Drupal – Kontoeinstellungen

In diese Einstellungen können auch die Texte der E-Mail Nachrichten festgelegt werden, die einem Benutzer bei verschiedenen Aktionen gesendet werden. Auf seafolly.ch sind die Texte momentan noch in English, man kann die Sprache aber bei Bedarf ändern. In den Texten können sogenannte Tokens eingefügt werden, beispielsweise URLs und Benutzernamen.

Drupal - Kontoeinstellungen - E-Mail Texte
Drupal – Kontoeinstellungen – E-Mail Texte

Profilseite des Künstlers

Jeder Benutzer hat eine Profilseite und jeder Gast darf sie sehen. Benutzer Nr. 1 ist in Drupal der Superadministrator (https://seafolly.ch/user/1). Da bei der Registrierung nur die E-Mail Adresse und ein Benutzername abgefragt wird, sieht die Profilseite etwas unscheinbar aus.

Drupal - Profilseite
Drupal – Profilseite

An dieser Stelle sollten Informationen über den Künstler und dessen Werk stehen. Aus Benutzersicht könnte sich das zu einer individuelle Website entwickeln. Standardmässig erhält jeder Benutzer eine Nummer unter der seine Profilseite aufgerufen werden kann (user/[Nummer des Benutzers]). Man könnte auch beispielsweise den Benutzernamen als Teil der URL erzeugen (https://seafolly.ch/concierge). Momentan geht das nur manuell (/admin/config/search/path), mit dem Modul Pathauto könnte man diesen Prozess automatisieren. Momentan gibt es aber noch keine stabile Version für Drupal 8.

Zusätzliche Felder

Wir wollen ein paar zusätzliche Felder anlegen, die der Benutzer ausfüllen kann (aber nicht muss). Eine kleine Beschreibung, einen Ort, Links zu externen Sites und beliebig viele Tags. In den Kontoeinstellungen gibt es ein Tab Felder verwalten (/admin/config/people/accounts/fields). Dort lege ich die zusätzlichen Felder an.

Zusätzliche Profilfelder
Zusätzliche Profilfelder

Die ersten vier Felder sind selbsterklärend, das Tag Feld nutzt das bereits vorhandene Kategorien Vokabular Tags. Damit ist es möglich, dass sich der Benutzer in seinem Konto „taggen“ kann. Die Begriffe sind in der Anzeige verlinkt und zeigt dann alle Benutzer, die diesen Begriff gewählt haben.

Drupal unterscheidet zwischen dem Verwalten der Felder und der Anzeigen der Felder. Im Tab Anzeige verwalten (/admin/config/people/accounts/fields) wird das Ausgabeformat eines jeden Feldes konfiguriert, beispielsweise beim Profilfoto der Bildstil Thumbnail (100×100). Drupal läd das Original hoch und speichert es ab. Für die Ausgabe der Bilder werden Stile konfiguriert, damit Bilder in unterschiedlichen Grössen und Anpassungen (automatische Bearbeitung) vorliegen.

Erster Versuch

Nach der Eingabe der Daten sieht das Profil dann so aus:

Profil mit Zusatzfeldern
Profil mit Zusatzfeldern

Du kannst beliebig viele Felder hinzufügen. Ausser den Feldtypen, die bereits im Drupal Core mitgeliefert werden, gibt es beispielsweise auch ein Adressfeld (Address) das Formate von 200 Ländern abdeckt und die eingegeben Adressen validiert.

Im nächsten Teil werden wir einen Inhaltstyp für die Werke erstellen und dann die Werke im Profilbereich zum entsprechenden Benutzer und auf einer Detailseite anzeigen.


tl;dr: Mit Drupal 8 kannst du per Browser Felder zu einem Profilbereich hinzufügen

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Content Management Systeme Security

Updates und Upgrades bei WordPress, Joomla und Drupal

Kurzer Blick in die harte Realität gefällig?

Joomla

Das Projekt Joomla hat in den letzten 10 Jahren vier grosse Versionslinien des Systems veröffentlich (2005: Version 1.0, 2008: Version 1.5, 2012: Version 2.5 und ebenfalls 2012 der Version 3.x). Nur die letzte Version (3.x) wird noch supported, also mit Sicherheitsupdates versehen. Innerhalb des 3er Zweigs werden aber nicht alle Versionen supported, sondern nur die Versionen 3.4.x und grösser. Die Version 3.4.0 wurde im Februar 2015 veröffentlicht.
Heute sind wir bei Version 3.4.8, der achten Version innerhalb eines Jahres.

WordPress

WordPress hat ebenfalls vier grosse Versionen (2004: Version 1.0, 2005: Version 2.0, 2010: Version 3 und 2014 die Verson 4.0). Nur die letzte Version (4.x) wird supported. Innerhalb des 4er Zweigs werden aber nicht alle Versionen supported, sondern nur die Versionen 4.4.x und grösser. Die Version 4.4.0 wurde im Dezember 2015 veröffentlicht.
Heute sind wir bei Version 4.4.1, der ersten Version ein paar Tage nach Release des Major Updates.

Drupal

Drupal hat bereits 8 grosse Versionen veröffentlicht (2001: Version 1.0, 2.0 und 3.0, 2002: Version 4.0, 2007: Version 5.0, 2008: Version 6.0, 2011: Version 7.0, 2015: Version 8.0).
Die letzte Version 7.x und die aktuelle Version 8.x werden supported, also mit Sicherheitsupdates versehen.
Der Support für Drupal 6 läuft in ein paar Wochen aus.

Was ist der Unterschied zwischen Update und Upgrade

Als Update wird meist eine Version bezeichnet, die sicherheitsrelevante Änderungen enthält und je nach Philosophie des Projektes, auch Wartungsänderungen und neue Features. Die Updatezyklen werden kürzer, die Updates selbst aber einfacher.

Unter Upgrade versteht man einen Major Versionssprung, der oft mit Inkompatibilitäten daherkommt und daher im professionellen Umfeld Geld kostet. Die Bereitschaft für solche Upgrades ist bei vielen Firmen oft gering.

Major-Upgrades fallen alle paar Jahre an.

Was kann schon passieren?

Jede Website wird mehrmals täglich von automatisierten Programmen aufgerufen. Das können „gute“ und natürlich auch „schlechte“ Programme sein. Die Unterscheidung ist nicht leicht. Wenn wir die grossen Suchmaschinenspider mal zu den „Guten“ zählen, dann sind die „Bösen“ solche Programme, die mit einem fiesen Ziel das Netz scannen.

Ein typisches Ziel wäre: das Content Management System X in der Version Y, die eine Sicherheitslücke enthält.

Also nicht nur Joomla, WordPress und Drupal sind betroffen, sondern natürlich auch Typo3 und all die anderen.
Ist eine bestimmte Version eines CMS anfällig für eine „Verletzung“, so wird es verletzt werden!
Die Frage ist nicht, ob es passiert, sondern einzig und allein wann es passiert!

Sicherheitslücken werden heute bereits Stunden nach Erscheinen eines Updates aktiv gescannt und ausgenutzt. Das bedeutet, du hast wenig, bzw. keine Zeit ein Update zu testen. Soll ich schnell updaten und eine Fehlfunktion der Seite riskieren oder abwarten und „verletzbar“ sein? Es gibt keine pauschale Antwort für dieses Dilemma, sondern du mußt das Risiko für dich abwägen.

Man geht davon aus, dass weit mehr als die Hälfte aller installierten Content-Management-Systeme nicht auf dem neuesten Stand sind!

Ich bin bei einem sicheren Hoster, der regelt das für mich

Jein 🙂

Zunächst mal das Ja: Wir beobachten die Situation natürlich auch und schauen nach verletzlichen Skripten.
Wir können auch allgemeine Massnahmen vornehmen, die bestimmte Filter setzen und die gröbsten Schäden verhindern. Wir nutzen beispielsweise Web Application Firewalls, Botnet Protection Tools, ModSecurity Rules, Greylists von negativ aufgefallenen IP-Adressen und weitere „Helferlein“.

Angriffsversuche
Angriffsversuche

Wir spielen auch im Web Hosting Bereich automatisch dringende Security Updates ein, die du dann in deinem cPanel verfolgen kannst (Patchman). In diesem Bereich kannst du auch selbst deine Website scannen. Das System ist auch auf dedizierten Servern auf Anfrage nutzbar (kostenpflichtig).

Patchman
Patchman

Dein Hosting ist also zunächst einmal in sicheren Händen bei uns!

Aber: Es gibt auch ein grosses Nein, weil es mittlerweile „Angriffsformen“ gibt, die nicht allgemein verhinderbar sind, beispielsweise drive-by-downloads.

Website Updates und Upgrades haben einem Zusammenhang mit Geschäftserfolg und Reputation!

Stell‘ dir vor, auf deiner Website wird eine JavaScript Datei von einem anderen Server geladen. Das ist oftmals völlig normal und gewünscht, um eine bestimmte Funktionaltiät anzubieten (z.B. Slideshow, JS-Framework). Ein Link auf eine „böse“ JavaScript Datei kann deine Website aber auch als „Wirt“ benutzen um etwas über die Browser deiner Besucher zu verbreiten. Das heisst, der Besucher deiner Website lädt die JavaScript Datei von einem anderen Server (nichts ahnend) auf seinem Computer, Tablet oder Telefon.
Je nach Software Versionen auf den Endgeräten kann es dann zu mehr oder weniger grossen Problemen bei den Besuchern deiner Website kommen.
Krasses Beispiel gefällig? Mit dem Angler Expoit Kit kann Ransomware, also Erpressungs-Software, installiert werden, die Dateien auf dem Zielsystem verschlüsselt. Wer (als Besucher deiner Website) seine eigenen Daten zurück haben möchte, muss zahlen.
Jede Website dieser Welt kann theoretisch so etwas enthalten (Beispiel), auch deine Website!
Es ist dein Geschäft und deine Reputation, die im Fall des Falles dabei zumindest nicht profitieren.

Was kann ich tun?

Jedes Content-Management-System ist in seiner aktuellen Version sicher, alle älteren Versionen sind unsicher, ALLE!

Welche Version nutze ich?

Jedes System zeigt seine Version irgendwo an.

In Joomla steht die Versionsnummer auf jeder Seite im Administrationbereich in der Fusszeile.

Joomla - Version
Joomla – Version

In WordPress wird die aktuelle Version hinter dem Link Updates angezeigt (/wp-admin/update-core.php). WordPress verweist dabei seit längerer Zeit bereits auf die „latest version“, also die letzte Version.

WordPress - Version
WordPress – Version

In Drupal findet man die Version im Statusbericht, Menu Berichte -> Statusbericht (/admin/reports/status).

Drupal - Version
Drupal – Version

Alle Projekte verfügen über Benachrichtigungsmechanismen innerhalb der installierten Systeme, beispielsweise eine E-Mail an den Administrator, wenn ein Update verfügbar ist. Ausserdem bieten sie unterschiedliche Mechanismen auf den entsprechenden Projekt Websites (Announcements, Mailing Listen, RSS-Feeds, E-Mail Benachrichtigungen, Twitter, u.v.a.m) an die du in deinem eigenen Interesse nutzen solltest!

Links:


tl;dr: Website Updates und Upgrades stehen in Zusammenhang mit deiner Reputation und deinem Geschäftserfolg.

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Infrastruktur Performance Webserver

Schnellere Antwortzeiten mit dem LiteSpeed Web Server

In den Monaten November und Dezember 2015 haben wir die Auslieferung der Websites für alle Webhostings bei Novatrend deutlich beschleunigt. Möglich wurde das durch die Nutzung eines anderen Web Servers. Vor November 2015 nutzten wir ausschliesslich den Apache HTTP Server. Nach und nach haben wir dann alle Web Hostings mit dem LiteSpeed Web Server versehen.

Gemäss w3techs.com wird LiteSpeed von mehr als 2 Prozent aller Websites weltweit genutzt, Tendenz steigend (http://w3techs.com/technologies/overview/web_server/all).

Usage of web servers for websites
Usage of web servers for websites

Mit Hilfe von Services wie site24x7.com kann man Antwortzeiten von Websites messen. Unser Kunde Adi Heutschi hat das für seine beiden Sites arbeitsrentner.ch und adiheutschi.ch mal genauer untersucht. Im Zeitraum der Untersuchung hat er seine Sites auf SSL umgestellt und wir haben den Web Server ausgetauscht. Alle Screenshots sind von Adi Heutschi erstellt worden.

Website – adiheutschi.ch

Die Website nutzt Joomla und läuft mit dem Apache HTTP Server. Am 18.11.2015 erhält Sie ein SSL/TLS Zertifikat und die Antwortzeiten werden größer. Hier ein Screenshot vom 19.11.2015.

adiheutschi.ch - SSL-Aktivierung/Apache
adiheutschi.ch – SSL-Aktivierung/Apache

Am 17. Dezember wird der Apache HTTP Server von unserer Seite durch den LiteSpeed Web Server ersetzt. Die Verbesserung der Antwortzeiten ist deutlich zu sehen.

adiheutschi.ch - Umstellung Apache -> LiteSpeed
adiheutschi.ch – Umstellung Apache -> LiteSpeed

Die erste Woche vom 20.12. – 26.12.2015 sieht dann so aus:

adiheutschi.ch - eine Woche - LiteSpeed mit SSL
adiheutschi.ch – eine Woche – LiteSpeed mit SSL

Website – arbeitsrentner.ch

Auch diese Site lief mit Joomla und dem Apache HTTP Server. Hier wurde SSL/TLS am 16.12.2015 um 11:00 Uhr aktiviert. Die Antwortzeiten werden grösser.

arbeitsrentner.ch - SSL-Aktivierung/Apache
arbeitsrentner.ch – SSL-Aktivierung/Apache

Am 17.12.2015, also einen Tag später wurde dann auf den LiteSpeed Server gewechselt. Die Antwortzeiten werden kürzer, es gibt aber vereinzelte Peaks (lange Antwortzeit).

arbeitsrentner.ch - Apache -> LiteSpeed
arbeitsrentner.ch – Apache -> LiteSpeed

Etwas besser kann man beide Effekte in diesem Chart sehen. Es deckt die Woche vom 13.12-19.12.2015 ab. Nach der SSL/TLS Aktivierung wird alles etwas langsamer, nach Einführung von LiteSpeed wieder schneller.

arbeitsrentner.ch - Umstellungszeitraum
arbeitsrentner.ch – Umstellungszeitraum

Wiederum eine Woche, in der Zeit vom 21.12-16.12.2015, später stabilisieren sich die Antwortzeiten im Durchschnitt auf 681 ms.

arbeitsrentner.ch - LiteSpeed Server mit SSL/TLS
arbeitsrentner.ch – LiteSpeed Server mit SSL/TLS
Hier zum Vergleich eine Woche Anfang Dezember (06.12. – 12.12.) mit dem Apache HTTP Server ohne SSL. Im Durchschnitt lagen dort die Antwortzeiten bei 869 ms, mehr als 20 Prozent besser als zuvor.

Fazit

Zunächst sagen die Werte in Millisekunden (ms) wenig über echte Antwortzeiten am Telefon oder dem heimischen PC aus, da diese von sehr vielen Faktoren abhängig sind. Interessant ist aber die sichtbare Beschleunigung nach Einsatz des LiteSpeed Web Servers.
Der Einsatz von SSL/TLS verlangsamt grundsätzlich die Auslieferung von Websites. Der LiteSpeed Web Server kann diesen Unterschied, verglichen mit dem Apache HTTP Server, jedoch mehr als ausgleichen. Durch den Einsatz von HTTP/2 (siehe auch Transportverschlüsselung und HTTP/2 für alle – kostenlos!) und weitere Massnahmen wird die Auslieferung aller Websites massiv beschleunigt. Auf der Benchmark Seite von LiteSpeed kann man das an verschiedenen Szenarien nachvollziehen (Statische Seiten, PHP – Hello World, HTTPS und mehr). Im Screenshot kannst du ein Beispiel für WordPress Sites sehen:

Benchmark - WordPress
Benchmark – WordPress

Es besteht auch die Möglichkeit den LiteSpeed Web Server auf deinem dedizierten Server und beim Cloud Hosting zu nutzen. Hier müssen wir allerdings Lizenzkosten in Höhe vom 50 CHF pro Monat erheben. Für Rückfragen kontaktiere uns einfach per E-Mail.


tl;dr: Durch einen Wechsel der Web Server Software antworten alle von uns gehosteten Websites schneller auf Anfragen

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Allgemein News Soziale Netze

Du Besucher, du!

In den letzten Wochen kam bei einem internen Chat die Frage auf, ob wir hier im Blog Sie, den Besucher, eigentlich mit Sie oder Du anreden wollen.
Die Frage hört sich einfach an, eine Antwort ist aber gar nicht so einfach. Beide Anredeformen haben ihre Vor- und Nachteile.
Nach ausgiebiger Diskussion haben wir uns entschlossen dich, lieber Besucher dieses Blogs, zu duzen!

Wir, das sind übrigens Michael und Hagen und diese beiden wunderbaren Fotos stammen aus unseren privaten Social Network Accounts .
Du siehst also – wir meinen es ernst 🙂 !

Michael Brunner
Michael Brunner
Hagen Graf
Hagen Graf

Übrigens Social Networks: Damit du (und jetzt Luft anhalten und lächeln) „noch besser“ verfolgen kannst, was wir hier bei NovaTrend und auch auch sonst so treiben, hier unsere Twitter Accounts! Und damit gleich klar ist, wo das hinführt: Wenn du uns folgst, werden wir dir auch folgen 🙂


tl;dr: Wir reden jetzt alle mit „Du“ an

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Allgemein Groupware Open-Xchange OX

Mehrere E-Mail Accounts in der OX App Suite

Jedem Webhosting Kunden steht die OX App Suite zur Verfügung. Die E-Mail App ist eine zentrale Stelle und man kann sich schnell an die schnörkelose und funktionale Oberfläche gewöhnen. Die E-Mail Adresse ist auch der Einstiegspunkt in die OX App Suite.

Ich nutze die OX App E-Mail beispielsweise für das seafolly.ch Projekt mit meiner seafolly.ch E-Mail Adresse. Ausserdem habe ich noch eine novatrend.ch E-Mail Adresse und ein paar andere projektspezifische E-Mail Adressen.

Die E-Mail App bietet die Möglichkeit mehrere E-Mail Konten zu bündeln.

E-Mail Account hinzufügen

Um einen E-Mail Account hinzuzufügen, klicken Sie einfach auf den Link E-Mail Account hinzufügen.

OX App - E-Mail
OX App – E-Mail

Es öffnet sich ein Formular. Tragen Sie dort Ihre E-Mail Adresse und Ihr Passwort ein. Die E-Mail App bindet nun den Account automatisch ein.

OX App - E-Mail - Account hinzufügen
OX App – E-Mail – Account hinzufügen

Nach der erfolgreichen Einrichtung, wird mir ein zusätzlicher E-Mail Account angezeigt, den ich ganz normal benutzen kann.

OX App - E-Mail - Mehrere Accounts
OX App – E-Mail – Mehrere Accounts

Von welchem Account wird eine neue E-Mail verschickt?

Wenn Sie in dieser Konfiguration E-Mails verschicken, ist der Sender immer das Konto, aus dem Sie die Neue E-Mail verfassen Seite aufgerufen haben. Sie haben aber auf dieser Seite noch die Möglichkeit, den Sender per Dropdown Liste zu wechseln.

OX App - E-Mail - verfassen
OX App – E-Mail – verfassen

E-Mail Account manuell hinzufügen

Falls die automatische Konfiguration nicht fehlerfrei funktioniert, sollten Sie die manuelle Variante ausprobieren. Sie können das entweder direkt über die E-Mail App, wie oben bereits beschrieben, abwickeln oder Sie klicken auf das Zahnrad Icon in der rechten, oberen Ecke und dann auf Einstellungen. In diesem Bereich können Sie alle individuellen Einstellungen verwalten und konfigurieren. Die E-Mail Accounts befinden sich unter dem Punkt Accounts für E-Mail und soziale Netzwerke.

OX App - Einstellungen - Emails und soziale Netzwerke
OX App – Einstellungen – Emails und soziale Netzwerke
Ich möchte beispielsweise eine Google E-Mail Adresse hinzufügen. Dazu klicke ich auf Account hinzufügen und manuell. Im Formular muss ich dann die entsprechen Werte manuell eintragen. Hier die Werte, die für Google Adressen notwendig sind.

  • Posteingangsserver (IMAP) – SSL erforderlich:
    • imap.gmail.com
    • Port: 993
    • SSL erforderlich: Ja
  • Postausgangsserver (SMTP) – TLS erforderlich:
    • smtp.gmail.com
    • Port: 465 oder 587
    • SSL erforderlich: Ja
    • Authentifizierung erforderlich: Ja
    • Gleiche Einstellungen wie für den Posteingangsserver verwenden
  • Vollständiger Name oder Anzeigename: [Ihr Name]
  • Konto- oder Nutzername: Ihre vollständige Gmail-Adresse (nutzername@gmail.com). Google Apps-Nutzer geben bitte nutzername@ihrebeispielurl.de ein.
  • E-Mail-Adresse: Ihre vollständige Gmail-Adresse (nutzername@gmail.com). Google Apps-Nutzer geben bitte nutzername@ihrebeispielurl.de ein.
  • Passwort: Ihr Gmail-Passwort
OX App - E-Mail - Account manuell hinzufügen
OX App – E-Mail – Account manuell hinzufügen

Was ist Unified Mail?

In den Einstellungen der E-Mail Konten können Sie die Checkbox Unified Mail für diesen Account verwenden ankreuzen.

OX App - E-Mail - Unified Mail
OX App – E-Mail – Unified Mail

Alle Accounts, bei denen diese Checkbox aktiviert ist, werden in einem gemeinsamen Posteingangsordner angezeigt. Der neue Ordner wird beim nächsten Login in die OX App erstellt.

In diesem Ordner werden alle eingehenden E-Mails gesammelt. In der Liste ist markiert, an welche E-Mail-Adresse die Nachricht adressiert wurde. Die Standard E-Mail Adresse wird mit als E-Mail vermerkt, weitere E-Mail Konten dann mit Ihrem Namen ausgeführt (hagen@novatrend.ch).

OX App - E-Mail - Unified Mail - Inbox
OX App – E-Mail – Unified Mail – Inbox

Links


tl;dr: Mit der OX App E-Mail können Sie mehrere E-Mail Accounts komfortabel verwalten