Kategorien
Server

Discourse – das bessere Forum

Das Motto von Discourse ist schon eine echte Herausforderung!

Civilized Discussion. On the Internet.

Die Idee hinter diesem Projekt ist eine Verbesserung der Diskussionskultur in Internetforen. Discourse ist eine Mischung aus einer mailing Liste, einem Diskussionsforum und einem Chatroom.
Aus Benutzersicht gibt es viele Features, die in sozialen Netzwerken heute Standard sind, wie beispielsweise „unendliches Scrollen“, Updates ohne die Seite aktualisieren zu müssen und Drag und Drop Dateianhänge. Discourse basiert auf JavaScript, Ruby on Rails, Redis und PresgreSQL und ist nicht ganz einfach auf gängigen LAMP Hosting Umgebungen zu installieren.

Die Technik allein führt ebenfalls kaum zu einer Verbesserung der Diskussionskultur und so wird grosser Wert auf soziale Prozesse gelegt. Themen können zusammengefasst werden, Nutzer können sich Vertrauen „erarbeiten“ auf der Basis verschiedener Parameter. Ein Moderationsystem versucht SPAM, schräge Inhalte und Auseinandersetzungen zu minimieren. Nutzer können interessante Beiträge „liken“ und hervorheben. Innerhalb der Beiträge können Zitate des vorhergehenden Beitrags auf- und zugeklappt werden. Es ist geeignet für Touch-Geräte und wechselt automatisch Layouts.

Discourse ist in 17 Sprachen verfügbar und hat eine beeindruckende Zahl von Plugins. Sie können Discourse beispielsweise in einer statischen Website einbinden um Kommentare zur ermöglichen. Auch in WordPress ist eine Einbindung möglich. Es gibt Anmeldemöglichkeiten über gängige Social Networks und natürlich Emojis und Avatare.

Alles wirkt sehr flauschig und gut und das meine ich ehrlich und nicht zynisch.

Es ist schade, dass Discourse durch die Software-Anforderungen nicht so verbreitet ist und daher dachte ich nach der Docker Vorstellung (Testumgebungen mit Docker), dass das geändert werden muss.

Ich beschreibe in diesem Post die Installation von Discourse aus einem Docker Image.

Installation

Sie benötigen ein installiertes Docker um fortfahren zu können (siehe Testumgebungen mit Docker).

Die Installation ist dann tatsächlich mit vier Befehlen erledigt

sudo mkdir /var/discourse
sudo git clone https://github.com/discourse/discourse_docker.git /var/discourse
cd /var/discourse
sudo cp samples/standalone.yml containers/app.yml

Konfiguration

Um Discourse starten zu können, müssen Sie noch die Konfigurationsdatei anpassen

sudo nano containers/app.yml

Sie müssen dort den Domainnamen, den Port, den SMTP Server, Benutzer und Passwort eintragen. Der Mail Server ist wichtig. Ohne einen funktionierenden Mailserver können Sie kein Administrator- und keine Benutzerkonten anlegen.
Falls Sie keinen Mail-Server eingerichtet haben, könnten Sie sich auch kostenlos einen bei MailGun erstellen.

Der folgende Befehl richtet die komplette Umgebung für und das Forum selbst ein. Die Einrichtung kann durchaus ein paar Minuten dauern.

sudo ./launcher bootstrap app

Danach können Sie den Discourse Container mit diesen Befehlen starten und stoppen

sudo ./launcher start app
sudo ./launcher stop app

Falls der E-Mail Versand nicht funktioniert und Sie etwas in der Konfigurationsdatei ändern müssen, müssen Sie anschliessend die App neu aufbauen

sudo ./launcher rebuild app

Forum einrichten

Nachdem Discourse gestartet wurde, können Sie es im Browser aufrufen

Discourse
Discourse
Die E-Mail, die Sie nach dem Sign Up erhalten, enthält einen Bestätigungslink.

Bestätigungsemail von Discourse
Bestätigungsemail von Discourse
Nach der Bestätigung sollten Sie ihr Forum mit öffentliche Themen und öffentliche Beiträge starten um eine Diskussion in Gang zu bringen.

Discourse - Einrichtung
Discourse – Einrichtung
Discourse gibt sinnvolle Ratschläge bei der Erstellung von Topics und die Einrichtung ist weitgehend selbsterklärend.
Sie sollten sich Gedanken um die Ziele dieses Forums machen und vermutlich merken Sie sehr schnell, dass dieses Projekt sehr durchdacht ist 🙂

Discourse - Neues Topic
Discourse – Neues Topic

Benutzeranmeldungen

Benutzer erhalten nach Ihrer Registrierung eine übersichtliche E-Mail in der die Software erklärt wird und deutlich gemacht wird, dass es um „zivilisierte“ Diskussionkultur geht.

Discourse - Willkommen E-Mail
Discourse – Willkommen E-Mail
Discourse - Willkommen E-Mail
Discourse – Willkommen E-Mail

Fazit

Mit Docker ist es wirklich einfach, Anwendungen wie Discourse auf dem eigenen Server zu erforschen. Ob Sie bei einem produktiven Einsatz die Docker Variante oder einen eigenen Server für Ihr Forum nutzen ist auch einfacher zu entscheiden, wenn man erstmal ausführlich ausprobieren konnte.

Links


tl;dr: Diskutieren wie zivilisierte Menschen – im Internet. Probieren Sie die Open Source Software Discourse aus

Kategorien
Cloud Server

Testumgebungen mit Docker

Wenn Sie einen eigenen Root-Server nutzen, haben Sie oft das Problem, dass die Installation verschiedener Programmpakete wirklich komplex werden kann. Stellen Sie sich vor, sie benötigen „mal eben“ 15 WordPress Instanzen für eine Schulung oder wollen ein Programm ausprobieren, das nicht so wirklich zu Ihrem LAMP Stack passt wie beispielsweise die Blogsoftware Ghost oder das Diskussionsforum Discourse.

Docker bietet dafür eine Lösung.

Sie installieren die Docker Software auf Ihrem Betriebssystem und können dann sogenannte Images vom Docker Hub herunterladen.

Diese Images sind in etwa mit Legosteinen vergleichbar. Für die 15 WordPress Installationen benötigen Sie beispielsweise das WordPress und das MySQL Image. Danach können Sie beliebig viele MySQL und WordPress Container auf verschiedenen Ports starten. Variablenwerte wie MySQL Passworte werden beim Containeraufruf mitgegeben, so dass die beiden Images gut zusammenspielen können.

Die Container und die darin enthaltenen Daten können verwaltet werden. In unserem einfachen Fall können Sie beispielsweise nach Kursende gelöscht werden.

Docker ist natürlich viel mehr und erheblich komplexer, als ich das eben dargestellt habe, nichtsdestotrotz ist die Kernidee hinter Docker Installations- und Verteilungsprozesse zu vereinfachen. Es gibt Docker für Ubuntu, Mac OS X, Microsoft Windows, Amazon EC2, Arch Linux, CentOS, CRUX Linux, Debian, Fedora, FrugalWare, Google Cloud Platform, Gentoo, IBM Softlayer, Joyent Compute Service, Microsoft Azure, Rackspace Cloud, Red Hat Enterprise Linux, Oracle Linux und SUSE, und das ganze Projekt ist natürlich ein Startup und es geht um viel Geld und überhaupt …

Schauen Sie sich die beiden Videos und diese Link-Übersicht an, wenn Sie sich für die ganze Story interessieren.

Installation

Zunächst muss die Docker Software auf unserem Testserver installiert werden. Wir benutzen Ubuntu 14.04 LTS und aktualisieren zunächst mal.

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade

Docker orientiert sich am Kernel. Die Version Ihres Kernel erfahren Sie über den Befehl

$ uname -r
3.13.0-49-generic

Um Docker zu installieren, benötigen Sie nur einen Befehl (und natürlich das Paket wget -> apt-get install wget)

wget -qO- https://get.docker.com/ | sh

Sie werden nach dem Root Passwort gefragt und Docker wird installiert. Damit alles funktioniert, müssen Sie sich einmal ab- und wieder anmelden. Testen Sie dann, ob Docker korrekt installiert ist mit dem Befehl docker run hello-world. Der run Befehl versucht einen Container aus einem lokalen Image zu starten. Findet er kein Image, versucht er das entsprechende Image herunterzuladen, so wie hier in meinem Fall.

$ sudo docker run hello-world
Unable to find image 'hello-world:latest' locally
latest: Pulling from hello-world
a8219747be10: Pull complete
91c95931e552: Already exists
hello-world:latest: The image you are pulling has been verified. Important: image verification is a tech preview feature and should not be relied on to provide security.
Digest: sha256:aa03e5d0d5553b4c3473e89c8619cf79df368babd18681cf5daeb82aab55838d
Status: Downloaded newer image for hello-world:latest
Hello from Docker.
This message shows that your installation appears to be working correctly.

To generate this message, Docker took the following steps:
1. The Docker client contacted the Docker daemon.
2. The Docker daemon pulled the "hello-world" image from the Docker Hub.
    (Assuming it was not already locally available.)
3. The Docker daemon created a new container from that image which runs the
    executable that produces the output you are currently reading.
4. The Docker daemon streamed that output to the Docker client, which sent it
    to your terminal.

Das funktioniert also schon mal gut. Mit dem Befehl docker ps -a können Sie sich alle laufenden Container anzeigen lassen

$ sudo docker ps -a
CONTAINER ID IMAGE              COMMAND  CREATED       STATUS                   PORTS NAMES
2f6ab4eba9b0 hello-world:latest "/hello" 4 minutes ago Exited (0) 4 minutes ago       insane_elion

Sie können den Container stoppen mit dem Befehl

sudo docker stop insane_elion

insane_elion ist der Name, der für diesen Container vergeben wurden. Falls kein Name zur Verfügung steht, können Sie auch die ersten Ziffern der Container-ID nehmen.

Löschen können Sie einen Container mit dem Befehl

sudo docker rm insane_elion

Viele WordPress Installationen

Lassen Sie uns das Beispiel mit den 15 WordPress Installationen kurz durchspielen.

Sie müssen die Images WordPress und MySQL laden

sudo docker pull wordpress
sudo docker pull mysql

Sie müssen einen MySQL Container pro WordPress Instanz anlegen und ihm ein Passwort mitgeben, damit der WordPress Installer eine Datenbank anlegen kann.

sudo docker run --name mysql-wp1 -e MYSQL_ROOT_PASSWORD=8k6lgg35aq1 -d mysql
sudo docker run --name mysql-wp2 -e MYSQL_ROOT_PASSWORD=8k6lgg35aq2 -d mysql
sudo docker run --name mysql-wp3 -e MYSQL_ROOT_PASSWORD=8k6lgg35aq3 -d mysql
usw.
sudo docker run --name mysql-wpx -e MYSQL_ROOT_PASSWORD=xxxxxxxxxxx -d mysql

Nun brauchen Sie jeweils eine WordPress Instanz, die mit dem MySQL Container verlinkt wird und auf einem bestimmten Port läuft

sudo docker run --name wp1 --link mysql-wp1:mysql -p 8081:80 -d wordpress
sudo docker run --name wp2 --link mysql-wp2:mysql -p 8082:80 -d wordpress
sudo docker run --name wp3 --link mysql-wp3:mysql -p 8083:80 -d wordpress

usw.

sudo docker run --name wpx --link mysql-wpx:mysql -p 80xx:80 -d wordpress

Mit dem Befehl

sudo docker ps -a

können Sie nachsehen, ob alles passt und wenn Sie nun im Browser den entsprechenden Port aufrufen, in meinem Fall http://serverblogger.ch:8081 und weitere, so erscheint jeweils der Web-Installer von WordPress.

WordPress Installation
WordPress Installation
An diesem Punkt werden Sie beginnen, fasziniert zu sein 🙂

Im Blogpost WordPress Testumgebungen in Docker ist dieses Beispiel noch ausführlicher erläutert.

Ein Beispiel für Joomla mit einem anderen Image

Ausser den offiziellen Images von Docker gibt es auch von Benutzern zur Verfügung gestellte Images. Ich möchte Ihnen ein Beispiel für Joomla zeigen. Sie müssen sich beim Docker Hub registrieren, um die zur Verfügung stehen Images durchsuchen zu können. Der Benutzer gjong hat beispielsweise ein Joomla Image gebaut, das alles enthält, was man so braucht. Sie installieren es mit dem Befehl

sudo docker pull gjong/apache-joomla

Das MySQL Passwort ist in diesem Fall leer und gjong empfiehlt diesen Startbefehl

sudo docker run -d -p 80:80 gjong/apache-joomla

Ich würde noch einen Namen mitgeben und ihn auf einem freien Port starten (nach der WordPress Apokalypse 🙂 ), sagen wir mal 8099

sudo docker run --name joomla1 -d -p 8099:80 gjong/apache-joomla

Rufen Sie mal den Port im Browser auf

Joomla Installer
Joomla Installer

Links


tl;dr: Mit Docker können Sie Software in Containern ausliefern und einfach verteilen.

Kategorien
Shared Hosting

Kürzen Sie Ihre URLs doch selbst mit YOURL

Nach der aktuellen Diskussion um Linkverkürzer-Services wie Bitly (Linkverkürzer Bitly wandelt URLs in Werbelinks um) möchte ich heute mal YOURLS vorstellen.

YOURLS ist die Abkürzung von „Your Own URL Shortener“ und stellt eine freie Open Source Alternative zu URL Verkürzungsdiensten dar.

Wozu benötigt man das?

Als Firma haben Sie vermutlich seit langer Zeit eine Website und einen Domainnamen und immer mal wieder die Anforderung Links zu erzeugen und zu versenden. Manchmal sind die Links wirklich sehr lang und manchmal benötigen Sie die Links nur für eine Messe oder ein anderes Event. Manchmal sind die Links auf Ihrem Server, manchmal auch zu Youtube oder Wikipedia. Auch in einem Intranet kann so ein Linkverkürzer hilfreich sein.

Sie können das Programm auf Ihrem Server installieren und beliebig viele Benutzerkonten anlegen. Im Adminbereich können Sie Ihre Links dann verwalten und erhalten statistische Informationen über die Nutzung der Links.

YOURLS benötigt einen LAMP Stack und ist einfach zu installieren.

Installation

Sie müssen sich entscheiden, ob Sie eine eigene, möglichst kurze Domain für den Dienst verwenden wollen, oder den Dienst in einem Unterverzeichnis einer bestehenden Domain betreiben möchten. Bei einer eigenen Domain benötigen Sie einen virtuellen Server für diesen Zweck.

Als Beispiel für diesem Artikel nutze ich die Domain serverblogger.ch und installiere YOURLS in einem Unterverzeichnis mit dem Namen s für short. Die gekürzten Links fangen dann alle mit http://serverblogger.ch/s an, also beispielsweise http://serverblogger.ch/s/1.

Im meinem Homeverzeichnis lade ich mir das Dateipaket YOURLS 1.7, entpacke es in ein Unterverzeichnis im Dokumentenverzeichnis des virtuellen Servers serverblogger.ch und mache den Benutzer www-data zum Eigentümer.

In das Home Verzeichnis wechseln,

cd ~

den Quellcode herunterladen,

wget https://github.com/YOURLS/YOURLS/archive/1.7.zip

das Paket auspacken.

unzip 1.7.zip

Es entsteht ein Verzeichnis YOURLS-1.7.

Der Inhalt dieses Verzeichnisses muss jetzt an die richtige Stelle verschoben werden

sudo mv YOURLS-1.7/ /var/www/serverblogger.ch/public_html/s

Eigentümer wird der Benutzer des Webservers

sudo chown -R www-data:www-data /var/www/serverblogger.ch/public_html/s

Im Browser können Sie nun die ausführliche Installations und Update-Anleitung unter http://serverblogger.ch/s/readme.html aufrufen.

Wechseln Sie in das YOURL Verzeichnis und kopieren Sie die Datei config-sample.php nach config.php.

cd /var/www/serverblogger.ch/public_html/s
sudo cp user/config-sample.php user/config.php
sudo chown -R www-data:www-data user/config.php

Legen Sie sich eine MySQL Datenbank an und tragen Sie die Daten in die Datei config.php ein.

Legen Sie ausserdem einen Benutzernamen und ein Passwort in der Variablen $yourls_user_passwords an und schalten Sie den Debug Mode aus (define( ‚YOURLS_DEBUG‘, false );)

sudo nano user/config.php

Rufen Sie den Installationsassistenten auf [Domain]/admin auf und klicken Install YOURLS.

YOURLS Installation
YOURLS Installation
Nach der Installation können Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort einloggen. Drei Beispiele sind vorgegeben.
YOURLS Adminbereich
YOURLS Adminbereich
Löschen Sie diese drei Beispiele. Jetzt können Sie beliebige URLs eingeben und kürzen. Nach der Eingabe bietet das Programm die Möglichkeit, die Links auf Twitter und Facebook zu teilen.
Link kürzen
Link kürzen
YOURLS bietet auch Statistiken über die Links. Sie können sie über den Adminbereich aufrufen oder ein Pluszeichen an den Link anfügen, beispielsweise http://serverblogger.ch/3+
Link Statistik
Link Statistik
Traffic Location
Traffic Location

tl;dr: Sie können mit einfachen Mitteln einen eigenen URL-Shortener betreiben.

Kategorien
Cloud Groupware News Open-Xchange OX Shared Hosting

OX App Suite für unsere Hosting-Kunden

Jeder Hosting Kunde von Novatrend kann ab sofort die Groupware OX App Suite kostenlos benutzen.

Hört sich erstmal klasse an, stellt sich aber die Frage, was das eigentlich ist. Ein kurzer Blick in die Wikipedia stellt klar, was sich hinter beiden Begriffen verbirgt.

Eine Groupware ist ein computer-basiertes System, das eine Gruppe von Personen in ihrem Aufgabengebiet oder Ziel unterstützt und eine Schnittstelle für eine geteilte Arbeitsumgebung bietet (Wikipedia).

OX App Suite ist eine Kollaborationssoftware mit integrierten Apps für die Bearbeitung von E-Mails, Kontakten und Terminen, die um Informationen und Adressen aus sozialen Netzwerken wie Facebook, LinkedIn, XING und Twitter ergänzt werden können. Auch Bilder, Audio-, Video– und Office-Dateien können mit OX App Suite genutzt und verwaltet werden (Wikipedia).

Da ich als Serverblogger natürlich auch Novatrend Hosting Kunde mit dem Testserver (serverblogger.ch) bin, habe ich ebenfalls Zugriff auf das System.

Wenn ich mich hier einlogge, sehe ich folgenden Startscreen

OX App Suite
OX App Suite
Diese Startseite besteht aus Widgets. Ich nutze momentan den Posteingang, ein RSS Feed vom Blog, eine Box mit meinen Aufgaben und eine mit Terminen. Es gibt weitere Widgets, deren Beschreibungen auf die Funktionen, die die OX App Suite anbietet, hinweisen.
OX App Suite - Widgets
OX App Suite – Widgets
Bevor wir zu den Einzelheiten kommen, ein kleiner Blick hinter die Kulissen.

Geschichte

Der deutsche Softwarehersteller Open-Xchange aus Olpe im Sauerland entwickelte Linux-basierte E-Mail- und Groupware-Lösungen für Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen. Im Jahr 2007 entstand aus diesen Lösungen die Open-Xchange Hosting Edition, die bei zahlreichen Service Providern weltweit im Einsatz ist.
Im Jahr 2013 wurde die OX App Suite vorgestellt. An diesem quelloffenen Produkt arbeiten zahlreiche Entwickler des ehemaligen OpenOffice-Teams aus Hamburg mit („Ein Umzug stand nie zur Diskussion“ – Zeit Online). Dieses Team entwickelte die OX Documents Komponente, die im Gegensatz zu Google Docs und Microsoft Office 365 dem Nutzer kein eigenes Dateiformat aufzwingt. OX Documents kann Microsoft Office- , Open- und LibreOffice Dateien direkt im Browser lesen und editieren, ohne dass diese konvertiert werden müssen.
Ein Jahr später kam OX Drive zum Verwalten von Dateien hinzu. OX Drive stellt zur Synchronisierung Apps für Windows, Mac OS X, Android und iOS zur Verfügung und kann als Alternative zu Dropbox gesehen werden.

Das Backend ist in Java geschrieben und basiert auf Open Source Komponenten wie Linux, Apache und MySQL. Existierende Mailserver werden eingebettet.
Das Frontend ist in HTML5 und JavaScript geschrieben.

Bestandteile der Groupware

Ausser dem bereits angesprochenen Portal mit den konfigurierbaren Widgets gibt es die Bereiche E-Mail, Adressbuch, Kalender, Aufgaben, Drive, Text und Spreadsheet.

E-Mail

Der E-Mail Bereich lässt Sie E-Mails anzeigen, senden, suchen, organisieren und an andere Nutzer freigeben. Es gibt verschiedene Ansichten und lässt sich gut bedienen. E-Mail Anlagen können aus OX Drive hinzugefügt oder hochgeladen werden. Sie können externe E-Mail-Konten einbinden. Einzelne E-Mails können als Widget zum Portal hinzugefügt und .eml Dateien können importiert werden. Wenn Sie mehrere E-Mail Accounts nutzen, können deren E-Mails als Unified Mail in einem zusätzlichen Ordner gemeinsam dargestellt werden. Alle Empfänger einer E-Mail können beispielsweise als Verteilerliste gespeichert und/oder zu einem Termin eingeladen werden.

OX App Suite - E-Mail
OX App Suite – E-Mail

Adressbuch

Die Adressen im Adressbuch können in private und öffentliche Ordner sortiert werden, Termineinladungen und E-Mails können aus dieser Maske heraus erstellt werden. Kontakte können zu Verteilerlisten gebündelt werden. Adressen werden mit einem Link zu Google Maps versehen und die Kontaktdaten können über einen QR-Code in ein Telefon-Adressbuch kopiert werden.
Auf Kontakte aus verknüpften sozialen Netzwerken kann zugegriffen werden.
Eigene Kontakte können mit anderen Benutzern geteilt werden.

OX App Suite - Addressbuch
OX App Suite – Addressbuch

Kalender

In der Kalender App gibt es verschiedene Ansichten. Sie können private und öffentliche Kalender verwalten. Termine können hier erstellt oder über iCal-Anlagen einer E-Mail angelegt werden. Externe Kalender, wie beispielsweise Google Kalender können abonniert und importiert werden. Termine im Team können beispielsweise aus Verteilerlisten erzeugt werden.

OX App Suite - Kalender
OX App Suite – Kalender

Aufgaben

Die Aufgaben App ist eine kollaborative ToDo-Liste, Aufgaben können mit Dringlichkeiten, Datum und Teilnehmern versehen werden. Die Aufgaben können in private und öffentliche Ordner einsortiert werden.

OX App Suite - Aufgaben
OX App Suite – Aufgaben

Drive

In der Drive App können Sie Dateien hochladen, erstellen und verwalten. Sie können zusätzliche Beschreibungen zu einer Datei hinterlegen und es wird eine Versionshistorie erstellt. Die Dateien können mit Ihrem Telefon (Android, iOS) und Ihrem PC (Windows, OSX) synchronisiert werden. Auch ein WebDAV Zugriff ist möglich. Die Telefon-Apps bietet auch einen automatischen Upload aller Fotos an. Ordner können geteilt und veröffentlich werden, für Fotos gibt es eine Galerie-Ansicht, für Audio- und Video-Dateien werden in entsprechenden Playern ausgeführt.
Text- und Spreadsheet-Dateien können hier angelegt werden. Sie können Dateien auch als E-Mail Anhang verschicken.

OX App Suite - Drive
OX App Suite – Drive

Text

In der Textverarbeitung findet Sie zahlreiche Textvorlagen. Die Funktionen entsprechen denen gängiger Textverarbeitungen. Die Dateien werden im der OX Drive App gespeichert und können heruntergeladen, als PDF dargestellt und geteilt werden.

OX App Suite - Textverarbeitung
OX App Suite – Textverarbeitung

Spreadsheet

In der OX Spreadsheet App gibt es ebenfalls bereits Vorlagen. Die Spreadsheets werden in der OX Drive App gespeichert. Die Funktionen entsprechen denen gängiger Tabellenkalkulationsprogramme.

OX App Suite - Spreadsheet
OX App Suite – Spreadsheet

Speicherplatz

Jeder Nutzer erhält kostenlos 2GB Dateispeicherplatz und eine unbegrenzte Menge an E-Mails.
Sollten Sie mehr benötigen, sprechen Sie uns an.

Fazit

Die OX App Suite ist aus einem Guss und gut zu nutzen.
Wir bei Novatrend nutzen Open-Xchange schon länger und sind schlicht zufrieden 🙂

Probieren Sie es mal aus!

Links


tl;dr: Wir bieten unseren Hosting-Kunden die kostenlose Nutzung der Groupware OX App Suite an.